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Volume Nr. 4, 23. Juni 1998

Full text: Dienstblatt des Senats von Berlin (Public Domain) Ausgabe 1998 (Public Domain)

Berlin mr EEE m 
6 Rollenbeziehungen zentralen Infrastrukturressourcen durch den zentralen 
h Infrastrukturbetreiber ist je nach Zweckmäßigkeit entwe- 
6.1. Allgemeines Modell der im Rahmen des Verfahrensauftrags (Nummer 6.2) 
In dem nachfolgenden Modell sind die Beziehungen ZWi- über den: Verfahrensverantwortlichen oder über die 
schen den in Nummer 4.2 genannten Rollen abgebildet. Beauftragung des dezentralen Infrastrukturbetreibers 
Es beschreibt nur die für diese Richtlinie relevanten oder durch einen Auftrag des Produktverantwortlichen 
Aspekte. an den zentralen Infrastrukturbetreiber zu sichern. 
5 Servicevereinbarung zwischen Verfahrensverantwort- 
lichem und Infrastrukturbetreiber 
. Der Verfahrensverantwortliche ermittelt den Bedarf an 
verfahrensspezifischen Infrastrukturleistungen. Hierzu 
beauftragt er den zentralen und/oder den dezentralen 
Infrastrukturbetreiber. Nummer 6.4 Satz 3 gilt entspre- 
chend. Die jeweils dezentral vorhandene Infrastruktur ist 
zu berücksichtigen. 
6.6 Information/Beratung 
Die Beziehung zwischen IT-Management und Produkt- 
bzw. Verfahrensverantwortlichem wird primär durch 
Information und Beratung bestimmt. - 
Das dezentrale und das zentrale IT-Management werden 
von den Rollenträgern auf der jeweiligen Ebene über alle 
relevanten Planungen und Maßnahmen des IT-Einsatzes 
nn . informiert. Das IT-Management stellt die für den IT-Ein- 
Es existieren folgende Beziehungsarten: satz relevanten Informationen allen Beteiligten auf der 
® Verfahrensauftrag jeweiligen Ebene zur Verfügung und wirkt auf einen 
® Servicevereinbahrung angemessen Informationsaustausch hin. 
9 Information/Beratung 6.7 Rahmenvorgaben 
® Rahmenvorgaben Prinzipiell wirkt das IT-Management durch Rahmenvor- 
gaben auf die am IT-Einsatz Beteiligten, insbesondere 
b.!  Verfahrensauftrag auf den Infrastrukturbetreiber ein. 
Die Beziehung zwischen Produktverantwortlichem und Dazu bereitet das dezentrale IT-Management - in 
Verfahrensverantwortlichem wird durch den Verfahrens- Abstimmung mit den anderen Rollenträgern der 
auftrag definiert. Behörde - für die jeweilige Behördenleitung die Festle- 
Dabei sind dem Verfahrensverantwortlichen die anwen- gung behördenbezogener Richtlinien für den IT-Einsatz 
dungsbezogenen Aufgaben zu übertragen, die für ein vor. Grundlage sind die vorgegebenen landesweiten 
bestimmtes Verfahren: sinnvoll zusammengefaßt und IT-Richtlinien. 
bereichs- bzw. standortübergreifend bearbeitet werden Abweichungen des IT-Einsatzes von den Richtlinien sind 
können. Dazu gehören in der Regel die fachliche Pla- vom dezentralen IT-Management aufzunehmen, Verbes- 
nung der Applikation, die Entwicklung von organisatori- serungsvorschläge zusammen mit den Betroffenen zu 
schen Konzepten, die Anforderung von zentralen erarbeiten; gegebenenfalls bereitet das dezentrale 
IT-Infrastrukturressourcen, die Bereitstellung der IT-Management eine Entscheidung der Behördenleitung 
Anwendung, die Schulungskonzipierung und die Appli- Vor 
kationspflege. Für gleiche oder ähnliche Fachaufgaben R . 
bzw. Produkte ist der Zusammenschluß der jeweiligen Das zentrale IT-Management erarbeitet unter Beteili- 
Produktverantwortlichen zur gemeinsamen Beauftra- gung des IT-KAB (Nummer 9.3 - Beratung, Beschlüsse) 
gung eines Verfahrensverantwortlichen vorzusehen. die landesweiten Richtlinien für den IT-Einsatz. Es leitet 
landesweite Koordinationsgremien, ist Schnittstelle zum 
6.5 Abweichung vom gemeinsamen Verfahrensauftrag Parlament in übergreifenden Angelegenheiten und orga- 
Produktverantwortliche, die abweichend von der nisiert. die länderübergreifende Kooperation, 
gemeinsamen Beauftragung nach Nummer 6.2 eine an- 
dere Applikation einsetzen wollen, haben vor einer Ent- 
scheidung die maßgeblichen Gründe, zu denen vorrangig c QUERSCHNITTSAUFGABEN 
Wirtschaftlichkeitsaspekte gehören, nachvollziehbar zu 7 Controlling und Qualitätssicherung 
dokumentieren. Zu.dieser Begründung ist eine Stellung- 3 
nahme des Verfahrensverantwortlichen einzuholen, der 7.1  IT-Controlling 
bereits eine einschlägige Applikation anbietet. Anschlie- Das IT-Controlling dient der Steuerung und Koordina- 
ßend ist das dezentrale IT-Management im Rahmen der tion des Ressourcenverbrauchs beim IT-Einsatz. Seine 
behördeninternen Regelungen zu beteiligen. Aufgabe steht in enger Verbindung mit dem IT-Ma- 
Ha . a. , nagement, beide ergänzen sich wechselseitig. 
Servicevereinbarung zwischen Produktverantwortlichem 
und Infrastrukturbetreiber 7.2 Qualitätssicherung 
Der Produktverantwortliche ermittelt den Bedarf an Die Qualitätssicherung (QS) sichert die Einhaltung von 
Infrastrukturleistungen für den eigenen Bereich. Er führt Vorgaben und Anforderungen beim IT-Einsatz. Die zu 
jedoch keine eigenständigen Infrastrukturmaßnahmen beachtenden Aspekte können sich sowohl auf Eigen- 
durch, sondern beauftragt hierzu den dezentralen Infra- schaften des IT-Systems als auch auf den mit der Pla- 
strukturbetreiber mit der Bereitstellung lokaler Infra- nung, der Einführung und dem Betrieb des IT-Systems 
strukturressourcen. Die Bereitstellung‘ der benötigten ablaufenden Prozeß beziehen. QS setzt die Formulie- 
DBl.INr. 4/23. 06.1998 8 61
	        
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