Path:
Volume 26. Oktober 1931

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1931 (Public Domain)

200 - 
Den Anstalten, die nicht zur städtischen Verwal- bzw. Wöchnerinnen bei der Aufnahme darauf aufmerk- 
tung gehören, sind die Kosten zu erstatten, wenn ent- sam zu machen, daß sie sich dieser Hausordnung unter- 
weder ein Aufnahmeschein erteilt war oder in der werfen müssen. Abschrift der Hausordnung und deren 
Aufnahmeverhandlung ärztlich bescheinigt wird, daß Änderungen sind dem Landes-Wohlfahrts- und -Jugend- 
die Schwangere (Wöchnerin) ohne Gefahr für Leben amt zu übersenden. 
und Gesundheit zwecks Beschaffung eines Aufnahme- 
scheines nicht zurückgewiesen werden durfte. Il. VerpflegungsKosten. 
Über die in der Charite entstandenen Entbindungs- 31. Das Pflegegeld bemißt der Oberbürgermeister 
kosten rechnet das Landes-Wohlfahrts- und -Jugend- nach besonderer Vereinbarung, und zwar, Soweit die 
amt ab. Falls eine Wöchnerin oder deren Angehörige Heime dem Provinzialverband von Berlin und Branden- 
unmittelbar eine Rechnung der Charite erhalten, die burg angehören, im Einvernehmen mit diesem 
sie nicht bezahlen können, und entsprechende Unter- x T Kr . 
stützung aus der Wochenfürsorge fordern, so ist dies 32. Bis auf weiteres werden für die Verpflegung 
abzulehnen und der Charite anheimzustellen, sich “OST Wöchnerin mit Säugling widerruflich täglich 
wegen Übernahme der Kosten an das Landes-Wohl- 4,05 RM, bei dem Heim zu Ziffer 34 i täglich 3,40 RM 
fahrts- und -Jugendamt zu wenden (vgl. Dienstblatt gezahlt. N . 
Nr. 69/VII von 1927). 5 re zu ARE td Wöochnenin oder 
ne wi - . ein Säugling allein verpiie sind für den Säuglin 
25. Bei jeder Schwangeren oder Wöchnerin, die täglich 2,35 RM, bei dem Heim zu Ziffer 34i tägl cn 
keine Wohnung hat, ist ohne Rücksicht darauf, ob sie 1.60 RM, für die Schwangere oder Wöchnerin täglich 
von außerhalb kommt oder hr in Berlin wohnte 1'709 RM zu zahlen. 8 
bzw. Aufenthalt hatte, neben den in Ziffer 19 genannten ? sn v % : : 
städtischen Heimen die Einweisung in die städtische taplicher N ERS fen Menlıy Dur den 
Schwangeren- und Wöchnerinnen-Abteilung Nordost Säugling und DE vn täglich für die Sr uıtter, ins- 
As 
zu 1 vn u—- rn a gesamt also 3,85 RM täglich. ’ 
chwangere, die mit einem Einweisungsschein eines : . ı EEE 
EEE a ats für 2ie Tomdest net ip een“ 2 Tage mas Ser Katmdung Zr ker. 
klinik in Berlin eintreffen oder solche, die als Haus- „ng Verpflegungssatz für einheimische Erwachsene in 
schwangere unmittelbar unentgeltlich in diesem Heim go, JII, Klasse der allgemeinen Krankenhäuser zu be- 
Aufnahme finden können, sind zunächst nicht an die „Ahlen, das sind zur Zeit gemäß Dienstblatt Teil VII 
städtische Schwangeren- und Wöchnerinnen-Abteilung Nr. 295/30 7,— RM täglich 
Nordost: zu verire ion. “95. Die Pliegekosten an die Privatheime {fü 
Auch bei der Einweisung in die städtischen Heime, r MRS AUS UN EI VaLOUNE ZT 
insbesondere in die städtische Schwangeren- und Wöch- NT ve be NEST TORE UDEN 
nerinnen-Abteilung Nordost, sind die Grundsätze der |< s elbSt nC besahlen. Erstättungen der N Den keamter 
individuellen Fürsorge anzuwenden. untereinander sind au spe schlossen. 
