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Volume 1. Oktober 1932

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1932 (Public Domain)

Lagern möglich ist. Die Möglichkeit einer‘ schnitt nicht mehr als 0,50 RM für ein Tagewerk 
solchen: Unterbringung soll nur dann als gegeben aufbringen kann. 
angesehen werden, wenn sich das Lager am Rande Über die Bereitstellung dieser Mittel und über 
oder. außerhalb der Stadt befindet, d.. h., nicht in das Zahlungsverfahren: erfolgt besondere Nachricht. 
größerer Nähe von dichtbebauten Wohnvierteln. Arbeiten, die auch unter Berücksichtigung des 
Die Durchführung von Arbeiten, bei denen eine Zuschusses der Stadt nicht finanziert werden 
derartige Unterbringung in Lagern nicht möglich können, können im Wege des Freiwilligen Arbeits- 
ist, muß vorläufig zurückgestellt werden. Ich dienstes nicht ausgeführt werden. 
stelle jedoch anheim, ZU prüfen, . ob_es nicht Ferner bemerke ich, daß die Zahlung von Zu- 
zweckmäßiger ist, diese Arbeiten im Wege der schüssen der Stadt nur für Arbeiten erfolgen kann, 
Arbeitsfürsorge für Wohlfahrtserwerbslose durch- bei denen die Stadt oder die städtischen und- über- 
zuführen. . ’ wiegend städtischen Gesellschaften als Träger der 
Lediglich für Arbeiten, DS denen N eibliche Arbeit auftreten. 
Arbeitsdienstwillige mit der Instandsetzung von An ; 8 . NE 
Bekleidungsstücken für Hilfsbedürftige oder ähn- Ich bitte, die für eine Durchführung ze elle 
lichen Arbeiten beschäftigt werden sollen, kann Arbeitsdienst. in Aussicht genommenen beiten einer 
bereits jetzt von einer Unterbringung in Lagern Nachprüfung zu unterziehen, ob Sie unter den oben ge- 
abgesehen werden. Den Arbeitsdienstwilligen wird nannten Voraussetzungen durchführbar sind. 
in diesen Fällen lediglich eine warme Mahlzeit Soweit dies der Fall ist und auch die Unterbringung 
(z. B. aus der Volksspeisung) zu verabfolgen sein, in geschlossenen Arbeitslagern sichergestellt ist, bitte 
deren Kosten von dem Förderungsbetrag in Abzug ich, mir (bei Bezirksämtern: durch die Hand der 
zu bringen sind. Die Zahl der zu beschäftigenden Zentralen Fachverwaltung) unter Benutzung des nach- 
Arbeitsdienstwilligen darf auch bei-diesen Arbeiten stehend wiedergegebenen Vordrucks Anträge auf Förde- 
10-nicht unterschreiten. rung der Arbeiten‘ in doppelter Ausfertigung einzu- 
Der aus Reichsmitteln für die einzelnen Arbeits- reichen. Ficrbei it . . es 
dienstwilligen zu zahlende Förderungsbetrag‘ wird a) zu bestätigen, äti daß die Arbeit gemeinnützig und 
voraussichtlich 1,80 RM für den Werktag, also zugleich zusätzlich ist, 
10,80 RM für die Woche, nicht übersteigen. Ein bp) anzugeben, ob und gegebenenfalls aus welchem 
Förderungsbetrag von 2,— RM wird voraussicht- Grunde die Arbeit für die Volkswirtschaft un- 
lich nur bei volkswirtschaftlich wertvollen und mittelbar oder mittelbar von produktivem Nutzen 
schwierigen Arbeiten bewilligt werden. ist, und ob und gegebenenfalls in welcher Höhe 
Aus diesen Förderungsbeträgen müssen die nach Ausführung der Arbeit Kosten für die 
Kosten der Unterbringung, der Verpflegung, dr laufende Unterhaltung entstehen. 
Arbeitsausrüstung, der Unfallversicherung, der Ich darf bereits jetzt darauf hinweisen, daß nur 
körperlichen. und geistigen Ertüchtigung und auch „ojche Arbeiten Aussicht auf Genehmigung haben, bei 
die Zahlung eines Taschengeldes, an die Arbeits- genen. die später entstehenden laufenden Unterhaltungs- 
dienstwilligen bestritten werden. kosten nur gering sind. 
