Path:
Volume 9. April 1934

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1934 (Public Domain)

„0 
Zusammenarbeit der Anstalten mit der offenen VI. Akkion zur Förderung der Aufzucht rassemäßig 
Vorsorge erforderlich. Der Fürsorgedienst im wertvollen Nachwuchses in Berlin. 
Krankenhause ist hierfür weitgehend heran- 
zuziehen. a) Allgemeines. 
- 0 Zur Unterstüzung der Arbeit der Beratungsstellen 
6. Zusammenarbeit mit den freitätigen Ärzten. für Erb- und Rassenpflege bei ihren Bestrebungen zur 
Zu den Aufgaben der Stelle für Säuglings» Vermehrung des rassemäßig wertvollen Nachwuchses wird 
betreuung gehört es weiterhin, sich bei ihrer von der Stadt orlin unter Einsehung erheblicher Mittel 
jentel laufend zu orientieren, ob etwa be- r 7 
handelnde wend chan sind. Soweit dies lichen Nachwuchses durchgeführt. 
ver Fall, foll engste Zusjammenarpeit statt“ Die von dex Reichsregierung unternommene Gewähr: 
sin en Ins gsondere muß Miet en m: rung von Ehestandsdarlehen mit dem Ziele einer Ver- 
stän en Dere en zer en, daß ? 4. wn i ei mehrung der Geburten stellte zwar einen ersten Schritt 
bem evan de nd 7 73 schon wer voile en er auf diesem Gebiete dar. Er dürfte aber nicht ausreichen, 
jagen für : eur G ung von Gesundhei 2 er um den gewünschten Erfolg in vollem Maße zu sichern. 
tet "Mosa zus ats 2008 2er RE 082002 mlt 2020000008000 
usw yne bejon na enden en energi 
Notwendigkeit von der Stelle für Säuglings- Schritt zur positiven Geburtenförde- 
betreuung erneut hergestellt werden. rung. 
Ziffer 7 ist überholt. - Die erste Aufgabe ist es dabei, die Geburtenziffer 
sei . En wieder an 10/0 der Bevölkerung heranzuführen (gegen- 
8. Sachleistungen in der Säuglingsbetreuung. wärtig beträgt sie etwa 8--9*/0). Diese Zahl ist zwar 
Von den für die unentgeltliche Abgabe an Un- auf die Dauer gänzlich unzureichend, um Berlin vor 
vemittelte bestimmten Verbrauchs- und Ge- einer Entvölferung zu bewahren; hierzu wären etwa 
brauchssachen dürfen Läger im eigentlihen 17/00 erforderlich. Es erscheint aber unzwe>mäßig, sofort 
Sinne nicht gehalten werden. ein so weit geste>tes Ziel ins Auge zu fassen. Erstes 
Ih bin jedoch damit einverstanden, daß, Ziel jo wielmehr Jein den A 1ogleim zwischen 
wenn dadurch Ersparnisse erzielt werden können, edur en zmn St EN efä EN „na em 
der Bedarf für höchstens einen Monat im gegenwartigen ande herbeizuführen. 
Rahmen der jeeigegebenen Mittel und nur zei ö Ee] Erreichung erlasse ich die nachfolgenden 
en vom Berliner Beschaffungsamt zugelasse- rundjäße: 
nen Firmen auf einmal gede>t wird. b). Grundsäße, betreffend € t aff der Stadt 
Die Verbrauchs- und Gebrauchssachen dürfen " Berlin (GPB) hrenpalenschaften. der“ 5ia 
höchstens im bisherigen Umfange 2 " ! . 
und nur in kleinen Mengen -- Stärkungs- 1. Die Stadt Berlin gewährt an Eltern, die sich ent- 
mittel ausshließlich nur auf ärzt- schließen, 3. oder 4. Kinder großzuziehen, Paten 
liche Verordnung -- abgegeben werden. Ehrengaben nad den folgenden Bestimmungen. 
