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Inhaltsverzeichnis: Gutzkow-Funde / Houben, Heinrich Hubert (Public Domain)

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Händen abwehrend, die Augen weit aufgerissen, rief sie ihm 
entgegen: „Davon reden Sie nicht! An all' das nur zu 
denken macht wahnsinnig!“ Gutzkow hatten diese Worte um 
so mehr erschüttert, als er eine Neigung fühlte, sich der jungen 
Dame zu nähern, ein Schritt, der später auch gethan, aber 
wieder zurückgethan wurde. Abgesehen von dem Interesse an 
den Ideen stellte der Roman also eine „persönliche und reine 
Herzensangelegenheit“ dar.?) 
Nur jenes Wort verhallte nicht und gestaltete sich zu einer 
verhängnisvollen Einheit mit Campes Mutlosigkeit. Die Probe 
auf Zustände, in welche die Menschheit fallen würde, auch 
wenn sie aufhörte zu glauben, was im Katechismus steht, 
wurde sein ständiges Grübeln. Das abstrakte Problem war 
plötzlich in unmittelbarster Verkörperung, aus dem Leben heraus 
vor ihn hingetreten. Das war der entscheidende Moment. Um 
den Kern des Auszuges aus der „Schutzschrift für die ver— 
nünftigen Verehrer Gottes“ des Wolfenbüttler Fragmentisten 
entstand „Wally, die Zweiflerin“. Jener Vorfall, der wie ein 
Blitz im Geiste des Dichters zündete, bezeichnet auch in wenig 
veränderter Gestalt in dem Verhältnis Cäsars zu Wally eine 
entscheidende Wendung. 
Eine poetische Idee also liegt der „Wally“ immerhin zu 
Grunde. Gutzkow wollte den Gegensatz zwischen dem „schein— 
baren Leichtsinn einer gedankenlosen Außenseite“ und schweren 
inneren Kämpfen schildern. Wally betäubt durch ein geräusch⸗ 
volles Leben die religiösen Zweifel in ihrer Brust, bis sie 
durch die Liebe zu einem geistreichen frivolen Skeptiker in den 
Strudel wieder hineingezogen wird, wo sie dann, da ihre Er⸗ 
ziehung diese Möglichkeit nicht berücksichtigt hat, der Ver⸗ 
zweiflung keine andere Kraft entgegenzustellen vermag als das 
„Bischen Sterbenwollen“. Der 24 jährige Verfasser ver⸗ 
öffentlichte die „Wally“ in völliger Unklarheit über die Trag— 
weite des gedruckten Buchstabens, was er stets zugegeben, wie 
er ebenso später wenigstens nie verheimlicht hat, daß die
	        
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