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852. Vorlage (J.-Nr. 4355 Erl. 1/13) — zur Beschlutzfaffnllg
betreffend die Anstellung des Technikers II. »lasse
Hilterhans als Lberkontrollcur bei der öffentliche»
Beleuchtung der städtischen Gaswerke.
Der Techniker Wilhelm Hilter Haus, geboren am 22. Sep-
teinber 1883, wohnhaft hier, Jonasstr. 4, wird seit dem I. Juli 1911
bei den städtischen Gaswerken beschäftigt. Er hat die ihm übertragenen
Arbeiten stets zur vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausgeführt
und in bezug auf seine dienstliche Führung zu Klagen keine Ver
anlassung gegeben. Seit dem 4. November 1911 versieht er die Geschäfte
eines Oberkontrollenrs der öffentlichen Beleuchtung, in welcher Stellung
er sich bisher gut bewährt hat.
lieber seine außerdienstliche Führung ist, wie aus dem in den bei
gefügten Personalakten vorhandenen polizeilichen Führungszeugnis er
sichtlich, nichts nachteiliges bekannt geworden.
Da Herr Hilterhaus nach dem ebenfalls in den Akten be
findlichen Gutachten des städtischen Vertrauensarztes auch körperlich
zur Anstellung geeignet ist, haben wir beschlossen, ihn als Gcmeindc-
beamten in der Betriebsverwaltung der städtischen Gaswerke, und zwar
als Oberkontrolleur der öffentlichen Beleuchtung, gegen dreinionatigc
Kündigung anzustellen.
Die Versammlung ersuchen wir daher ergebenst um Aeußerung
gemäß 8 56, 6 der Städteordnung.
Berlin, den 23. August 1913.
Magistrat der Königl. Haupt- und Residenzstadt.
W e r m u t h.
J.-Nr. 1046 8t. V. 1/13
853. Vorlage (I.- Nr. 4511 Erl. 1/13) — zur Veschlust-
faffung —, betreffend die Anstellung eines -Kontrolleurs
der städtischen Gaswerke als Rohrlcgcrmcister.
Die durch den Tod ihres Inhabers freigewordene Stelle eines
Rohrlegcrmeisters beim Röhrensystem der städtischen Gaswerke muß
neu besetzt werden. Wir beabsichtigen, diese Stelle dem beim Röhrc»-
system der städtischen Gasiverke beschäftigten Kontrolleur Ludwig
Walkowiak zu übertragen und ihn als Gemeindebcamten in der
Betriebsverwaltung gegen dreimonatige Kündigung anzustellen.
Walkowiak ist am 9. August 1809 geboren. Er steht bereits
seit dem 14. Juni 1887, also seit über 25 Jahren, bei den städtischen
Gaswerken, anfänglich als Rohrleger, später als Rohrlegerpolier und
seit 1909 als Kontrolleur in Arbeit. Die Geschäfte von Rohrleger-
meistern führt er anläßlich der Erkrankungen und Beurlaubungen
solcher Beamten schon seit zirka 5 Jahren zur Zufriedenheit. Seine
polizeiliche Führung ist gut. Ueber die lleberschreitung der Alters
grenze (35. Lebensjahr) bitten wir hinwegzusehen, da Walkowiak
schon langjährig im Betriebe der städtischen Gaswerke beschäftigt wird
und nach dem Gutachten des Vertrauensarztes gesund und zur An
stellung geeignet ist.
Die Personalakten des Walkowiak liegen anbei.
Wir ersuchen die Stadtverordnetenversammlung um Aeußerung
gemäß § 56 der Städteordnung.
Berlin, den 8. August 1913.
Magistrat der Königl. Haupt- und Residenzstadt.
Dr. Reicke.
J.-Nr. 1007 St. V. 1/13.
854. Vorlage (J.-Nr. 4353 Erl. 1/13) — zur Beschlußfassung
betreffend die Anstellung des Feuerpolicres P a u l
Furchert als Gasmeister bei den städtischen Gas
werken.
Der Feuerpolier Paul Furch er t, geboren am 29. Juni 1878,
wohnhaft Charlottenburg, Pestalozzistraße 73, ist seit dem 3. August
1903 in unserer Gasanstalt V (Schmargendorf) als Ofenmaurer be
schäftigt gewesen. Jin folgenden Jahre wurde er tzilfspolier und 190/
Feuerpolier. Er hat stets alle ihm obliegenden Dienstleistungen »>ü
großem Eiser und Verständnis ausgeführt und sich eine genaue Kenntnis
aller in der Anstalt befindlichen Oefen und Apparate erworben, so datz
ihm deren Bedienung und Beaufsichtigung anvertraut werden konnte-
Im Einvernehmen mit der Deputation der städtischen Gaswerke haben
wir daher beschlossen, F u r ch e r t den Posten eines Gasmeister»
zu übertragen und ihn als Gemeindebeamten in der Betriebsverwaltung
der städtischen Gaswerke gegen dreimonatige Kündigung vom 1-
tobcr 1913 ab anzustellen.
Nach dem Gutachten des städtischen Vertrauensarztes ist er sur
diesen Posten auch körperlich geeignet; darüber, daß Furche» i die
vorgeschriebene Altersgrenze von 35 Jahren um weniges überschritte»
hat, bitten wir mit Rücksicht auf seine bereits zehnjährige Tätigkeit vei
unseren Werken hinwegzusehen.