Sie gelten als zum sofortigen Verbrauch Die Ehrengabe beträgt für jedes 3. oder 4. Kind im 
ausgegeben. Die Buch-Kontrolle hat gemäß ersten Lebensjahre 30 RM monatlich, in den folgen- 
den vestehenden Bestimmungen -- in der ein- den Lehensjahren er Vollendung des 14. Lebens- 
achsten Form -- zu erfolgen. jahres monatlich. 
Alle Abgänge müssen mit Empfangs- Es werden jährlich höchstens 2000 derartige Ehren- 
bescheinigung -- bei ärztlichen Verordnungen gaben neu verliehen. Die Entscheidung über die Ver- 
außerdem mit dieser ärztlichen Verordnung -- leihung trifft der Stadtmedizinalrat. Die Zahl der 
belegt sein. nou naden wird jährlich durch den Haus- 
Die Tatsache einer Verordnung ist auch in " 
den zarten joder auf der Karteikarte) üver den ue Familien, denen derartige Ehrengaben verliehen 
orsorgefall zu vermerken und die Wirkung ind, führen die Bezeichnung 
der Verordnung bei der nächsten Vorstellung Patenfamilie der Stadt Berlin“ 
u kontrollieren. Das Ergebnis ist aktenkundi Maes . . . 
zu machen. a ' c !9 die mit Ehrengaben bedachten Kinder die Bezeich- 
Die Abgabe hat nur an solche Minder- Aung ; ir 
bemittelten, die zur Selbstanschaffung nicht in „Patenkind der Stadt Berlin“. , 
der Lage find, zu geschehen. | Alle städtischen Dienststellen sind gehalten, Paten- 
Abgabe an andere und gegen Entgelt ist familien und Patenkinder der Stadt Berlin bevor- 
verboten. jul zu berüdsichtigen bei Arbeitsvergebung, An- 
Diese Neuregelung soll feibstverständlich tellung, Beförderung, Wohnungszuweisung und 
nicht verteuernd wirken. Wenn Gegenteiliges Siedelung. Die Stadt Berlin wird es sich angelegen 
beobachtet wird, ist mir sofort zu berichten. sein lassen, auf die Berücsichtigung der Patenfamilien 
(Die vorstehende Regelung entspricht der Ver- der Stadt Berlin auch anderen Orts hinzuwirken. 
fügung vom 11. Januar 1934, Dienstblatt Die verliehene Ehrengabe ist unabhängig von der 
V11/29 von 1934.) Wirtschastslage dn Wnamilie oder des, Paten 
indes. Es ist unzulässig, Anrechnungen irgendwelcher 
9. Einschränkung des Anstalisaufenthaltes Art auf diese Ehrengaben vorzunehmen . oder diese 
von Säug ingen vor der Ausgabe in fremde selbst anzurechnen. 
Familienpflege. Die Ehrengabe fällt fort, wenn das 1. oder 2. Kind 
Beratungsstellen für werdende Mütter und oder beide Kinder, die vor dem Patenkinde geboren 
Stellen für Säuglingsbetreuung müssen im sind, sterben; sie lebt aber auf, wenn entsprechende 
engen Zusammenwirken mit den Entbindungs- Ersaßzgeburten stattfinden. Sie erich wiederum in 
anstalten bestrebt sein, die Untersuchung der gleicher Art beim evtl. Tode der Er atßzgeburten. 
Frahm Mi Rendo el DH Maier was Berl Mn BE dE RT 
. a eutschlands ver- 
en anpfreies Untersuchungeergehnis, feststeht, ziehen. 
oll Verdacht auf Syphilis in der Regel nur Voraussezung für die Gewährung der Ehrengabe 
Ef der Inpflegegabe hindernd und die Fung de der Gr upeung der ist 5 
? u. a) daß durch diese die Eltern zu einer weiteren 
Ziffer 10 ist überholt. Geburt angereat werden. ö
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.