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Volume 6. Juni 1931

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1931 (Public Domain)

Dienstblatt 7 Ausgegeben 
Teil N-VIl. 6.6.10 
172—175 
Teil IT: Arbeit und Gewerbe. — Teil III: Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke. — Teil IV: Hochbau, Tiefbau, 
Baupolizei Feuerlöschwesen, Feuersozietät. — Teil V: Siedlung, Wohnung, Verkehr. — Teil VI: Ernährung. — Teil VII: 
Allgemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen, Leibesübungen. — Teil VE: Schule, Kunst, Bildung, 
Teil VI. 
EZ Verzeichnis x | 
der für die Belegung mit 
erholungsbedürftigen Berliner Kindern 
zugelassenen Erholungsheime. 
— Gesch.-Z. Lajug. 76. Fernruf: Magistrat 4521. 
Anschl.: App. 4. — 
Ich bitte, in dem im Dienstblatt, Teil VII, Nr. 87 
vom 29. 3. 30 veröffentlichten Verzeichnis das unter 
IV. Landheime, lfd. Nr. 23, benannte Kindererholungs- 
heim Mahlsdorf, federführende Stelle: Bezirksamt 
Lichtenberg, zu streichen, da das Heim nicht mehr 
belegt wird. 
Tell VII. 
Bekanntmachungen der staatlichen Schulaufsichtsbehörden. 
" z gemeinern und auch an sich entschuldbare Verstöße 
Li73] Turnunterricht. zu einer symptomatischen Erscheinung zu stempeln. 
— Gesch.-Z. ‚Schw. 10. Fernruf: Magistrat 2815. — Kugpen empfahlen. die heute jeder ge m Ba 
Provinzial-Schulkollegium lich hält, hätte sie sich schneller durchgesetzt, und uns 
der Provinz Brandenburg Berlin-Lichterfelde, wäre mancher Angriff und manche Auseinandersetzung 
und von Berlin den 8. Mai 1931. in der Presse erspart geblieben, wenn nicht hier und 
Nr. 13238 / 7. 5. 1931 da ein übereifriger Turnlehrer verlangt hätte, daß sie 
bei jedem Wetter und von jedem — auch einem 
Sonderakte 323 schonungsbedürftigen — Schüler getragen wurde. Und 
An den Magistrat — Deputation für das Schulwesen — wenn in den letzten Jahren wiederholt heftige Angriffe 
An die Innungs-, Berufs- und Werkschulen — Mi Obungen Oder en Gebrauch N AIDS 
z : igten, rbo wisser 
unmittelbar! Berlin C2 Übungen. uarıungte er torderte, u. bestimmte Turn- 
- I. Turnen, Spiel und Sport haben im Laufe des S°räte nicht weiter benutzt werden durften, so erklärt 
letzten Jahrzehnts auch im Schulunterricht einen 2uch dies sich daraus, daß sich die Erkenntnis der Auf- 
großen Aufschwung genommen. göhen, U und Grenz yon des Parmnte rich bei ein- 
„. Sicherlich beruht diese Erscheinung zum großen Maße vertiett 1 hat, wie ihr Eifer N Ra ist, Ne 
Teil darauf, daß das Interesse der Jugend beiderlei zeitliche Übungen "in den Vordergrund des Unterrichts 
Geschlechts sich im steigenden Maße allen nur denk- zu stellen. Wir werden unten, ohne uns in Einzel- 
baren Formen der Leibesübungen zugewendet-hat. Auf heiten zu verlieren, ausführen, was wir bei einigen 
Grund unserer Erfahrungen und Beobachtungen durften Übungen, die in letzter Zeit Gegenstand unserer be- 
wir aber feststellen, daß diese erfreuliche Entwicklung sonderen Aufmerksamkeit waren, zu beherzigen bitten 
nicht zuletzt unseren Turnlehrern und Turnlehrerinnen Da es aber selbstverständlich aus eschlossen ist, Hin- 
zu danken ist, die in ihrer überwiegenden Mehrzahl weise für alle im Unterricht denkbaren Übungen zu 
allen Anregungen eindringendes Verständnis entgegen- geben, wollen wir diesen Einzelbemerkun einzelne 
bringen und regen Eifer zeigen, sie im Unterricht zu allgemeine Regelungen vorausschicken die dem Turn- 
erproben. Wir erkennen gen an, daß das allenthalben lehrer und der Turnlehrerin die zunächst ihrer eigenen 
zu Tage tretende Be durch Einführung neuer Verantwortung überlassene Entscheidung der Fra 
Übungsformen den Unterricht abwechslungsreicher und erleichtern allen wie sie sich im Einzelfall zu rs 
Wirkungsvoller zu gestalten viel dazu beigetragen hat, halten haben werden. 
ihn zu beleben und die Lust der Schuljugend an 
Örperlicher Betätigung zu erhöhen. Wir dürfen aber 1. Auswahl, Folge und Abstimmung der Übungen 
nicht übersehen, daß, wie im Gefolge jeder schnell haben sich in verständnisvoller Berücksichtigung der 
fortschrei: tendEn KOWSEUNE 5 So. auch hier Erscheinungen jugendlichen Eigenart der körperlichen, geistigen und 
auftreten, Ar wir aufmerksam machen müssen, u CEO nt A Kinder wur Pr Scoreiligen 
damit gute Sache keinen Schaden leidet. Stand Entwick] " einzelnen rsstufen nac! 
Kein pflichttreuer Turnlehrer, keine ihrer £ Möglichkeit dem des physiologischen Alters anzupassen; 
wortung bewußte Turnlehrerin braucht. Al das Übungsbedürfnis. bestimmt die  Brzichungs: 
daß wir es allzu tragisch nehmen, wenn nen ziele und‘ Erziehungsmittel, 
Üpereifer einmal eine Übertreibung, eine Entgleisung , Dieser Grundsatz ist in den Richtlinien für den 
bedenken, daß jeder „Fell“ Dekanuk werden kann, daß Die aorperliche a, geistigen Add Secilechen Bedhrtnicee 
das Ger Ofrentlichkeit dar ane2 kann, daß Die Mörperlichen, geist enen der Knaben verschieden. 
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