Alle Wochenfürsorgeangelegenheiten aus Anlaß 
von Entbindungen in der EA a SWEET a U IV. Vorhandene Heime. 
Wöchneritinen-Abteilung Nordost in der Fröbelstraße . . ” 
sind vom Landes-Wohlfahrts- und -Jugendamt zu be- 34. Folgende Anstalten sind als Heime für Mutter 
arbeiten. Das Stillgeld wird in solchen Fällen vom und Kind zugelassen: T 
Bezirks-Wohlfahrts- und -Jugendamt Prenzlauer Berg a) Unterkunft für hilfsbedürftige Wöchnerinnen und 
gezahlt. deren Säuglinge, Berlin O0, Blumenstr. 97, 
x s e ya E2 Alex. 3242. 
i kenhausbehandl 
er de En asergung oder Pflege ©) Mütter und Kinderheim den Trauenvereins der 
* stadti i Logen, U.O.B.B., Berlin N, Brunnen- 
und Behandlung in der städtischen Schwangeren- und Berliner Logen, , ; 
Wöchnerinnen-Abteilung Nordost in der Fröbelstraße straße 41, 
gewährt, so gilt dies für die entsprechende Zeit als D4 Humboldt 2161. 4 . 
Wochenfürsorge (Sachleistung im Sinne 8 12 Satz 3 c) Stiftung „Heimstätte“, Berlin N, Drontheimer 
der Reichsgrundsätze). Straße 39, ; 
27. Die Heime melden täglich bis 12 Uhr die freien D6 Wedding 2215. ARE, Berlin 
Betten, Mütter und Kinder getrennt, dem Rettungsamt d) Evangel. Mütter, und ar einge ,  Berlin- 
der Stadt Berlin (Bettennachweis) — Fernruf: Amt Schöneberg, Opera. ? 
Norden, Rettungsamt —. G1 Sehen en Te ide BER 
98. Die Unterbringung dauert bis zu 6 Wochen ®) Verein Ri erheim Prenzlauer Berg‘, SEE 
nach der Entbindung. D4 Humboldt 2161. 
In besonderen Fällen können Mutter und Kind 4 
über 6 Wochen in dem Heim verbleiben, wenn nach f) a Berlin W 15, Uhlandstr. 148, 
der Entlassung der Mutter mit dem Kinde bei Arbeits- s . 
ünd Mittellosigkeit der Mutter höhere Aufwendungen g) „Haus Dahlem“ der Katholischen Fürsorge für 
für Mutter und Kind insgesamt entstehen würden, als N echeh, Frauen und Kinder, G. m. b. H., - 
die Kosten des Heimaufenthalts für Mutter und Kind ahlem, Lentze-Allee 12/14, 
betragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Kind H1 Pfalzburg 5 und 6. " 
in städtische Pflege aufgenommen und daneben an die h) St.-Monika-Stift, Berlin-Lankwitz, Nostitzstr. 1, 
Mentor Untere En aus Mitteln der Sen en G3 Lichterfelde 3874. 
irsorge gewährt werden müßten. Der Entscheidung ij Wöchnerinnenheim Finkenkrug } des Caritas- 
über ein längeres Verbleiben der Mutter mit ihrem } verbandes für Spandau E.V. in Finkenkrug, 
Kinde in dem Heim für Mutter und Kind muß in jedem Kaiser-Friedrich-Allee 80, 
Falle eine individuelle Prüfung der Verhältnisse vor- Falkensee 304. 
ausgehen. k Heim „Maria-Frieden“, Berlin-Niederschönhauseri- 
N. Hausordnung. Nordend, Schönhauser Str. 40/41, 
59, Die Heime sollen darauf halten, daß Schwangere ] i ü ; $ gerschön- 
und Wöchnerinnen, soweit es ihr Zustand erlaubt, mit Tibet Gtlerz und, Kinderheim in Niederschön 
leichten angemessenen Arbeiten beschäftigt werden. D8 Pankow 822. rn 
30. Die Heime haben im Einvernehmen mit dem #% Wöchnerinnenheim [der Heilsdrmee, Berlin, Rei- 
federführenden Bezirks-Wohlfahrts- und -Jugendamt nickendorfer Str. 55, 
eine Hausordnung einzuführen und die Schwangeren D6 Wedding 7803,
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.