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Volume 27. Oktober 1944

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1944 (Public Domain)

Dienstblatt Seite 85 
. Haupthochbauamt, Hauptplanungsamt 
Teil IN Haupihochbauamnk, Haupiplanungsamt Nr. 690 
Ausgegeben 27. 10. 1944 tn) Inhalt: 
Nr. 69 Vereinfachung der Preiserrechnung nach der Kriegswirtschaftsverordnung Seite 85 
Nr. 70° Zuschläge und Pauschbeträge für Stundenlohnarbeiten in der Bauwirtschaft , . . . . Seite 85 
Nr. 71 Veräußerung städtischer Grundstücke an das Reich für die. Errichtung selbständiger . 
baulicher Luftschutzanlagen (Sonderbauten). . . . . Seite 88 
Nr. 7. Vereinfachung der Verwaltung; hier: Ein- und Auszahlung von Kleinbeträgen im Ver- . 
kehr zwischen Reichs-, Landes- und. Gemeindebehörden . . . . . „ Seite 88 
Nr. 73 Einschränkung der Preisprüfung beim Beschaffungsamt Seite 88 
| 11/69 | Hoch/BauWi A 32 [12 10. 1944] EA Hsemeines 5 
. Stadt D540) 1. Bauleistungen jeder Art soMen nach Möglichkeit 
Fernruf: Stadtverw. im Leistungsvertrag zu festen Preisen auf der Grund- 
Tiel/Vw 1/95 lage der Baupreisverordnung vergeben werden. 
Fernruf: Stadtverw. 2115 Bauleistungen dürfen nur dann in Stundenlohn 
An (ie Bezirksbü ist vergeben werden, wenn es sich um Arbeiten handelt, 
m die BezirkSbÜrgPFMEiSISTaktang: mit techn. die Im wesentlichen Lohnkosten enthalten und deren 
; Or Art un mfang bei der Auftragserteilung nicht so 
di dert EigenBetrieb eindeutig bestimmt werden können, daß der Abschluß 
die städt. und überwiegend städt. Gesellschaften Sines Leistungsvertrages möglich ist. 
und | 2. Die Bestimmungen des Runderlasses gelten nicht 
die LS-Baugruppe Stadt — LS Raumbau.—, In SENDEN, die von Körperschaften des 
Un . öffentlichen Rechts für andere Behörden oder private 
Vereinfachung der Preiserrechnung Auftraggeber ausgeführt werden, Für derartige Stun- 
nach: der Kriegswirtschaftsverordnung denlohnarbeiten gelten die am 24. Juni 1939, dem Zeit- 
punkt des Inkrafttretens der Baupreisverordnung, Zu- 
Zur Vereinfachung der Preiserrechnung befreie lässigerweise berechneten Stundenlohnzuschläge. 
ich die. Wirtschaft auf Grund des $ 28 Kriegswirt- N 
schaftsverordnung bis auf weiteres von der Pflicht Zuschläge und Pauschbeträge 
zur unverkürzten Weitergabe von Ersparnissen nach 3. Die Zuschläge und Pauschbeträge dieses Erlas- 
$ 26 Kriegswirtschaftsverordnung. Ersparnisse sind ses gelten für alle Stundenlohnarbeiten 
künftig im Rahmen der kriegsverpflichteten Preisbil- einschl. derjenigen zur Beseitigung von Flieger- 
dung nach $ 22 Kriegswirtschaftsverordnung zu Preis- schäden. 
EEE den sole, soweit sie zu Übergewinnen 4 Die Zuschlag 4P hbeträgegi Erl 
ühren würden. . Die Zuschläge und Pausc räge dieses Erlasses 
; . sind Höchstwerte. Sie- dürfen nach den Vor- 
ke_ A Zr vom 78. Seplember 194%) _ schriften der Kriegswirtschaftsverordnung nur be- 
An alle Preisbildungs- und Preisüberwachungs- rechnet werden, wenn es die Kosten- und Ertragslage 
stellen im Reichsgebiet. des Betriebes zwingend erfordert. 
(Mitteilungsblatt I, Seite 437) Die Preisüberwachungsstellen dürfen ' niedrigere 
— Zuschlagssätze und Pauschbeträge festsetzen, wenn 
Vorstiehender Runderlaß des Reichskommissars die örtlichen Verhältnisse es zwingend erfordegn. 
für die Preisbildung — veröffentlicht im Mitteilungs- 5. Soweit durch diesen Erlaß für einzelne Arten 
blatt des Reichskommissars für die Preisbildung, von Bauleistungen keine Zuschläge und Pauschbeträge 
Teil I, Ausgabe A, Nr. 40 vom 2. Oktober 1944 — festgesetzt sind, dürfen die Betriebe, die derartige 
wird zur Beachtung bekanntgegeben. Bauleistungen ausführen, die am 24. Juni 1939, dem 
“am Auft Zeitpunkt des Inkrafttretens der Baupreisverordnung, 
m AUTAgE. zulässigerweise berechneten Zuschläge gemäß $S 7 
Dr. Rendschmidt Abs, 3 der Baupreisverordnung nicht überschreiten. 
6. Durch die Zuschläge bzw. Pausehbeträge sind 
sämtliche dem Unternehmer bei der Ausführung der 
Ss 1 . ; Tr 
Hoch/BauWi A 32 12. 10.1944? Stundenlohnarbeiten - entstehenden Gemeinkosten so- 
11/20 au . . wie Gewinn, Wagnis und Umsatzsteuer abge polen 
Fernruf: Stadtverw. 2540 jesbesondere va die Aufwendungen für Urlaub, 
=. 5 eiertage, Krankheit, betriebliche Störungen und dgl,, 
FE NT w 1/0215 8 sowie ferner die Kosten für Handwerkszeug, Klein- 
ernruf: Stadtverw. 2115 geräte un erüste mit einer Arbeitsbühne bis zu 
; 3 m Höhe. 
An die Bezirksbürgermeister K na ; 
die Dienststellen der Hauptverwaltung mit techn. 7. Gegen Nachweis dürfen gesondert in Rech- 
_ Betrieben . nung gestellt werden: 
die städt. Eigenbetriebe a) Lohnzulagen, wie Wegegelder, Trennungsentschä- 
die städt. und überwiegend städt. Gesellschaften digungen, Einsatzgelder, Unterkunfts- und Ver- 
‚and | . pflegungsgelder,‘ Kosten der Familienheimfahrten 
die LS-Baugruppe Stadt — LS Raumbau: —. und Familienbesuchsfahrten sowie der An- und 
Zuschläge und Pauschbeträge Rückreise, soweit sie gesetzlich zulässig sind. 
NE ‚ b) Kosten des Transportes und gegebenenfalls der 
für Stundenlohnarbeiten in’ der-Bauwirtschaft Bewachung der unter Ziffer 11 genannten Arbeits- 
Auf Grund der 888 und’14 der Verordnung über .XTäfte zu und. von der Baustelle. 
die Baupreisbildung Baupreisverordnung) vom 16. Juni Auf die Kosten unter a und b ist nur ein Zuschlag 
19391) (RGBI S. 1041) bestimme ich für die Preisbil- für Umsatzsteuer zulässig. ” 
dung bei Stundenlohnarbeiten folgendes: 8. Grundlage der Zuschlagsberechnung sind in 
We erster Linie die Lohnkosten, daneben die Stoffkosten 
*)“Mitt.+Bl. I, S. 233. sowie -die Kosten der Gerätevorhaltung 
Achtet auf sparsamsten Materialverbrauch'
	        
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