Soweit städtische Dienststellen Träger der m 
Arbeit sind, ist. die Stadt (EEE an gr der Ed AT ee des Arbeitzamten Berlin- 
rung) au ger der‘ Unfallve erung. Tr e EIER - 
die städtischen und überwiegend städtischen Ge- ie kemarhie 9, abgelangt werden kann; be 
sellschaften ist hinsichtlich des‘ Freiwilligen SE ; 
Arbeitsdienstes einheitlich die Zweiganstalt der Zu Ziffer 1. muß ein genauer Kostenanschlag. in. doppel- 
Tiefbau-Berufsgenossenschaft DE, Als Bei- ter Ausfertigung beigefügt werden. 
trag sind in jedem Falle pro opf und Werktag . 7 n x AU 
0,02 RM zu entrichten. Über das. hierbei ein- Ziffer 3 et ar hu tes ne TE Tr len 
zuschlagende Verfahren ergeht besondere Nachricht. : fa et. € a So E 
Als Taschengeld ist ein Betrag von durch- N z E N 
schnittlich 0,30 RM für den Werktag, also 1,80 RM Ziffer 5 ist vorläufig nicht auszufüllen. 
für die Woche anzusetzen. Zu Ziffer 8: Es sind-die Gesamt kosten, einschl. der 
Nach den bisher gemachten Erfahrungen Kosten für Unterbringung, Verpflegung‘ uSW.; ein- 
reichen ie Förderung beträge au A nen d zusetzen. 
genannten Kosten voll zu decken, ie itS- we . ee © 
dienstwilligen zu allen mit der Durchführung des Ziffer ae nur hinsichtlich der Zahl der Wochen aus 
Freiwilligen Arbeitsdienstes verbundenen Neben- zufüllen. 
arbeiten im weitesten Umfange heranzuziehen sind. In Ziffer 11 ist nur die Höhe SE Taschengeldes an- 
; rn übri : Aßi ter- 
—_ Nach den mir‘ übermittelten überschläglichen rn  inzu N een. e lage BEN 
Kostenberechnungen‘ kann der‘ weitaus größte Teil n : en N | 
der in Aussicht genommenen Arbeiten nur durch- Zu Ziffer 14: Als Arbeitszeit sind 40 Stunden wöchent- 
geführt werden, wenn die Stadt zur Beschaffung lich anzugeben. 
Sen Arbeitsgerät, Material usw. Zuschüsse leistet. 7u Ziffer 15: Nicht ausfüllen, da hierzu Einverständnis 
Zur Förderung des Freiwilligen Arbeitsdienstes des Trägers des Dienstes erforderlich ist. 
will ich mich‘ unter‘ Berücksichtigung der durch pie Stellungnahme des‘ Arbeitsamtes des Dienst 
die Beschäftigung‘ der Arbeitsdienstwilligen beim rd. — 5 Sch — sr einge! 
die Heschäftirung der Art adeen. mntretenden Orten wird = BOweit-erforderlieh + vn TEE See 
Ersparnisse damit einverstanden erklären, daß an ra on 
Arbeiten ausgeführt werden, bei denen der auf ein Von Anträgen auf Anlage von Sportplätzen, Er- 
Tagewerk entfallende- Zuschuß der Stadt nicht weiterung vor Schmuckanlagen und dergl. bitte ich ab- 
mehr als 0,50 RM, also 3,— RM für die Woche, zusehen, da derartige: Arbeiten nach: einem: Erlaß des 
beträgt: Bei volkswirtschaftlich besonders wert- Herrn Reichskommissars für den Freiwilligen Arbeits- 
vollen. Arbeiten behalte ich mir vor; auf begründe- dienst vom. 9. August 1932 im allgemeinen. nicht ge- 
von Antrag don Dh Di ENDEN ET 5 Sage 
von 0,75 8 as Tagewerk; d. h. 4,50 i S EA 
die Woche, zu erhöhen. in Sa nn a da Arbeiten, ind. In Sn 
Es muß jedoch mit allen. Mitteln angestrebt die Anerkennung" x der Arbeit RARCRNT oT nur für 26 Wochen 
werden, die Kosten der Arbeiten so niedrig wie beantragt werden. Diese Dauer ist auch ‚dem Kosten- 
nur möglich zu halten, da die Stadt im Durch- anschlag zu Grunde zu legen; 
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