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Volume 16. Juni 1934

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1934 (Public Domain)

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konservator für die bevorstehende Inventarisation zur Ver- 
fügung zu stellen bitte. Sollte derartiges Material noch 
nicht vorhanden sein, so würde ich es dankbar begrüßen, 
wenn mit der Zusammenstellung ein Anfang gemacht 
würde, wodurch die Arbeit des Provinzialkonservators 
wesentlich erleichtert und gefördert werden könnte. Dem 
Provinzialkonservator wäre hiervon Kenntnis zu geben. 
Dr. Sahm. 
An sämtliche Bezirksämter. 
Bekanntmachungen der skaatlichen Ochulaufsichtsbehörden. 
Unterbringun Kämpfer ausdrücklich zu fordern; Sonderaktionen ande: 
111/250 der alten Kämpfer der 4 6.1934 rer Art haben zu unterbleiben. Von der Anforderung 
fü ss Ü listisch B beim Arbeitsamt darf nur insoweit abgesehen werden, 
nationalijozia en Dewegung. als nach des gegebenen Bestimmungen dhe von 
.. -Z. „zB : : er Versorgungsscheinen un werbeschädigte einzustellen 
Gesch 3. Schw 2 Fernruf Stadiverw 2818. Ber auugssehe] Dienststellenleiters ist es, sich davon zu 
Der Oberpräsident Berlin SW 11, den 5. Mai 1934. überzeugen, daß die vom Arbeits5zamt nachgewiesenen 
der Provinz Brandenburg. Stresemannstr. 92/102. Kräfte tatsächlich als alte Kämpfer im Sinne dieses 
Schulabteilung. Erlasses anzusprechen sind. Die Dienststellenleiter sind 
Aktenzeichen: II A 12400/26. 4. 34. persönlich dafür verantwortlich, daß die vorstehenden 
Abschrift Grundsätze befolgt werden. 
Der Preußische Minister 2. Die den Provinzinihehöten (Dypräf-; DEGRti, 
.; : ; . egPräs.) unmittelbar oder mittelbar unterstellten 
für Wissenschaft, Kunst Berlin W8, den 19. April 1934. Dienststellenleiter haben am Schlusse eines jeden Monats 
und Soirsndung. -- erstmalig am 15. Mai 1934 -- ihrer Provinzial- 
A Nr. 956. behörde jem aubeigen, wieviel ale Käniiser es ihrer 
Troß der von dem Herrn Präsidenten der Reichsanstalt ienststelle beschäftigt werden und wieviel davon au 
für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung im Be Grund dieses Erlasses zur Einstellung gelangt sind. 
nehmen mit der Reichsleitung der NSDAP. und der Fehlanzeige erforderlih. Die Provinzialbehörden 
Obersten SA.-Führung eingeleiteten Sonderaktion für die haben für die eigene Behörde und die ihnen nachgeord- 
Vermittlung arbeitsloser alter Kämpfer ist es bisher nicht neten Dienststellen dem Fachminister spätestens am 
gelungen, alle alten Kämpfer der nationalsozialistischen Be- 5. jeden Monats -- erstmalig am 5. Juni 1934 -- 
wegung in Arbeit zu bringen. Anzeige zu erstatten. =- Fehlanzeige erforderlich. =- 
Es muß als eine Ehrenpflicht betrachtet werden, die 3. Gemeinden und Gemeindeverbände sowie sonstige der 
Kämpfer für die nationalsozialistische, Revolution in erster Staatsaufsicht unterstehende Körperschaften des öffent- 
Linie wieder in den Wirtschaftsprozeß einzuschalten und lichen Rechts und die diesen gleichgestellten Einrich- 
ihnen möglichst eine dauernde Beschäftigung bei auskömm- tungen und Unternehmungen (Dritte Verordnung des 
