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Volume 13. Oktober 1934

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1934 (Public Domain)

nungsnummer zu ordnen und die Betriebsblätiter nach den pflichtige müssen in Spalte 2 der Urliste 1 die Bezeich- 
(aufenden Nummern der Hausliste zu legen. nung, „Stk.“ oder ein „+“ tragen. 
Tür jeden Steuerbezirk und jede Abteilung ist eine be- Keine Steuerkarten erhalten Waisengeld beziehende 
onder“ Liste Welte Da für die Urlisten II und II minderjährige Kinder, soweit sie am 10. Oktober 1934 
ein einheitlicher Vordru> Verwendung findet, ist der nicht noch nicht 18 Jahre alt sind (Erlaß des Reicmsministers 
zutreffende Teil der Aufschrift auf den Titelbogen zu der Finanzen vom 25.9. 34, G. 2230--88 3. 
treichen. In allen zweifelhaften Fällen hat die Aussc<hreibung 
einer Steuertfarte zu unterbleiben. Der Antrag des 
IL. Bei der Eintragung in die Urlisten Il und I1 ist Steuerpflichtigen ist in solchen Fällen abzuwarten. 
folgendes zu beachten: b) Auf Stund dir RersononstandSuusunhne ist auf der 
. . teuerkarte für nur die efrau des Steuer- 
a) Die durch die Kataster- bzw. Ordnungsnummern be- pflichtigen und die Zahl seiner minderjährigen Kinder 
stimmte Reihenfolge der Häuser und die „durch die zu vermerken. Die Zahl der volljährigen Kinder bis 
Hausliste bestimmte Reihenfolge der Betriebsblätter zu 25 Jahren, die auf Kosten des Arbeitnehmers für 
muß bei den Eintragungen in die Urlisten I1 und II] einen Beruf ausgebildet werden, ist erst auf besonde- 
eingehalten werden. ren Antrag von der Gemeindebehörde des Wohnsitzes 
Bei jedem Grundstü> sind zunächst die Haus- oder einzutragen. 
Grundbesizer aus der Hausliste in die Urlisten II c- Die Zahl der Hausgehilfinnen wird auf der Steuer- 
oder II zu übernehmen, falls die Nußung des karte für 1935 von der Gemeinde nicht vermerkt. Die 
Grundstü>s einer Körperschaft, Vermögensmasse oder Berücksichtigung erfolgt durch Eintragung eines steuer- 
mehreren physischen Personen zufließt, im Anschluß freien Betrages vom Finanzamt. 
haran erst die Steuerpflichtigen aus den Betriebs» 4) 7;, Stoyuerkarten müssen die Steuerbezirks- und Ord- 
tern. nungsnummer tragen, unter denen die Steuerpflichti- 
Die Ordnungsnummern (Spalte 1a) müssen, für jede gen in Spalte 2 der Urliste eingetragen worden sind. 
Urliste gesondert, bis zum Schlusse des Steuerbezirks Die übrigen Angaben im Kopfe der Steuerkarte müssen 
laufend, durc<geführt werden. mit der Eintragung in der Urliste übereinstimmen. 
! : | . Außerdem ist das Religionsbekenntnis des Steuer- 
Die Nummern, unter denen die Eintragungen in pflichtigen und seiner Ehefrau auf der Karte zu ver- 
Spaise Z Mien Urliste gemacht wööen jinh, sind merken. 
auf der Vorderseite der Hausliste oder auf dem Betriebs- | : ain 
: :; ; e; Zur Erleichterung der Behändigung der Steuerkarten 
blatt in der dafür bestimmten Spalte zu vermerken. ist die Lage der Ronaung jedes Steuerpflichtigen und 
Zur Unterscheidung der Abteilung, in die die das Sto>werk in abgekürzter Form auf die Steuer- 
Eintragung bewirkt worden ist, muß die Urlisten- karte aufzutragen. Es sind hier dieselben Abkürzungen 
nummer vor der Ordnungsnummer 'angegeben werden. zu übernehmen, die für Spalte 2 der Urliste I vor- 
Ist 3. B. ein Steuerpflichtiger unter der laufenden geschrieben sind. Bei Untermietern ist außerdem an- 
Aena 30 zi die Urliste : engeiraen wonder, dann zugeben, bei wem sie wohnen. 
