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Volume 7. Mai 1941

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1941 (Public Domain)

D Seite 52 | 
Nr. 23 
re 4 nus den in dieser Form errechneten und fesigesehien 3-42. 
vrdsäßen erhalten die Gefolgichastsmitglieder im Uier 1. Der Lohn ist wöchentlich spätestens am Freita 
von 46 bis 13 Jahren 85,.0.H. während ver Mreitgeit ober 2m Er tibaren Aeschlen 
5. Die Akkordsäße sind als richtig festgesezt anzusehen, daran zu zahlen und abzurechnen. Dabei ist dem Gefolg- 
wenn die betreffende Arbeitergruppe innerhalb eines Monats schaftsmitglied eine Mnaue Abrechnung zu übergeben, die 
im Durchschnitt den Akkordrichtsaß erreicht. eine Übersicht über Lohnzulagen und Abzüge enthält. 
Entstehen nachträglich über die Richtigkeit eines Akkord- 2. Stehen der wöchentlichen Lohnzahlung betriebliche 
sazes Zweifel, so hat der Betriebsführer oder sein Beauf- Umstände entgegen (3. B. bei Akkordarbeit), jo kann nach 
tragter sie unter Hinzuziehung eines an der Akfkordarbeit Beratung im Vertrauensrat die 14tägliche oder monatliche 
beteiligten erfahrenen Arbeiters und eines möglichst sach- Lohnzahlung eingeführt werden. In diesem Fall ist nach 
verständigen Vertrauensratsmitgliedes nachzuprüfen. Eine Ablauf jeder Lohnwoche eine Abschlagezahlung von etwa 
Nachprüfung des Akkordsakes ist u. a. vorzunehmen: 80 v. H. des bis dahin verdienten Lohnes zu zahlen. 
a) bei Änderung des Zeitlohnes (Akkordlohn); g 13 
b) bei Änderung des Arbeitsganges oder der Art des . As . : 
Materials bzw. des Steinstandes über den Rahmen der ... Bei Berechnung des regelmäßigen Arbeitsverdienstes im 
gewöhnlichen, laufend vorkommenden Veränderungen Sinne der Ziffer 1 der Anordnung zur Durchführung des 
hinaus, die sich auf die Arbeitsleistung auswirkt; Vierjahresplanes über die Lohnzahlung an Feiertagen vom 
c) bei technischen Verbesserungen; 3. Dezember 1937 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 280 vom 
tee . ngen; N 4. Dezember 1937) ist die regelmäßige Arbeitszeit des aus- 
d) bei für neuartige Arbeiten versuchsweise festgesezten gefallenen Tages zugrunde zu legen. Dabei ist für Zeit- 
Akkordsäen nach Einarbeitung der Gefolgschaft; lohnarbeiter der tatsächliche Stundenlohn, für Akkord- oder 
2) bei wesentlicher Änderung in der Stückzahl gleichzeitig Prämienarbeiter der Durchschnittsstundenverdienst des letzten 
anzufertigender Teile. abgelaufenen Kalenderjahres, bei Neueingestellten der der 
j Das“ Reih: .. Mehrheit das Veriritenzates ai An- lezten Lohnperiode maßgebend. 
rufung des Reichstreuhänders der Arbeit gemä es . 
Geseßes zur Ordnung der nationalen Arbeit wird durch V. Arbeitksunterbrehung und Arbeitsversäumnis. 
dieses Verfahren nicht ausgeschlossen. 8 14. 
6. Der Akkordlohn eines einzelnen mit Akkordarbeiten | Soweit nicht nachstehend etwas anderes bestimmt ist, 
beschäftigten Gefolgschaftsmitgliedes darf im laufenden Lohn- wird Lohn nur für die Zeit vergütet, während der gearbeitet 
abrechnungsabschnitt nicht unter den für seine Fach- und wird. 
