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Volume 16. Juni 1944

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1944 (Public Domain)

Dienstblatt LSeite 35 
Nr. 26 
Teil all Haupthochbauamt, Hauptplanungsamt 
Ausgegeben 16. 6. 1944 
Inhalt: 
Nr. 26 Richtlinien über die Fürsorge für die Gräber der Kriegsgela ehe des jetzigen Krieges 
au den nicht reichseigenen Friedhöfen und über die estaltung von Kriegergräber- 
anlagen. .. Seite 35 
Nr. 27 Wohnungstausch . . Seite 37 
Nr. 25 Berechnung des Unternehmerzuschlages für Arbeiter, die vom Bauherrn kostenlos bei- 
gestellt werden . . . . Seite 37 
Nr. 29 Unfallheilverfahren Seite 37 
rischen oder anderem künstlerischen Schmuck beab- 
H1/26 Pla VI B 1 56 1044 | sichtigt ist, der entscheidenden Begutachtung des Gene- 
Fernruf: Stadtverw. 2704 ET  D ae EP der deutschen Krieger- 
riedhöfe. urc) underlaß des RMdI vom 12, 5 
An die Bezirksbürgermeister. 1944 — 1 8091/44 - 6166 A — Ministerialblatt des 
Richtlinien über die Fürsorge für die Gräber Nr. 20 7om 10. 5 Ob Ta niet auf die GenauGste 
der Kriegsgefallenen des jetzigen Krieges auf Beachtung des vorerwähnten Runderlasses vom 27. 4. 
. . . . N 1943 hingewiesen worden. Etwa von der Bezirksver- 
den nicht reichseigenen Friedhöfen und über die waltung aufgestellte Entwürfe über Ehrenabteilungen, 
Gestaltung von Kriegergräberanlagen Ehrenmale und Gedenkstätten bitte ich mir zunächst 
Die in der Verfügung ‚DDiensthlatt. Teil IM Nr. 123 zu dem Geschäftszeicher Pla VII B 1 vorzulegen. 
vom 30. 10. 1942 aufgeführten Richtlinien über die Zu Ziffer 13: 
Fürsorge für die Gräber der Kriegsgefallenen auf Notwendig werdende Umgestaltu Kri 
den nicht reichseigenen Friedhöfen vom 14. 7. 1942 gohrenstätten  Sder die Neuanle e solcher Station 3 ir 
sind durch neue Richtlinien (vgl. Runderlaß des q; ; 8 RE 
 RMdI vom 1. 12.1945 — 1 20048 1 66 An die bestatteten Krieger aus dem 1. Weltkriege sind 
Minister Ialblal ur Reiche nd N ag hen Ministe- EEE, bis_nach Beendigung des Krieges zur 
riums des Innern Nr. 49 vom 8. 12. 1943) ersetzt wor- . 
den. Nachdem nunmehr auch eine Entscheidung über 7, Ziffer 18: 
die Beschaffung von Grabzeichen für die gefallenen . . 
und verstorbenen Wehrmachtangehörigen ergangen Die Forderung auf Bepflanzung der Gesamt- 
ist, bitte ich, in Durchführung der Richtlinien Fol anlagen mit bodenständigen Gehölzen ist genauestens 
ımarke_ gendes zu beachten: zu beachten, 
I. Bestattung verstorbener Wehrmachtangehöriger Zu Ziffer 20: 
Zu Ziffer 4: % en da eu u Khrengräbfelde nn A 
undsaätz x o € 
Wehrmachtangehörige, die durch Selbstmord N Un Grabbeeten bitte eur abruschen: LA 
starben, erhalten kein Kriegergrab; sie sind also nicht 
in den Ehrenabteilungen des Friedhofes zu bestatten. Zu Ziffer 21: 
Den Angehörigen ist auch keine Gebührenfreiheit Um di hlich ürdi d einheitliche PX 
nach der Verfügung Dienstblatt Teil III Nr. 37 vom 1. Th} N ra On N Yalll ne —n NO 2b ht 
1. 4. 1941 zu gewähren. vielmehr sind die vollen Ge- der Ehrengrabste en ee ara vw“ bh en ) 
bührensätze der Friedhofsgebührenordnung in Rech- N Dies Marchwre zu" bepflanzen; KB N DÜANZUDE mil 
nung zu stellen. ; e . . ? 
& z . also nicht nur an den Seiten des Grabhügels, sondern 
Diese Einschränkungen entfallen jedoch dann, auch auf der Hügeloberfläche vorzunehmen. Dadurch 
wenn trotz des Selbstmordes die höhere Militärdienst- übri i i i i il bi 
volle ein Kri b kannt. hat erübrigt sich bis auf weiteres die zum Teil bisher 
stelle ein Kriegergrab zuerkannt hal, üblich gewesene mit Rücksicht auf die gegenwärtigen 
Zu Ziffer 5: Personalverhältnisse usw. aber kaum noch durchzu- 
D Bestreben. di torb Weh a (ahrendn Frühjahrs-, Sommer und Herbstbepflanzung 
as estreben, die verstorbenen ehrmacht- de äber mit blühenden anzen. 
angehörigen möglichst auf einer gemeinsamen An- HA 
lage zur MZLOn A Te ist wejtestgehend Zu Ziffern 24—30: 
zu unterstützen. je Hinterbliebenen sind daher in . . n . - n 5 
jedem Falle auf die Ehrenstätte der Standortverwal- © ST sind NN die Den mo rlänfige 
tung an der Lilienthalstraße hinzuweisen. Wird dant te % haft wo rd N ach A unit d KOM. 
jedoch aus stichhaltigen Gründen die Beisetzung auf antur beschafft worden. Nach Auskunkt' Per. "2005 
einem städtischen Friedhof gewünscht, so ist diese mandantur Berlin ist diese dazu nicht mehr in der 
deli 5 ; N Lage. «Ich beabsichtige daher, mit der Bildhauer- 
möglichst. in den Ehrenabteilungen vorzunehmen. um ; f ; 
spätere Umbettungen zu vermeiden * und Steinmetzinnung. oder mit dem Gauhandwerks- 
> meister wegen der Lieferung von endgültigen Grab- 
Zu Ziffer 10: Zeichen aus Stein zu verhandelt Dm CD Öberblick 
über den derzeitigen Bedarf der Stadt an solchen 
Nach dem Runderlaß des RMdI vom 27. 4. 1943 — Grabmalen zu gewinnen, bitte ich um Mitteilung, 
VI in SO - en ein (inisterinlDlett IDDGrE Ver- wieviel Gräber Gn Wehrmachtangehör 180m ne 
waltun ite rien Neuanlagen von Krieger- nicht mit einem Grabzeichen versehen sin er die 
friedhöfen ‚auf den Ehrenfeldern,  eren Fassungs- Angehörigen nur eine Pauschalsumme von 150,— RM 
vermögen voraussichtlich 900 Grabstellen überschrei- [ür die Beschaffung des Sarges und. für die sonstigen 
en Ada Sowie Ehrenmale und Cedenkst euer: deren Kr An EDEN a ( auch VE 
aukosten die Summe von ; „— übersteigen, vom 27. 8: jenstblatt 7; so daß die Be- 
oder deren wesentliche Gestaltung in der Verwendung schaffung von Grabzeichen der Gemeindebehörde ob- 
von figürlicher Plastik oder monumentalem bildhaue- liegt. Bei der Ermittlung der fehlenden Grabzeichen 
Achtetaufsparsamsten Materialverbrauch!
	        
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