ist auf der Vorderseite der Hausliste oder im Betriebs« 14 D;,s Ermäßi die 5 4.“ 7; 
4 gungen, die dem Steuerpflichtigen für 
blatt der Vermerk aufzunehmen „11/10“. seine Haushaltungsangehörigen zustehen, müssen sich 
4) Die Spalten 1b und 8 bis 11 werden vom Finanz- aus den Angaben in den Spalten 5 a bis c und 14 der 
amt ausgefüllt. Urliste errechnen lassen. 
33 Die Eintragungen in die übrigen Spalten sind, dem g) Um Fälschungen zu verhüten, sind die für die Ein- 
Bördruct Misprechend, von der Gemeindebehörde zu ff erehenen Räume bei unverheirateten oder 
dew Eh Bei Stun d stüten, deren a6ung mehreren kinderlosen Steuerpflichtigen nicht zu durchstreichen, 
die Grundstü>sbezeichnung anzugeben, 3. B. „Grund- sondern mit den Worten „nein“ bzw. „keine“ aus 
stü> Magdeburger Straße 1“, und in Spalte 4 ein- zufüllen. 
zutragen „Grundbesitz“ h) Der Name des ausfertigenden Beamten ist leserlich 
.. Unvollständige Angaben in den Haus- oder Betriebs5- zu schreiben. 
listen sind tunlichst vor der Aufnahme in die Urliste II Im Auftrage 
oder III nach dem Grund- oder Gewerbesteuermaterial Madensen. 
oder dem Handelsregister zu vervollständigen. . ; 
" R An die Herren Bezirksbürgermeister -- Steueramt =. 
2) In Spalte 5 sind unter a die einzelnen Inhaber der 
handelagerählih, eingetragenen Firmen obe die er T 
ißer des Grundstücks namentlich aufzuführen un IN anmwmmmmmnumen „ m 
der Spalte 5 b deren Wohnung genau zu bezeichnen. - IX / 90 | Falsche 5 RM-Stüce 
Die Eintragungen unter b, c und d sind zutreffenden === der neuen Ausprägung, * m 
falls dem Vordruck entsprechend zu bewirken. Können und zwar mit der Potsdamer Garnisfonkirc<he 
diese Angaben auch unter Zuhilfenahme des Grund- ohne 21. März 1933. 
oder Gewerbesteuermaterials oder des Handelsregisters * 
nicht gemacht werden; Donn ist wenigstens die aur Ver- -- Gesch.-Z. Fin. IV 6. Fernruf: Stadtverw. 2210. -- 
tretung des Steuerpflichtigen gegenüber der Steuer- . . 
behörde befugte Person namentlich zu bezeichnen und Jahreszahl und Münzzeichen: 1934/A. 
deren Wohnung anzugeben. Legierung und Herstellungsart: Gepräge aus einer Sil- 
ber-Kupferlegierung vom durchschnittlichen Feingehalte 
E. Steuerfarten. 925/000, also höher als der Feingehalt der echten Stücke 
von 900/000. Die zur Prägung verwendeten Stempel 
a) Stetertarten sind ausfielen für sämtliche, im Zir sind freihändig mit nicht gewöhnlichem Geschi> graviert. 
punkt der Personenstandsaufnahme in Ber in wohn- 3 : 
haften oder sich aufhaltenden Arbeitnehmer, gleich- Borkommen: Berlin. 
gültig, ob sie zu dieser Zeit in einem Arbeitsverhältnis Besonders auffällige Kennzeichen: Dieser Falschstüktyp hat 
stehen oder nicht, und ob der Steuerabzug durch Ver- einen sehr guten, metallglänzenden Gesamteindru> und 
wendung von Steuermarken oder durch Barabführung weicht bei oberflächlicher Betrachtung in seiner Gesamt- 
bewirkt werden soll. Steuerkarten sind daher aus- wirkung, besonders auf der Kirchenseite, kaum von den 
zustellen für alle Personen, bei denen aus den An- echten Stücken ab. Die Falschstüke haben ohne auffällige 
gaben in den Spalten 9 oder 11 der Haushaltungslisie Abweichung das Gewicht der echten Stücke von 13,89 g, 
zweifelsfrei hervorgeht, daß sie Arbeitslohn im Sinne haben den richtigen Durchmesser von 29 mm, sind gleich“ 
des Einkommensteuergeseßes beziehen. Solche Steuer- mäßig rund ausgestanzt und gut gebeizt; sie sind auf den 
100
	        
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