Altergruppe neitgeschten tariflichen Beitiohn finten, jofern g 15 
je Gründe des nderverdienstes n nachweisbar in . en 90 m 
seiner eigenen Person liegen. | Muß die Arbeit für die Gefolgschaft oder einen Teil 
2 | | . derselben wegen Maschinenstörung, Kohlen-, Strom-, Wasser- 
7. Die Akkordsätze und Bedingungen sind den Akkord- mangel oder aus ähnlichen Gründen (nicht Witterungs- 
arbeitern vor Beginn der Arbeit schriftlich mitzuteilen oder einflüsse) unterbrochen werden, so ist der Verdienstausfall 
durc< Aushang in der Betriebsabteilung bekanntzugeben. im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten durc< Nachholen 
8. Werden Gefolgschaftsmitglieder, die ständig im Akkord dex gusgefallenen Urbeitszeit oder ähnliche, Maßnahmen 
arbeiten, wegen ihrer besonderen Eignung vorübergehend 273Uwenden. Zu diesem Zwe kann der Führer des Be- 
= bis zu 14 Tagen -- mit Zeitlohnarbeit beschäftigt, so er- triebes nach Beratung im Vertrauensrat die zuschlagfreie 
halten sie in dieser Zeit ihren durchschnittlichen Akkord- Nachholung der ausgefallenen Arbeitszeit innerhalb eines 
verdienst des lezten abgeschlossenen Kalendervierteljahres. Zeitraumes von 14 Tagen anordnen. | 
Werden sie aus Mangel an Akkordarbeit oder wegen Ein -Gefolgschaftsmitglied, das durc< eine nicht vorher 
dringender Betriebsbedürfnisse vorübergehend =- bis zu vorauszusehende Störung an seiner üblichen Arbeit ver- 
14 Tagen == mit Zeitlohnarbeit beschäftigt, so erhalten sie hindert ist, ist verpflichtet. andere ihm zugewiesene Arbeit zu 
in dieser Zeit den Akkordrichtsaz. Nach Ablauf der 14tägigen übernehmen.- 
Übergangszeit ist der für die ausgeübte Tätigkeit zuständige | Ist eine solche Regelung nicht durchführbar, so haben 
Lohn zu zahlen. die betroffenen Gefolgschaftsmitglieder Anspruch auf Lohn 
Handelt es sich bei dem Übergang von Akkordarbeit auf für die Hälfte der ausgefallenen Arbeitszeit. ginnt die 
Zeitlohnarbeit um einen sich regelmäßig wiederholenden Unterbrechung mehr als 3 Stunden vor Schichtende, so haben 
durch die Betriebsverhältnisse bedingten Wechsel, so ist mit sie einen Anspruch auf Ersa von mindestens 3 Stunden 
Beginn der Stundenlobnarbeit nur der Stundenlohn zu rbeit5ausfall. 
bezahlen. . Ist die Schicht so rechtzeitig abgesagt, daß dem Gefolg- 
Die vorstehende Regelung findet entsprechend An- sc<haftsmitglied schon vor Antritt des Weges zur Arbeitsstätte 
wendung bei dem Übergang von Prämien- auf Zeitlohn- der bevorstehende Arbeitsausfall bekannt wird, so entfällt 
arbeit sowie bei dem Übergang von höher bewerteter zu der Anspruch auf Vergütung. 
niedriger bewerteter Arbeit. 8 16 
9. Für jugendlihe Gefolgschaftsmitglieder unter 4 03 . , ; 
16 Jahren und für Lehrlinge im 1. und 2. Lehrjahr ist Arbeitsversäumnis und Arbeitsausfall. 
Akkordarbeit nicht zulässig. L 
10. Auf Grund der Verordnung über die Lohngestaltung 1. a) Wird das Gefolgschaftsmitglied infolge Erkrankung 
vom 25. Juni 1938 (RGBl. 1 S. 691) bestimme ich, daß die am Arbeiten verhindert, so erhält es nach dreimonatiger 
Akkordsäge dem Reichstreuhänder der Arbeit zur Nach- Betriebszugehörigkeit folgenden Zuschuß zum Krankengeld: 
rüfung vorzulegen sind, wenn der Durchschnitisverdienit in der 2. und 3. Krankheitswoche (vom 8. Krankheitstage 
er im Akkord arbeitenden Gesolgschaftomt glieder einer an) je Kalendertag einen Nettostundenlohn als Zu- 
Zätigfeitsgruppe, annerpalh es ? outs den jenistichen schuß zum Krankengeld, 
tundenlohn einschließlich etwaiger Erschwerniszuschläge um in der 4. Krankheitswoche je Kalendertag den Nettolohn 
mehr als 40 v.H. überschreitet Dabei sind die tatsächlich für 2 gerautheitemoe Zuschuß DE Krankengeld, 
erzielten Verdienste der einzelnen Gefolgschaftsmitglieder in der 5. und 6. Krankheitswoche je Kalendertäg den 
gugeven. LC Nettolohn für 4 Arbeitsstunden als Zuschuß zum 
Diese Bestimmung darf nicht zum Anlaß genommen Krankengeld, jedoch nicht über die Dauer des Arbeits- 
werden, Akkordsäze zu senken, die auf richtiger Grundlage verhältnisses hinaus. 
aufgebaut sind. Die Zahlung des „Zuschusses? erfolgt mit der Einschrän- 
11. Die Vorschriften der Ziffern 1 und 2, 4 bis 7 und 10 kung, daß das Gefolgschaftsmitglied an Krankengeld und 
finden auf die Aftordsäte keine Anwendung, die in der Zuschuß zusammen in der 2. bis 4. Woche höchstens 75 v. H. 
reic<s- und bezirkstariflichen Akkordregelung enthalten sind. und in der 5. bis 6. Woche 90 v. H. seines Nettolohnes erhält. 
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