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Volume 9. März 1935

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1935 (Public Domain)

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schaft der Wassersportvereine die östlichen Gewässer Organisationen entweder in das Eigentum der Stadt 
(Spree mit Müggelsee, Dasme mit Langer See und über oder sind =- falls sie mit städtischem Grund und 
Seddinsee). Boden fest verbunden sind und von der Stadt nicht 
Der Oberbürgermeister behält sich eine Ausdehnung als Eigentum beansprucht werden -- auf Kosten der 
oder Einschränkung der Arbeitsgebiete vor. Organisationen zu entfernen. Der Wert übernommener 
Das Gebiet der Innenspree von Köpeni> bis Rettungseinrichtungen ist von der Stadt nur insoweit 
Spandau sowie die Kanäle und Hafenanlagen, die durch zu entschädigen, als die Einrichtungen nicht aus städ- 
Auslegen von Rettungsringen und -kähnen gesichert tischen Mitteln beschafft worden sind. 
sind, gehören nicht zum Betätigungsgebiet der beiden 12. Wegen der auf dem stadteigenen Gelände in Saat- 
mit dem Wasserrettungsdienst betrauten Organisationen, winkel vom Arbeiter-Samariter-Bund errichteten Ge- 
doch kann der Oberbürgermeister die Übernahme des bäude sind besondere Abmachungen mit dem Roten 
Wasserrettungsdienstes auch hier für besondere Ver- Kreuz getroffen worden. 
anstaltungen anordnen. 13. Ein Stück dieser Ordnung ist in allen Wasserrettungs- 
Der Wasserrettungsdienst dient dem Schutze der wasser- stationen sichtbar auszuhändigen. 
sporttreibenden und badenden Berliner Bevölkerung. Er 
besteht in der Beobachtung der Wasserfläche von ge- Dr. Sahm. 
eigneten Stüßpunkten am Ufer, nötigenfalls auch von „ 
den au Streife befindlichen gMptorreitüngsbnoten, in 
er Rettung der Hilfsbedürftigen un es Boots- 
materials durc) Motorreitungsboote und in der Leistung VII/102] Preis für Küchenabfälle. 
erster Hilfe in den als Hilfsrettungsstellen eingerichteten a. „2. „TIT 2. . Stadtverw. 4391, 
Sepunten, Er beginnt mit dem Anrudern der Gesch-Z: Ges NET Stadio 
Wassersportvereine im März/April jeden Jahres und 
dauert bis zum Abrudern im Oktober/November. Nach den amtlichen Notierungen des städtischen Vieh- 
Der Dienst ist zu leisten vom Sonnabend mittag bis und Schlachthofes beträgt im Monat Februar 1935 der 
Sonntag abend. Gesetlich festgelegte Feiertage gelten durchschnittliche Schweinepreis 
als Sonntage im Sinne dieser Ordnung. für 1 Pfund 45 Rpf, 
Falls es den Organisationen möglich ist, ist der für 1% Pfund 56 Rpf. 
Dienst auch an den Wochentagen während der Haupt- Auf Grund der Verfügung vom 28. 2. 1924 -- Ges. 26 =- 
zeiten des Wassersport- und Badebetriebes (Juni bis Dienstblatt Teil VII Nr. 53 Seite 53 beträgt der Mindest: 
August einschließlich), besonders während der Schul“ preis für 100 kg Küchenabfälle im Monat Februar 1935 rd. 
ferien, zu leisten. Er ist zu leisten, falls an Werktagen 0,79 RM. 
größere Veranstaltungen stattfinden. wr 
Wenn Krankentransportwagen benötigt werden, so Auf das Rundschreiben vom 25. 11. 1933 -- Ges. 1117 = 
sind diese ausschließlich beim Rettungsamt anzufordern. „Preise für Küchenabfälle“ wird Bezug genommen. 
Die Stärke der Besetzung der einzelnen Stationen richtet I. A. 
sich nach dem durchschnittlichhen Verkehr auf dem Wasser, Schulze 
d. h. sie kann zum Beginn und Schluß des Wassersport- * . 
