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Volume 30. Juni 1934

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1934 (Public Domain)

denen versucht wird, unter dem Motto „Arbeitsbeschaffung richteten Besttedungen, sowie als Folgen davon eine all- 
und Rentierlihmachung des Haus- und Grundbesitzes" die mähliche Gesundung der Bodenwertverhältnisse in der Alt- 
Genehmigung zu einer erhöhten baulichen Ausnutzung der stadt, und schließlich auch eine nicht geringe Entlastung der 
Grundstücke im Befreiungswege zu erhalten. Diese Be: in Frage kommenden Dienststellen und des Publikums von 
strebungen sind, so verständlich sie im Hinbli> auf die der: Leerlaufarbeit: . 
zeitigen steuerlichen Verhältnisse vom Standpunkt des Haus- Hinsichtlich Weiterbelassung befristet zugelassenen Mehr- 
und Grundeigentümers sein mögen, nicht vereinbar mit den raumes (ausgebaute Dachgeschosse u. dgl.) wird von Fall 
von mir im Interesse des Gemeinwohles verfolgten Be- zu Fall zu entscheiden sein. 
mühungen, für den Bereich von Berlin, insbesondere für die Wenn das Verständnis für die Wahrnehmung der vor- 
Altstadt, eine allmähliche bauliche Auflo>erung herbeizu- stehend skizzierten öffentlihen Belange bei den privaten 
führen, um den neuzeitlichen städtebaulichen Forderungen Bauherren begreiflicherweise nur in geringem En e 
in Bezug auf Wohnungshygiene, Bodenpreisgestaltung, wird vorausgesezt werden können, so muß es um so ee 
Feuersicherheit, Verkehr und Luftschutz gerecht zu werden. yon den Bauherren der öffentlichen Hand erwartet werden 
Ich ersuche daher ergebenst, bei Bearbeitung von Befrei- zumal der private Bauherr gerade von ihnen ein Voran- 
Ungeanfrügen ver wen racimneten Rel weiterhin und ingwehen mit gutem Beispiel nit Ret erwarten wid. 1, 
dort vertretenen Grundsäßen zu verfahren und in der Regel Ih wesen ergevenst, En vorstehender Ausfüh: 
nicht mehr Geschosse im Befreiungswege zuzulassen bzw. 9 nch dj 4 Mächtige Näf on De SHO 
bei mir zu befürworten, als nach der Bauordnung im Ge- zu vers en "B e 3 erm id N, zus Me wel . m 
biet der jeweiligen Bauklasse zulässig sind, es sei denn, daß ngen m. auheiren er bei ähnlichen Gelegenheiten 
ganz besondere Umstände dies geboten erscheinen lassen. hiervon geeigneten Gebrauch zu machen. 
arüber hinaus empfehle ich, für Bauvorhaben im Gebiet Dr. Lippert. 
der fünfgeschossigen Bauweise in geeigneten Fällen auf die , - 
Bauherren dahin einzuwirken, .daß sie auf die Ausführung - 
des ihnen nach der derzeitigen Bauordnung zustehenden Vorstehenden Erlaß bringe ich zur Kenntnis mit be- 
5. Vollgeschosses ganz oder teilweise verzichten. In den Ge- sonderem Hinweis auf den lezten Absaß. 
bieten der Bauklasse IV und III wird entsprechend.verfahren Der Oberbü ist 
werden können. Wenn auch ein Erfolg nur in wenigen er Oberbürgermeisier. 
Ausnahmefällen -- etwa durc Gewährung von Vergünsti- Baupolizei. 
gungen auf anderen Gebieten -- wird erzielt werden können, I. A. 
jo verspreche ich mir von dem Bekanntwerden Nieser meiner Dr. Hein 
Einstellung im Kreise der Bauwirtschaft und des Haus- und . . Ee eine: 
Grundbesißes immerhin ein merkbares Nachlassen der auf An die Baupolizei der Bezirke. 
weitere bauliche Ausnuzung des Grund und - Bodens ge- - == 
Teil VU. 
II. a K. E. 332/32 -- entschieden, wann die „Unterbringung 
Vv/269] .. Seffimmungen 256 1934] (1-3 i Unt 
LEN für die Kontrolle der in einein Hofpifat ois Bewährung des aolständigen Autre 
Erstattungen von Kosten auf den Gebieten der i it Rü ie Wichtigkeit dieser 
Wohlfahrt und des Gesundheitswesens zusehen ih: Mi Rifiip 4% die En heidun dieser Frage 
. weise ich darau in, daß zu dieser En eidung des eichs- 
-- Gesch.-Z. Fin. IV 3. Fernruf: Stadtverw. 2718. -- versierungzamies bead Ausführungen in der Zurisi 
In übereinsimmung, mit der Beschlußfassung der Heft 1, Seite 62, gemacht worden sind. 
Herren Vorsizenden der Bezirksämter, die sich erneut mit 
der Frage der Durchführung der DBl.-Vfg. 1/140 von 1932, IV. 
Seite 126 (V11/140 von 1932, Seite 77) beschäftigt haben, Plath 
wird die genannte Diensthlattverfügung kunmehn restlos, “ 
also au insichtli er Aktenvorblätter, in Kraft gesetßt; ; 1... 
fe ist in allen lich der in vollem Umfange geseht; An die Bezirksämter. 
ühren. Wo Personal nicht in ausreichendem Maße zur - 
Berfügung Ee erden zan muß das Ationvorblat 
pätestens bei Einstellung der Unterstüzungszahlung an- 
gelegt werden. Bei allen neu angelegten Akten sind die 9] 7271] Zahnärztliche Versorgung [2 6.1934. 
Aktenvorblätter sofort anzulegen. amm; der Hilfsbedürftigen. mmm 
Meine Umdruk-Rundverfügung an die Bezirksämter 
von 25. Oktober 1932 -- Fin. IV 3 -- wird damit gegen» = Gesch.-Z. Lawohl 2. Fernruf: Stadtverw. 4521. -- 
tandslos. 
bitte mir über die Durchführung bis zum 15. No- An Stelle des verstorbenen Herrn Professors 
zm d. I. zu berichten (zu Fin IV Ee 5 No“ Dr. Ritter, früher Königgräßer Straße 94 wohnhaft, hal 
sich der Direktor des Zahnärztlichhen Fortbildungsinstituts 
I. V. des Reichsverbandes der Zahnärzte Deutschlands, Her! 
Dr. Steiniger. Dr Kieser, Bern W 0 Bütowitr. 104, hereit etin 
i irksä ad as Amt als Vertrauensarzt der Sta erlin für zahnärzt- 
Un die Bezirfsämter 1 X liche Angelegenheiten ehrenamtlich zu übernehmen und ohne 
==“ Stellung von Honoraraniprüchen Ze führen. u habe diese: 
mwemmeneeeeememennee- ngebot angenommen und bitte, Herrn Dr. jefer als Ober«- 
[vIL/ 270] Erstattungsanspruch des [ 19. 6. 1934 gutachter in zahnärztlichen Angelegenheiten in ganz beson- 
äb Bezielfürsorgeverbandes viial ders zweifelhaften Fällen in Anspruch zu nehmen. 
gem „43.4. al. 
unterbringung. ers 
-=- Gesch.-Z. Lawohl 6. Dr. Klein. 
Fernruf: Stadtverw. 4521, E 1 Berolina 0011. -- . . 
Das Reichsversicherungsamt =- Erster Revisionssenat = 2" die Bezirksumter: 
hat in der Revisionsentscheidung vom 3. November 1933 =- 
154 
I wv
	        
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