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Volume 23. Juli 1932

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1932 (Public Domain)

schen Krankenversicherungsanstalt ein Zwang, die Per- gen vom 7. Mai 1926 und 8. Dezember 1926 — Ges. 4 — 
sonalärzte in Anspruch zu nehmen. bestehenden Einrichtungen. Für die vorhandenen Per- 
Die Personalärzte sind nicht befugt, Familien- Sonalärzte behält es sein Bewenden bei den erteilten 
angehörige des Anstaltspersonals zu behandeln. Genehmigungen, so daß für sie neue Zulassungsanträge 
oder erneuter Ausspruch der Zulassung nicht in Be- 
IV. tracht kommen. 
Die Personalärzte sind verpflichtet, 20% ihrer Ein- T N 
nahmen aus der Tätigkeit für die Mitglieder der Städti- Bel, ADOBE 
schen Krankenversicherungsanstalt an die Stadt abzu- —m— 
führen als Entgelt für die Benutzung städtischer Ein- _ 
richtungen. Die Einnahmen aus der kassenärztlichen | 4195 | Erstattungen 
Tätigkeit gemäß Abschn.I unterliegen einem Abzuge an die Küchen der freien 
nur im Rahmen der Dienstblatt-Verfügung I Nr. 261/31, Wohlfahrtspflege 
Buchstabe N. ? 5 
Die Beträge sind von den Personalärzten allmonat- Gesch.-Z. Lawohl 4. Fernruf: E11 Berolina 0011, 
lich in der Zeit vom 1.—5. für den vorangegangenen Magistrat 4521, — 
Monat bei den Vorschußkassen der Anstalten einzu- Unter Bezugnahme auf meine Verfügungen vom 
zahlen und für Tit. „Verschiedenes, Sonstige Ein- 13,2.32 Dienstblatt Teil VII Nr. 49, 50, bitte ich, an 
nahmen“ des Anstaltshaushalts anzunehmen. In den gen Verein „Wohlfahrtsspeisung zu Berlin e. V.“ für 
Haushaltsentwürfen ist in der Erläuterung zu ver- das in den eigenen Küchen im Monat Juni 1932 auf 
merken, in welcher Höhe Einnahmen dieser Art zu er- Grund der vorgelegten städtischen Eßmarken ab- 
warten sind, gegebene Essen 29,5 Rpf., für das an städtische 
Die abgeführten Beträge sind an Hand der von der Ausgabestellen in den Bezirken 1—%6 gelieferte Essen 
Städtischen Krankenversicherungsanstalt geführten 26,75 Rpf. je Literportion zu erstatten. 
Nachweisungen über die bei ihr zur Vorlage gekomme- Für die übrigen Küchen der freien Wohlfahrts- 
nen Liquidationen der einzelnen Ärzte zu kontrollieren; pflege, soweit sie zur Annahme städtischer Eßmarken 
die erwähnten Nachweisungen werden den Anstalten zugelassen sind, beträgt demgemäß der Höchsterstat- 
und Bezirksämtern halbjährlich durch Vermittlung der tungspreis 29,5 Rpf. 
Zentralen Gesundheitsverwaltung zugehen. LYV 
Y. Wutzky 
Diese Regelung tritt mit Wirkung vom 1. August An die Bezirksämter, 
1932 an die Stelle der bisher auf Grund der Verfügun- Sn 
Teil VHL 
E ri i y—— Teutscher Elektrotechniker, Berlin-Charlottenburg 4, 
einen nen m 7. 32[ Bismarckstr. 33, herausgegebene Vorschrift nebst Aus- 
>, führungsregeln für den Betrieb von Starkstromanlagen 
-— Gesch.-Z. Schw. 3/21. Fernruf: Magistrat 2807. — sein. 
aa . . Daneben sind im Physik-, Chemie- und Biologie- 
Das Provinzial-Schulkollegium von Berlin und der & en De n ; 
Provinz Brandenburg weist in einer Rundverfügung saal, in den Schülerarbeitsräumen für den naturkund- 
vom 3. März 1932 auf einen Unglücksfall hin, der sich lichen Unterricht, in den physikalischen Werkstätten 
in einer Schule bei Benutzung der Starkstromanlagen und in den Verteilungsschaltkästen Schilder mit War- 
ereignet hat. Den Ente xten nachstehend -. angegebenen Inhaltes an- 
Eine Studienrätin wollte im Unterricht mit einem MENREER 
Kugel-Episkop einige Abbildungen projizieren. Als sie Warnung. 
den Stecker des Episkops, das keine besondere Ein- ® T N ; 
schaltungsvorrichtung besitzt, in die Steckdose steckte, 1. Berühre nicht unnötig elektrische Leitungen! 
schoß aus dieser eine lange Stichflamme heraus, durch Blanke Teile sind besonders gefährlich! 
die die Studienrätin an der Hand und am Unterarm 2. Die Verwendung geflickter oder überbrückter 
schwer verbrannt wurde, Sicherungen ist verboten. Halte stets Schmelz- 
Der Unfall war durch einen Kurzschluß, der durch einsätze entsprechender Stromstärke erreichbar 
Blankscheuern der beiden Zuführungsdrähte innerhalb und in genügender Anzahl vorrätig. 
des Steckers entstanden war, verursacht. Kurz vor dem „ Benutze keine beschädigten oder geflickten Zu- 
Unfall hatte der Apparat noch einwandfrei gearbeitet. leitungsschnüre für den Anschluß von Apparaten, 
Der schlechte Zustand der Isolation war naturgemäß Stehlampen usw. 
von außen nicht zu erkenen, Er hätte aber auch, ab- Sorge dafür, daß beschädigte oder fehlende 
gesehen vom Durchbrennen einer Sicherung, keinen Schutzkappen von Schaltern und Steckdosen sofort 
Schaden anrichten Ken wenn Dt statt der vor- ersetzt werden. 
schriftsmäßig vorzuschaltenden Sicherung ein ver- a n 
brauchter Sicherungsschmelzeinsatz mit einem kurz- Pa int in Steckdosen sowie rn Te 
schließenden starken Kupferdraht verwendet worden iche: > elöst hast, Fu daß die Leitung 
wäre. Infolgedessen konnte ein sehr starker Strom so- Su  AnmUnBEfEi ist. Neue Steckd sollen Hit 
lange fließen, bis der Kupferdraht durchgeschmolzen ichr nt Lamellen auseert een. B0len 
war, was mehrere Sekunden gedauert haben soll. ” m ehe mt er gerüstet . : der ! 
Im Kinblick auf die Gefahren, die a einer der- * m Stecker nicht an der Leitung aus Steck- 
artigen Nichtbeachtung der einschlägigen Vorschriften R EEE "A 
des Verbandes Deutscher Elektrotechniker entstehen . Berühre keine Wasser- oder Gasleitung und keinen 
können, macht es das Provinzial-Schulkollegium allen Teil der Zentralheizung, wenn Du einen ange- 
Schulleitern sowie allen Lehrern und Lehrerinnen, die schlossenen elektrischen Apparat usw. in der 
elektrische Einrichtungen benutzen, zur Pflicht, auf die Hand hältst. DB N WA 
genaue Befolgung der Vorschriften zu achten. Es muß Halte die Zugänge zu Maschinen, Schalt- und 
deshalb in jeder Lehrerbibliothek die vom Verband Verteilungsanlagen frei! 
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