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Wie würde man den Mann ansehen, der in ziehung der ntterlichen Jugend zur Zeit der Staufen“, bildet
Slorenz auf den wenig geschmackvollen, aber vielleicht Sleichwohl ein einheitliches, untrennbares Ganze. Es umfaßt
„HE % I: 01 den Werdegang, des. ritterlichen Adels, seine gesellschaftliche
nußbringenden Gedanken - käme, den Palazzo Pitti Stellung, seine staatliche Bedeutung, das ritterliche Waffenwerk,
niederzureißen, um einem, wenn auch noch so imposant den höfischen Minnesang. Es eröffnet tiefe Einblicke in das
gebauten Hotel Pla zu machen; und wenn heute ein Familienleben, in die körperliche und geistige Erziehung der
reicher Unternehmer käme, um an der anderen Ecke Jugend, 4 die Art des geselligen ie in Brauch und
I : 2 . ; Sitte auf der Adelsburg wie am Fürsten of.
des Pariser Plaße 8 Nontnrrenznoil ZE errichten; Die meisterhafte, allgemeine kulturgeschichtliche Schilderung
Der könnte ihm verbieten, das zu unterlassen, was bringt zur Kenntnis der Dichtkunst der Minnesänger und der
vorher ein anderer tun durfte. Waffenkunde des Mittelalters viel Beachtenswertes und ist ge.
Hoffentlich spricht hier der amtliche Konservator fleidet in eine formvollendete Sprache, so-. daß das von vater-
noch zu rechter Zeit am rechten Ort das Machtwort: ländischem Geiste getragene Buch. als eine Festgabe für das
Veto. Drei3r. deutsche Dolf bezeichnet werden muß.
Die Ausstattung, welche die rührige Kunst- und Verlags
. | . anstalt C. A, Starke in Görlitz dem Buche egeben hat, ist
Kleine Mifkfeilungen. geschmackvoll und würdig, Druck und Dihier Foo vortrefflich.
Der Vorstand des Hansischen Geschichtsvereins (Senator Der Verfasser hat sein Werk „dem Verein Herold zu Berlin in
Dr. Fehling) in Sübeck erläßt ein Preisauss<reiben für Treue und Verehrung gewidmet“. Der „Herold“ Fann stolz
eine Geschichte der deutschen Seeschiffahrt. auf diese Gabe sein.
Ein hansischer Kaufmann hat dem Hansischen Geschichts- Dr. Stephan Kefule v, Stradonitz.
verein 3000 MX. zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt. I |
Da der Stand der Muellenveröffentlichung nicht überall An die verehrlichen Mitglieder des „Vereins für
ein gleichmäßiger ist, wird für manche Teile eine abschließende die Geschichte Berlins “
Darstellung nur durch Benutzung ungedruckten Materials ge- *
wonnen werden können. Mit Rücksicht auf die einer solchen Mit Gegenwärtigem erlaube ich mir, den Mitgliedern die in
sic entgegenstellenden Schwierigkeiten wird die Benuzung meinem Verlage erschienene
ungedruckten Materials zwar nicht als unerläßlich bezeichnet, Sammlung von 12 Tafeln mit Pläßen aus
doch wird der Wert einer Urbeit durch das, was sie in dieser »„Alt-Berlin**
Richtung leistet, erhöht werden. ' nach Originalen von Rosenberg, Chodowieckinu, a. als vor“
Die Arbeit muß in deutscher Sprache abgefaßt sein. züglich geeignetes Geschenkwerk für „Jung und Alt" zum bevor-
Die zur Bewerbung bestimmten Arbeiten sind bis zum stehenden Weihnachtsfeste anzubieten.
1- Oktober 1909 bei dem Vorsitzenden des Hansischen Geschichts- Ein jeder, der sein Berlin liebt, wird mit wahrer Freude
vereins in Lübeck, mit einem Kennwort versehen, einzureichen. bei diesem von den namhaftesten Autoritäten der Kunst und
N Geschichte wie von den Herren Landgerichtsrat Dr. Beringuier,
Besprechungen von Büchern. den Professoren Geheimrat Dr. H. Ende, Dr. Seidel,
Zeinrich v. Wedel, Deutschlands Ritterschaft, ee Drs 752: M 7. Nun . . Sn tchtcke
. : ; ; * EE unjiblättern weilen, die bei allen Heimatfreunden den leb-
ihre Entwidklung und ihre Blüte. Görli haftesten Beifall finden. Zwecks größerer Verbreitung und für
1904. Druc und Verlag von C. A. Starke, das mir von dem Verein in meinen Bestrebungen stets erwiesene
8", 92 S. Preis 3 07. Entgegenkommen habe ich für die Mitglieder den- Preis der
Dier künstlerisch abgerundete Bilder werden unter der an- (2 Tafeln (50><35 em) mit Einleitung von Paul Lindenberg
zeführten Gesamtbezeichnung hier den Lesern dargeboten. Eine und beschreibendem Text in eleganter Mappe auf Mk. 6,50
Frucht staunenswerter Belesenheit, eindringlicher Vertiefung in statt Mk. 10.-- festgesetzt und bitte ich um recht zahlreiche
den Gegenstand und gründlichen Fleißes. Die ganze Fülle Bestellungen.
zeitgenössischer Quellen und die gesamte Fachliteratur wurden Soeben erschien auch eine neue Sammlung „Bilder aus
durchforscht, um Deutschlands Ritterschaft auf dem Höhepunkt Alt-Berlin“ mit 12 Tafeln nach Gemälden von Franz Krüger,
ihrer Entwicklung zur Zeit der Staufen vor Augen zu führen Ed. Gärtner, H. Hintze, Graf Harrach, Prof. Skarbina
und einen der glanzvollsten Abschnitte deutscher Geschichte dem u. a. mit einem Geleitworte von Herrn Konservator Professor
Verständnis der Gegenwart näher zu rücken. Dr. Doß. Preis des eleganten Ulbums Mk. 9.-- (statt 10) für
Die Scilderung, getrennt in Einzelabhandlungen mit den die verehrlichen Mitglieder des Vereins für die Geschichte
Überschriften: „Die Entwicklung des ritterbürtigen Lehns- Berlins.
adels“; „Das Schwert, die Waffe des Ritters“; „Die Haupt- Hochachtungsvoll
s<utzwaffen, Helm, Harnisch und Schild, von der Mitte TN Spiro Verlag.
des. 12. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts"; „Die Ex- Berlin W., Schellingstraße 13.
Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Königlichen Hofbuchhandlung von GC. S, Mittler 8 Sohn, Berlin, betr.:
„Geschenkwerke"', sowie ein Prospekt der Firma: J, Spiro, Verlag, Berlin W., Schellingstraße 13, bei, welche wir den geehrten
Tesern zur geneigten Durchsicht bestens empfehlen.
Für den materiellen Inhalt der Mitteilungen sind die Mitteilenden verantwortlich.
Redakteur: Dr. Hans Brendicke in Berlin W.30, Schwerinstr. 1.
Derlag des Vereins für die Geschichte Berlins. =- Gedruckt und in Vertrieb bei E. 5. Mittler & Sohn in Berlin.