licher Entlohung zu sichern... Soweit es sich nicht ermöglichen Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschöft und 
läßt, alte Kämpfer sofort in Dauerstellungen unterzubringen, Finanzen vom 6. Oktober 1931, Dritter Teil, Kap. V, 
darf auch bei vorübergehendem Bedarf an Arbeitskräften Abschn. I, 8 15, Abs. 1 -- RGBl. 1, S. 537 --) sind nach 
von ihrer Einstellung nicht abgesehen werden. Freiwerdende näherer Anweisung des Fachminister5s verpflichtet, ent- 
Stellen, für deren eing ein dauerndes Bedürfnis be- sprechend obigen Grundsätzen zu verfahren. 
steht, sind jedenfalls -- wenn irgend möglich -- den vor- An sämtl. Beh. u. Dienststellen d. Pr. Staatsverw., die Ge- 
übergehend eingestellten alten Kämpfern zu übertragen. Bei meinden, Gemeindeverbände und die der Staatsaufsicht 
der Prüfung der Eignung der Einzustellenden ist wohl«- unterstehenden Körperschaften, Stiftungen und Anstalten 
wollend zu verfahren. Auch ist es Pflicht aller Beamten, des öffentlichen Rechtes. 
Angestellten „und Arbeiter der staatlichen Dienststellen, zie . 
neu eingestellten alten Kämpfer bei der Einarbeitung in den . . . 
neuen Ärbeitsplatz nach besten Kräften zu karsten. Von Abschrift =- des auf Seite 166 des Proußiisthen Besöl, 
diesen muß wiederum erwartet werden, daß sie sich unter dungsblatts veröffentlichten Runderlasses vom 11. April 1934 
Einsatz ihrer ganzen Arbeitskraft mit voller Hingabe ihrer -- übersende ich mit dem Ersuchen um genaueste Beachtung. 
neuen Tätigkeit widmen und sich bemühen, durch besonders Die in Absatz 4 Nr. 2 des Erlasses vorgeschriebene An- 
treue Pflichterfüllung auch im Behördendienst vorbildlich zu zeige ist mir am 5. jeden Monats -- erstmalig am 5. Juni 
wirken. 1934. -- zu erstatten. Fehlanzeige erforderlich. 
Zu den alten Kämpfern im Sinne dieses Erlasses sind Die meiner Aufsicht unterstehenden Körperschaften des 
zu rechnen öffentlichen Rechts und die diesen gleichgestellten Einrich- 
a) Angehörige der SA., SS. und des Stahlhelms, soweit kungen und Unternehmungen haben nach den gleichen 
sie diesen Verbänden bereits vor dem 30. Januar 1933 Grundsäßen zu verfahren. 
angehörten, In Vertretung 
b) Parteimitglieder mit der Mitgliedsnummer 1 bis gez. Dr. Stuart. 
e) Amtswalter, soweit sie am 1. Oktober 1933 mindestens "7 dan Herrn Oberpräsidenten == Schulabteilung =- 
1 Jahr als Amtswalter tätig gewesen sind. Die nötigen '" erin. " 
Feststellungen darüber, ob diese Voraussezungen ge- 
geben sind, sind bei den örtlichen Dienststellen der Partei Abschrift zur Kenntnis und gleichmäßigen Beachtung 
zu treffen. bezüglich der Anstalten des dortigen Patronats. 
„Zur Erreichung des angegebenen Zieles wird folgendes - 
jesciimmt: Vorstehenden Erlaß gebe ich hiermit bekannt und bitte 
1 Alle staatlichen Dienststellen und Betriebe haben sich : um seine genaue Beachtung. 
bis auf weiteres bei Bedarf an Angestellten und Lohn- I.V 
empfängern (ertwaliune arpeitern aussc<hließlih an I 
das zuständige Arbeitsamt -- in Berlin das Landes- gez., Dr. Meinshausen, 
arbeitsamt -- zu wenden und dabei die Zuweisung älter fomm. Stadtschulrat. 
Druek: „Berek“. Berliner Anschlag- und Reklamewesen G. m. b.H., Berlin SW 19, Grünstr. 17/20.
	        
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