betriebes schwächer sein als zu Zeiten des vollen Wasser- An die zentralverwalteten Krankenanstalten und die Herren 
sport- und Badebetriebes. Sie muß aber stets allen Bezirksbürgermeister. 
auftretenden Anforderungen gewachsen sein. 
Die innere Diensteinteilung, die Einrichtung, Unter- 1: 
valtung, der Betrieb und Ersatz der Eeungestationen Vv11/103 | Erstattung von Arztkosten. | 28. 2. 1935 - 
einschließlich aller Einrichtungen (au otorrettungs- 
boote) ist Sache der Organisationen. 95: TD Gesch.-3. Lawohl 2/39. Fernruf: Stadtverw. 4521. -- 
Die Organisationen erhalten für Leistung des Wasser- Bezüglich der Erstattung von Arztkosten in Fällen, in 
rettungsdienstes als Zuschuß eine jährliche Zuwendung denen sich bei der ärztlichen ersorgung der Hilfsbedürftigen 
durch die Stadt. Die Höhe der Zuwendung wird jähr- die Honorierung nach einem Kopspau <hale richtet, habe ich 
lich unter Berücsichtigung des Umfanges der Dienst- in der Dienstblattverfügung Teil VII Nr. 451/34, S. 337, an: 
leistungen und der entstandenen Unkosten durch den geordnet, daß den auswärtigen Fürsorgeverbänden die Arzt: 
Stadthaushaltsplan festgesetzt. Mit diesen Zuschüssen pauschalkosten zu erstatten sind, wenn diese die Gegen- 
sind die Sachkosten des Wasserrettungsdienstes (Instand- |eitigkeit anerkennen. Als Zeitpunkt für das Inkraft- 
haltung der Einrichtungen, Ankauf der Betriebs- treten dieser gegenseitigen Vereinbarungen bitte ich, den 
stoffe usw.) zu bestreiten. Personalkosten (Löhne, Ge- 1. 10. 1934 zugrunde zu legen. 
hälter usw.) sind darin nicht enthalten. I. V. 
Eine andere Entschädigung, insbesondere an die Spiewok 
Mitglieder der Organisationen für Dienstleistungen, wird p ' 
von der Stadt nicht gezahlt. An die Herren Bezirksbürgermeister 
Über die Verwendung der Zuschüsse braucht der o- 
find d gegenüber nicht Recznung gelegt ZU werden; | doch 
ind die Beauftragten des Oberbürgermeisters berechtigt, Verpflegungsfostensäte 1.3. 1935. 
ücher und Belege über die Verwendung der Zuschüsse [vn 104] , . Ee E: 
jederzeit einzusehen. für die Heime des Obdachs. 
Für Unfallschäden, . die bei | der Dienstleistung entsiehen, -- Gesch.-Z. Lawohl 3/98. Fernruf: Stadtverw. 4521. = 
aften die den Rettungsdienst ausübenden Organi- Auf Grund einer Entscheid des Bundesamtes füt 
sationen. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung ist das en wird die Dienstblatverfügung Teil VU 
von ihnen abzuschließen. Nr. 192/1934 dahin abgeändert, daß auswärtigen Fürsorge: 
Im Winter versehen die Organisationen im Bedarfs- verbänden für Kinder bis zu 16 Jahren, welche allein 
falle den Eisrettungsdienst. in eine Abteilung des Fiädtischen Dubach, Betreut worden 
. . . ; . hb. solche, welche von den In eren 
Der Dberbärgermeister und seine Beauftragten haben fern, auh nieht gleichzeitig im Obdach awer nd sind, ei 
der Organisationen. Der Dverbürgermeister hat ferner Jae er gungskostensag von 1,20 in Rechnung zv 
das Recht, Änderungen in der Organisation und im 6 - 
Ausbau des Wasserrettungsdienstes, die im öffentlichen I. V. 
Interesse liegen, zu verlangen. Spiewok 
„4. Im Falle der Übernahme des Wasserrettungsdienstes An die Herren Bezirksbürgermeister der Verwaltungsbezitk 
durch die Stadt gehen die Rettungseinrichtungen der, der Stadt Berlin. 
ZZ NISSES EN 
Drus: „Beret“ Berliner Anschlag- und Reklamewesen G. m. b.H., Berlin SW 19, Grünstr. 17/20.
	        
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