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Volume 8. Juni 1935

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1935 (Public Domain)

Dienstblatt ZT Angegeben 
8. 6. 1935 
Teil II-VIIL 217-220 
Teil II: Arbeit u. Gewerbe. -- Teil [kä : Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke -- Teil IV: Hochbau, Tiefbau, 
Baupolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät -- Teil V: Siedlung, Wohnung, Berkehr -- Teil Vi: Ernährung -- Teil VII: 
Allgemeine Wohlfahrt, Iugendwohlfahrt, Gesundheitswesen, Leibesübungen -- Teil VLC: Schule, Kunst, Bildung, 
Teil VI. 
[E.6.1935 7 Die Zahl der Afükräfte muß deshalb erheblich gesenkt 
VIL/217 Preis für Küchenabfälle. 4.6. 4935 » Werden. Zah! die durch den Abbau entstehenden Schwierig: 
-- Gesch.-Z. Ges. III 7. Fernruf: Stadtverw. 4391, App. 95. -- rg Die am EN An Ee bb Feet Ahnen 
Nach den amtlichen Notierungen des städtischen Vieh: Monate erstre>t. Jedoch muß die Herabsezung der Zahl 
und Schlachthofes beträgt im Monat Mai 1935 der dur< der Afükräfte so beschleunigt werden, daß 
schnittliche Schweinepreis am 30. 6. 1935 nur noch 12 000 (d. [. rd. 70% der am 
für 1 Pfund . .. . . 45 Rpf., 13. 5. 1935 tätigen Afükräfte), 
für 14 Pfund . . 57 Rpf. „ 30.7.1935 nur noch 10 000 (d. s. rd. 538% der am 
Auf Grund der Verfügung vom 28. 2. 1924 --- Ges. 26 -- 13. 5. 1935 tätigen Afükräfte), 
Dienstblatt Teil VII Nr. 53 Seite 53 beträgt der Mindest- y- 30.8.1935 nur noch 8000 (d. [. rd. 46% der am 
preis für 100 kg Küchenabfälle im Monat Mai 1935 13. 5. 1935 tätigen Afükräfte), 
0,79 RM. „ 30.9.1935 au noch 5000 (d. [. rd. 29% der am 
Auf das Rundschreiben vom 25. 11. 1933 =- Ces. 17 ... M235,252928 tätigen. Kfüfräfie) aufg 
„Preise für Küchenabfälle“ wird Bezug genommen. Afükräfte beschäftigt werden. Diese Termine müssen inne- 
gehalten werden. Die Senkung der Zahl der Afükräfte auf 
Saus 7000 eat Un etttnn Den Ei Ef ae Eb a 
<hulze. 7 | t en . Erst später wird 3 
übersehen sein, ob eine Lo>erung eintreten kann. 
An die zentralverwalteten Krankenanstalten und die Herren Um sicherzustellen, daß die en der Afükräfte in dem 
Bezirksbürgermeister. obenbezeichneten Umfange vermindert wird, bitte ich die 
rr Herren Bezirksbürgermeister, mit der Durchführung des 
Abvaues eine bessimmie Stelle: deren. Stellenzeichen Ich mie 
VI/ 2181 mitzuteilen bitte, zu beauftragen. iese Stelle hat dafür 
[v1/218] 218] Pflegestelle Hilde Wulff. [zr 9. 1935 zu orien, daß die Gejamtzoht der Asiiarbeiter, die im Be- 
I ; . 6. . ezir ig sind, zu den vorgesehenen Terminen 
Val Dh1. VII/34 Nr. 290 vom 30.6. 1934 entsprechend herabgesezt wird. Bei der Feststellung der 
= Gesc<.-Z. Lajug 2. Fernruf: Stadtverw. 4521. --- Gesamtzahl und des Umfangs des vorzunehmenden Abbaues 
Ich habe die Sammelpflegestelle von Fräulein Wulff, den städtischen Forsten, bei der. 1 Afüakion des Stabe 
Charlottenburg 9, Oldenburgallee 6, nunmehr außer zur entwässerung und bei der Aktion Wohnungsbau beschäftigten 
Belegung mit körperlich behinderten Kindern auch zur Be- Afüarbeiter nicht zu berücksichtigen. Mit den Trägern dieser 
legung mit erziehungsschwierigen Kindern (Knaben bis 3U Yrbeiten habe ich mich vielmehr unmittelbar in Verbindun 
