Path:
Volume 14. April 1934

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1934 (Public Domain)

-->“ BF =- 
hat dies der Wohlfahrtsarzt auf dem Rezept besonders nicht ein vollständiger Beinverband berechnet bzw. ge- 
zu vermerken. Der Optiker hat in diesen Fällen den nehmigt werden. Im übrigen unterliegt die Frage der 
Preis für Bi-Gläser auf dem Rezept einzusezen. Der Beinärzte bzw. Beinverbände voraussichtlich demnächst 
Wohlfahrtskranke hat auf der ärztlichen Verordnung einer Neuregelung. 
die empfangene Ware, die genau bezeichnet sein muß, . 
zu bescheinigen. IV. Berordnung von Arzneien. 
Bei notwendigen Reparaturen genügt die Verordnung ; , em 6. 
von Ersagteilen, etwa 1 Jeder, 1 Windforring, 1 Steg: *) Mad Ma Dre Mn eint vat. 
unterlage, 1 Schraube, 1 Lötung usw. n <rieben werden, die nicht im Arzneiverordnungsbuch 
Für die Verordnungen sind nur die besonders für tehen. Ich ersuche die Bezirksämter, bei ihren Kranken- 
Brillenverordnungen vorgesehenen Vordru>ke zu ver- anstalten darauf hinzuwirken, daß dies unterbleibt. 
wenden. Die Verschreibung von Arzneimitteln, die nicht im 
Allgemein wird darauf hingewiesen, daß nach Ab- Arzneiverordnungsbuch stehen, muß eine seltene Aus- 
s<nitt II] ec des Dienstblattes Teil VII / 33 Nr. 411 Seite 237 nahme bleiben. Es ist nicht angängig, daß sich die 
bei allen -mechanischen Heilmitteln (auc< Brillen) die Ab- Krankenanstalten an diese Bestimmungen weniger 
stempelung dur< den städtischen Vertrauensarzt not- halten als die Wohlfahrtsärzte. 
wendig ist. b; Für die arzneiliche Versorgung der Hilfsbedürftigen 
Sehhilfen dürfen überhaupf nur bei erheblihen Seh- sind in den Monaten Oktober und November 1933 an 
störungen bewilligt werden. die Standesgemeinschaft deutscher Apotheker 
461 573,-- RM 
HI. Beinverbände. und 10T 500." RM 
Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die ; “a ; + 
Anlegung sogenannter Beinverbände durch Beinärzte ohne gezahlt aworöen: Pierna sind die Kosten für die wn 
vorherige Genehmigung seitens des städtischen Vertrauens- Monat der Wirksamkeit das neuen Vertrages um 
arzies grundsäßlich unzulässig ist. Nn 33 026,-- RM gestiegen, obwohl die Zahl der laufend 
- Der sachgemäße Beinverband besteht in seiner Hauptunterstüßten vom Oktober (437 972) zum Novem- 
Minimalform ber (428 041) un 9 931 zurückgegangen war. Um 
Mehrausgaben bei der arzneilichen Versorgung der 
aus: A. ol5s Wechselverband Hilfsbedürftige zu vermeiden, ist bei der eamprüfung 
. . . . .. er Verordnungen ein strengerer Maßstab angeordne 
a) Lokalbehandlungsschicht (Anästhetika, Wundpulver, Sal- worden. Da die Stadt als M eksfürlangeoecban) dem 
ben, Pflaster, Mullkompressen usw.), Hilfsbedürftigen nur die notwendige Krankenpflege zur 
b) Polsterk<hicht aus Watte oder Zellstoffwatte, Wiederherstellung der Gesundheit oder Arbeitsfähigkeit 
ce) Trikotschlauchbinden und fixierender Mullbinde, zu gewähren hal geht es ni<t an. daß die Wohlsahrts" 
. 0670 .| - e te : 
d) Riiasterstreisen, soweit sie zur Beseitigung der Stauung gen Wirksamkeit billigere genügen. 
