Path:
Volume 17. September 1932

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1932 (Public Domain)

12 
gg) Die Erstattungen sind in einer besonderen Er- der Aufrechnung der Monatsspalten des Beleg- 
stattungsnachweisung, in die die Namen der umschlags sind die andersfarbigen Eintragun- 
Mieter einzutragen sind, zusammenzustellen. gen mit aufzurechnen und nach Dienstblatt IX 
Die Belege sind häuserweise zu ordnen und bei 1932 Nr.50 Abschnitt E Ziffer 6 in der be- 
den einzelnen Häusern, für die die Sollbuch- sonderen Spalte des Einnahmebuchs in rot mit 
ordnung gelten soll, in der Reihenfolge der Ein- der Gesamtsumme zu verbuchen. Gleichzeitig 
tragung in den Belegumschlag in die Nach- ist im Einnahmebuch an Stelle der Verbuchung 
weisung einzutragen. In einer weiteren Spalte bei einer anderen Steuerart der im Beleg- 
ist die Summe für jedes Haus zu ziehen, damit umschlag andersfarbig gebuchte Betrag in die 
die Absetzung bei den einzelnen Grundstücken Hauszinssteuerspalte in schwarz umzubuchen. 
nach hh festgehalten wird. Die Erstattungs- Die bei abgelösten Häusern der Wohlfahrts- 
nachweisungen sind von einem Rechnungs- verwaltung zu erstattenden Beträge sind in die 
beamten rechnerisch festzustellen. Dieser Be- nach gg aufzustellende Erstattungsanweisung 
amte hat auch zu prüfen, ob die bei der Kasse mit aufzunehmen und vom Hauszinssteuer- 
eingegangenen Erstattungsansprüche (vgl. aufkommen abzusetzen. Eine Rotbuchung dieser 
unter bb) in die Erstattungsanweisungen auf- Beträge in der Istspalte des Sollbuchs findet 
genommen worden sind. nicht statt, weil das Hauszinssteuerkonto ge- 
Die Summe der in einem Monat in anders- löscht und eine Vereinnahmung dieses Betrages 
farbiger Tinte in den Belegumschlag eingetra- im Sollbuch nicht erfolgt ist. In der Be- 
genen Beträge deckt sich mit der Summe der merkungsspalte des Einnahmebuchs ist auf die 
betr. Monatsspalte der Erstattungsnachwei- Erstattung an die Wohlfahrtsverwaltung zu 
sungen. verweisen. 
hh) Der zu erstattende Betrag ist im Einnahmebuch Il) Dem Steuerschuldner und dem Mieter ist bei 
bei der Hauszinssteuer in einer Summe in rot den abgelösten Häusern, bei denen die Miet- 
abzusetzen. In der Istspalte des Sollbuchs ist beihilfe auf Grund des Art. II 83 der Haus- 
der entsprechende Teilbetrag bei den einzelnen zinssteuerverordnung wieder auflebt, ein Be- 
Grundstücken in rot zu buchen. hr uote a ECT Uea sn 
Die E un es i ch Absetzun Vordrucks eV. x 47 (Stundungsbeschei 
auf ln er na ah uDd bei Bedürftigkeit eines Mieters — Übergangs- 
auf ein bei der Bezirkskasse anzulegendes zeit —) zu erteilen. 
Konto, das die Wohlfahrtsverwaltung den mm) Beispiel für die Verbuchung im Belegumschlag. 
Steuerkassen mitteilen wird, zu überweisen. (Die Beispiele 2 und 3 gelten für 2b.) 
ii) In Häusern, bei denen die Hauszinssteuer ab- Für Mieter Schulze waren für April, Mai, 
gelöst worden ist, darf für die Monate, für die Juni je 10,— RM gestundet; er stand in öffent- 
eine Mietbeihilfe vom Wohlfahrtsamt gewährt licher Fürsorge; das Wohlfahrtsamt hat Mit- 
worden ist, dem Eigentümer die Mietbeihilfe teilung nach 1 b (aa) — Junifälle — (vgl. unter 
nach Art. II 83 der Hauszinssteuerverordnung BI1b) gemacht. 
(vgl. Dienstblatt IX 1932 Nr. 50 Abschnitt E) Für Mieter Müller waren für April, Mai, 
nicht gewährt werden. Für diesen Zeitraum Juni je 15,— RM gestundet. Er stand nicht in 
kann eine Verrechnung bei einer anderen öffentlicher Fürsorge; das Wohlfahrtsamt hat 
Steuerart daher nicht erfolgen. Mitteilung nach 2b (aa) — Erstattungen zu 
ü z ihilfe: Junifällen — (vgl. unter B I2b) gemac t. Für 
x Art Us T ee De En NO ln ung Juli/August (September) ist eine Mietbeihilfe 
Dienstblatt IX 1932 Nr.50 Abschnitt E) zu von je 15,— RM gezahlt worden. m 
führenden Belegumschlag ist der an die Wohl- Für Mieter Schmidt (wie vor bei Mieter 
fahrtsverwaltung zu erstattende Betrag eben- Müller); es ist jedoch nur eine Mietbeihilfe von 
falls in andersfarbiger Tinte einzutragen. Bei je 10.— RM mtl. gezahlt worden. 
Name Velede ON Ge Betrag des gestundeten Hauszinssteueranteils für die Monate 
mict- = x x . 
Lta, des Ro male Stamlet April Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt, | Nov. Th Jan. |robr| März San 
Nr. 2at R a ı m ı 
‚Mieters ? ‚von| vis AA) 4 | | | | 1 R’ Er Da A 
1 2 " 6 7 8 9 19 | 11 BB 
1 ) Schulze 10/— ze 10— 10 :E 10 usw 
2 * Müller 15/—| 15 151— Zn 15/—| 15 
1: A a Zn 10 —| 10— 
3. Schmu’' 15/— m 15/— ö + 10 u: 
SB = LS ZZ =. 
Für Schmidt kann, wenn der September noch als Übergangsmonat gilt, für September nochmals der Betrag von 15,— AM gestundet werden). 
3; a) Stundung für neue Fälle (vgl. auch unter B12a).: währt werden müßte, wenn der Mieter die Ad 
25V Es handelt sich hier um Mieter, die im Juni NE en MD mer (Steuerschil 
nicht in öffentlicher Fürsorge standen, für die . 
aber die Hauszinssteuerstundung bereits im bb) Die Steuerkasse hat, wenn der Hauszinssteuer- 
Juni gewährt war, bzw. für die die Hauszins- anteil niedriger ist als der vom Wohlfahrtsamt 
Steuerstundung neu gewährt wird. Für die angegebene Betrag, die Hauszinssteuer bei 
Wohlfahrtsverwaltung sind dies neue Unter- Mietern, für die bereits im Juni Stundung der 
stützungsfälle. Hauszinssteuer gewährt war, vom 1. 7. ab in 
Das Wohlfahrtsamt teilt der Steuerkasse der bis Juni gewährten Höhe weiter zu ge- 
mit Vordruck Wohlfahrt B. A. B. 20 (Bescheini- währen. Bei Mietern, die für Juni keine Stun- 
gung — Hauszinssteuerstundung) unter An- dung hatten, ist die Stundung von dem Zeit- 
gabe des Namens und der Wohnung des Mie- punkt ab zu gewähren, den das Wohlfahrtsamt 
ters den Betrag mit. der als Unterstützung ge- in seiner Mitteilung angibt. Das Wohlfahrts-
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.