10 Jahren, Mädchen bis zu 14 Jahren) zugelassen. Der gesezt. Die Arbeit der mit dem Abbau beauftragten Stellen 
Pflegegeldsatz beträgt monatlich 30,-- RM. In Ausnahme- hat sich auf sämtliche Afüarbeiten (Ausnahmen s. oben) zu 
sollen fann, sofern es sich um erbbiologisch gesunde Kinder erjtre>en, die im Bereich des Bezirks im Gange sind, und 
gende eine Pflegegelväulage bis zu 30.-- RM monatlich zwar „ohne Rücksicht darauf, TE und wieviel Wohlfahrts- 
. erwerbslose aus dem eigenen Bezirk bei den Vorhaben täti 
In diesen Fällen muß jedoch nach Ansicht des Stadt- sind. io Bezirks-Wohlfahrts- nd een miner 
arztes und der zuständigen Fürsorgestelle die Unterbringung den mit der Durchführung des Abbaues beauftragten Stellen 
bei Fräulein Wulff notwendig sein und begründete Aussicht sofort diejenigen Afüarbeiten (Ausnahmen s. oben) benennen, 
bestehen, daß die Kinder durch diese Unterbringung zu voll«- zu denen sie Wohlfahriserwerbslose überwiesen haben. Hat 
wertigen Gliedern der Volksgemeinschaft erzogen werden. ein Bezirks-Wohlfahrts- und -Jugendamt Wohlfahrtserwerbs- 
. , Die Höhe der Pflegegeldzulage ist von den Jugend- lose in Afüarbeiten eingewiesen, die außerhalb des Bezirks 
amtern von Fall zu Fall mit Fräulein Wulff zu vereinbaren. liegen, muß dem für die Beschäftigungsstelle örtlich zu- 
Spiewok NE bart Fa nr Nee ah ruht „gegehen 
. w , 1 , 
. |; i können. 
An die Herre irfSbü . d Hoaict Abbau entscheiden zu 
der EE  Bezirfs Üirgerneister der "Berwaltungsvezirfe Der Abbau ist nicht in der Art vorzunehmen, daß sämt- 
fie Beichästigungsfteilen die Zahl der bei amen tätigen 
üfräfte schematisch vermindern. Es ist vielmehr davon aus- 
zugehen, daß die weitere Durchführung der weniger wert- 
[vm 219] Arbeitsfürsorge [ 17. 5. 1985 vollen und der verhältnismäßig teuren Arbeiten nach Möglich- 
für Wohlfahrtserwerbslose. mm. Foif zu unterbrechen ist, damit tro der Herabsetzung der Zahl 
= Gesch-3. Lawrokil 4. 'Fernruf: Stadtverw. 4521: = der Afüträfte die wertvollsten Arbeiten und diejenigen Ar- 
: : . n, 
W : möglich ist, weitergeführt werden können. Es ist jedoch Pflicht 
Möglichkeit der Notwendigkeit, den Ha uShaitoplan 1953 mad ee nn Stelle, die Afükräfte beschäftigt, von sich aus 
der Arbeitsfürsorge im Haushalt 1935 vorgesehenen Mittel -- 9hne das Herantreten der mit der Durchführung des Ab- 
wesentlich gefürzt werden. Es, können orgese in den Mo- baues Beauftragten abzuwarten -- unverzüglich zu prüfen, 
naten Juni 1935 bis März 1936 höchstens nur noc< durch- in welchen Umfange die Zahl der beschäftigten Afükräfte 
schnittlich 7000 Wo If rwerbslose im Monat in der herabgesetzt werden kann. Die sich hieraus ergebenden Maß- 
Ärbeitsfürso € ape werden. Ende April 1935 nahmen sind beschleunigt zu treffen. 
Surden jedoch insgesamt rund 16 500 Afüträste beschäftigt. Im Interesse einer einheitlichen Ausstattung der Park- 
Fahn Mai 1935 wird diese Zahl noch eine Steigerung er- und Friedhofsverwaltungen mit Afükräften habe ich das 
ten. Stadtamt für Siedlungs- und' Wohnungswesen (SiWo [II 1) 
- 151
	        
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