B. als Dauerverband V. Rezeptkvordrue. 
aU5: . Mit Rüdsicht auf die schwierige Finanzlage der Stadt 
a) Lokalbehandlungsschicht, können die vor dem 1. November 1933 hergestellten Wohl- 
b) Polsterschicht, jahrierezeptvorduude, soweit sie heren mit Fontroil; 
REREN . nummern versehen sind, für nichtabstempelungspflichtige 
ec) Zinkleimbinde oder Pflasterstreifenverband, Arzneiverordnungen aufgebraucht werden. 
d) Mull- oder Cambricbinde. Rezeptvordruke sind den Wohlfahrtsärzten oder deren 
Die Beinverbände dürfen selbstverständlich nur in Bevollmächtigten gegen Empfangsbescheinigung von den 
solchen Fällen genehmigt werden, wo die Behandlung als zuständigen ezirksämtern auszuhändigen. Auf schriftliche 
produktiv anzusehen ist. Dies wird in der Regel der Fall Anforderung sind die Rezeptvordru>e den Wohlfahrtsärzten 
jein, wenn port ose 18 übersenden. ör ins dagegen ein. 
i illi i ; : uwenden, daß die Wohlfahrtsärzte sich mit einem gewissen 
a) niht ww billigere Weise der gleiche Erfolg erzielt Bedarf verjorgen. 
b) durch die schnellere und gründlichere Behandlung des 
Leidens mit großer ed endlicher, hand bore VI. Kranfenscheine. 
Aufwendungen seitens der Stadt vermieden werden Es wird erneut darauf aufmerksam gemacht, daß Wohl- 
können, fahrtsfrankenscheine in jedem Falle nur für eine Person 
ein städtisches Interesse an der Erhaltung oder be- Gültigkeit haben. Die Ausstellung von Wohlfahrtskranken- 
schleunigten Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des scheinen für mehrere Personen (3. B. Familienangehörige) 
Patienten besteht. ist unzulässig. Wo Bezirksämter in dieser Weise verfahren, 
Bei der Prüfung, ob Genehmigung der Bein- sind die Pfleginge anzuhalten, einen Sonderausweis für 
verbände erteilt werden eit ist zu beachten, daß nach jede einzelne Person nachzuholen. 
ier vorliegenden Nachrechnungen be . 
. Nn nden Rach ß VILL Kranfen-Überweisungsscheine. 
und auch zum Teil bei Immer wieder werden von einzelnen Fürsorgestellen 
Thrombosen Kranke unmittelbar an namenklic<h bezeichnete Ärzte über- 
und wiesen. Dies ist unzulässig. Wird Behandlungsbedürftigkeit 
; festgestellt, so sind die betreffenden Personen zu ernte. 
Vleus erusus varicosum sich bei der für sie zuständigen Dienststelle (Krankenkasse, 
die Behandlung ohne die speziellen Beinverbände durch Wohlfahrts5amt) Krankenscheine zu besorgen oder sich in 
Verschreibung der notwendigen Mittel auf Rezept sich privatärztliche Behandlung zu egeven, Benennung be- 
bei sparsamer Verordnungsweise erheblich billiger stellt, simmer Ürzte ist unstatthaft. Sollte in den vetressfenden 
als die Sehandlung von Beinverbänden. Endlich ist vpifahrisjürforgestellen eine Liste der für die betreffenden 
bei der Festsezung der Zahl der zu verordnenden Bein- Krankenkassen oder für die wohlfahrtsärztliche Behandlung 
verbände zu beachten, daß nach einer Feststellung in zugelassenen Achte vorhanden sein, so kann diese dem Be- 
einem hieiigen städtischen Krankenhaus vielfac<) ein handlungsbedürstigen zur Einsicht überlassen werden. In 
einziger Verband 4--8 Wochen liegen bleiben kann. In eine bestehende Behandlung darf nicht eingegriffen werden. 
der schenzeit ist nur Erneuerung eines offen gelasse- Wohflfahrtskranke haben sich in notwendigen Zahn- 
nen Fensters erforderlich. Hierfür kann selbstverständlich behandlungsfällen den hierfür erforderlichen Krankenschein
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.