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Volume 6. September 1930

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1930 (Public Domain)

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27. Die Küchenverwaltung führt ein Hauptlagerbuch; darin werden alle beschafften Muster Ges. Anst, 35, 
Materialien, möglichst in alphabetischer Reihenfolge, in Einnahme und Ausgabe (Für Irrenanstalten 
laufend gebucht. Für die Bestellung, Verbuchung und Prüfung der Materialien gelten und Hospitäler bis auf 
die Abschnitte I, II und IV dieser Bestimmungen sinngemäß. weiteres die bisherigen 
28. Mit Rücksicht darauf, daß die zur täglichen Speisenbereitung erforderlichen Vordrucke.) 
Gewürzmengen nur gering sind, ist es zulässig, daß sie nicht in das Hauptlagerbuch, Muster Ges. Anst, 36. 
sondern in eine besondere Einnahmenachweisung eingetragen werden. Der Nachweis 
des jeweiligen Bestandes und Verbrauchs wird durch die monatlich oder viertel- 
jährlich aufzustellende und abzuschließende Gewürzkontrolle erbracht. Muster Ges. Anst. 37. 
29, Das Gewicht der Speisenreste, die von den zu beköstigenden Stellen zur 
Küche zurückgelangen und der Küchenabfälle sowie der Knochen ist bei der Heraus- 
gabe an die Abnehmer in eine Kontrolle einzutragen. Diese Nachweisungen bilden Muster Ges. Anst, 38. 
die Grundlage für die laufende Nachprüfung der Abfallmengen, sie dienen ferner als 
Unterlage für die Höhe und den Eingang der von den Abnehmern zu zahlenden 
Entschädigung. Die Trennung nach Sypeiseresten und Küchenabfällen sowie Knochen 
in der Kontrolle ist erwünscht. 
30. Zur Berechnung und Mitteilung der Selbstkosten für die Beköstigung ist Muster Ges. Anst. 39. 
Vordruck Nr. 39 vorgesehen. 
Die Lebensmittelbestände sind zum Schlusse des Rechnungsjahres auf das 
unbedingt erforderliche Maß zu beschränken. 
d) Rechnerische Prüfung. 
31. Die im Materialverzeichnis vogenommenen KEinnahmebuchungen sind auf 
Grund der Rechnungen und Lieferscheine umgehend durch den Rechnungsbeamten zu 
prüfen; die Prüfungen sind auf den Liefer- und Emmnfangsscheinen durch den Ver- 
merk „r.r.“ zu bestätigen. Die Nachvrüfung der Ausgabe muß mindestens durch 
Stichproben erfolgen, auf Verausgabungen von größerem Wert ist hierbei besonders 
zu achten. 
32. Die vollen Seiten der Materialverzeichnisse sind von dem Materialverwalter 
sofort aufzurechnen und von dem Rechnungsbeamten rechnerisch festzustellen. 
11. Kontrolle der Inventarverwaltung. 
a) Allgemeines. 
1. Personen, denen städtische Inventargegenstände zur Beaufsichtigung und 
Verwaltung übergeben werden, sind zur Führung von Nachweisen über diese Gegen- 
stände (Inventarverzeichnissen) verpflichtet. 
b) Index. 
2. Die Grundlage für die gesamte Inventarbuchhaltung bildet der in jeder 
Anstalt zu führende Index, d. i. ein alphabetisches Verzeichnis aller in der Anstalt 
vorhandenen Inventararten einschließlich der ärztlichen Instrumente und Geräte. 
Unter der Nummer, die eine Inventarart im Index erhält, werden die Stücke dieser 
Art in allen Verzeichnissen (Haupt- und Sonderverzeichnissen sowie Lagernachweis) 
nachgewiesen. Ob dem Index ein Lieferantenverzeichnis anzugliedern ist, bleibt dem 
Ermessen der Anstalten überlassen. 
c) Inventar-Hauptverzeichnis. 
3. Ein Inventar-Hauntverzeichnis ist in jeder Anstalt zu führen. Es kann in 
den Anstalten, in denen getrennte Verwaltungen für Ökonomie, Betrieb, Wäsche usw. 
bestehen, in entsprechende Abteilungen zerlegt werden, doch darf die gleiche 
Inventarart stets nur an einer Stelle nachgewiesen werden. 
4. Das Inventar-Hauptverzeichnis kann entweder in Buchform nach dem Muster Muster Ges. Anst. 8 u. 40. 
des Materialverzeichnisses oder in Kartothekform geführt werden. Muster Ges. Anst. 10 
5. Für die Führung des Inventar-Hauptverzeichnisses in Buchform finden und 10a. 
unter Berücksichtigung der hier folgenden Grundsätze die unter IIa dieser 
Bestimmungen für die Führung des Materialverzeichnisses gegebenen Vorschriften 
entsprechende Anwendung. Jedoch sind für den Nachweis der Inventarien die Spalten 
„Eingang, Ausgang, Gesamtbestand“ und gegebenenfalls die Lagerspalten auszufüllen. 
6. Bei Vereinnahmungen von ins Lager gelieferten Inventarstücken erfolgen die 
Buchungen in ähnlicher Weise wie bei der Vereinnahmung von Materialien. Bei der 
Verausgabung von Inventarstücken aus dem Lager erfolgt entweder eine Vermehrung 
des Bestandes bei einer Gebrauchsstelle, oder der Gegenstand wird als Ersatz für 
einen unbrauchbar gewordenen Inventargegenstand verausgabt. Dementsprechend 
müssen die Buchungen im ersteren Falle durch Absetzung vom Lagerbestande und 
Zusatz in den Spalten der Benutzungsstellen und „im Gebrauch sind“ erfolgen. Im 
letzteren Falle (d. ‚h. bei Ersatz als unbrauchbar zurückgegebener Inventarstücke 
durch gebrauchsfähige) sind die Gegenstände erst als Abgang vom Lagerbestande 
zu buchen, nachdem die Aussonderung erfolgt ist; die Spalten der Benutzungsstelle 
usw. bleiben dagegen unverändert. In der Belegspalte sind die als Belege dienenden 
Inventar-Ersatzscheine als solche durch Hinzufügung eines E zu ihrer Nummer 
kenntlich zu machen. Werden Inventarstücke von einer Gebrauchsstelle an eine 
andere abgegeben, so darf es nur mittels eines Inventar-Ersatzscheines, auf welchem 
die empfangende Stelle Quittung zu leisten hat, geschehen. Der Schein ist der 
Inventar-Hauptverwaltung zur Umbuchung vorzulegen. Dabei bleiben die Lager- usw. 
Spalten des ge zuptverzeichnisses T berührt, = werden nur die a Pellen der 
Benutzungsstellen im Hauptverzeichnis je Eintra: in I - 
ich in der B er ‚gungen nventar-
	        
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