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Volume 28. Juni 1930

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1930 (Public Domain)

Dienstbiatt Ausgegeben 
Teil E-VIM. 28. 6.1000 
176—183 
Teil II: Arbeit und Gewerbe. — Teil II: Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke. — Teil IV: Hochbau, Tiefbau, 
Baupolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät. — Teil V : Siedlung, Wohnung, Verkehr. — Teil VI: Ernährung. — Teil VIL: 
Allgemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen, Leibesübungen. — Teil VII: Schule, Kunst, Bildung, 
Teil IV. 
[176] Chemische Untersuchung des 4 Die Proben sind umgehend nach ihrer Entnahme 
176 Baugrundes bei  Tselbauten 16, 6.30] dem technischen Untersuchungsamt, Berlin-Charlotten- 
. burg, Rathaus, Zimmer 402, zu übersenden, begleitet 
-— Gesch.-Z. Tief Vw. 1. Fernruf: Magistrat 2115. — von einem Dog l Ch an Oirlichen Auftragsschreiben, 
s . & & a em unbedingt die Adresse und die Fernsprech- 
ran oe Nato aut Ten werden in der nummer der Dienststelle vermerkt sein muß, um Rück- 
untersucht. Für den Bestand eines Bauwerkes ist aber fragen zu erleichtern, 
auch die Beschaffenheit des Baugrundes von aller- . : 
größter Wichtigkeit. Namentlich für Betonbauwerke, x der Te Da end frisch entnommene 
Eher uch Zür Mauerwerk, birgt der Baugrund Gefah“ Bodene Arttteien suß, 1st in eine weithalige 2-Liter- 
ren, insbesondere, wenn er saure Beschaffenheit besitzt, He ’ nn nn 
stark Sulfatsalz enthält oder hohe Konzentration an asfanche ml BE ehe rn er Spatel 20 
Magnesia, Ammonsalzen, Humusstoffen, Pyrit und dgl. eMZUTUCKEN, O3 ohlräume möglichst vermieden 
aufweist. . werden. 
Wir empfehlen daher, die Beschaffenheit des Bau- Für jede Bodenschichtprobe muß eine besondere 
grundes (Boden und Grundwasser) durch chemische Flasche benutzt werden. 
Untersuchung feststellen zu lassen, bevor mit einem en 
Bau begonnen wird und bitten um Beachtung nach- I. Wasserproben. Für _Wasserunter- 
stehender suchungen sind zwei Glasflaschen notwendig, eine große 
Richtlinien für die E h Bod 2-Liter-Flasche und eine kleine %-Liter-Flasche; beide 
1C On nz te a eh von h en- und Wasser- mit Glasstopfen versehen. Die kleine Flasche dient zur 
proben zum Zwecke der chemischen Untersuchung. Aufnahme des Wassers zwecks Untersuchung auf 
I. Allgemeines. Der Wert der Untersuchung aggressive Kohlensäure; sie enthält 3 g Marmorpulver. 
hängt wesentlich von der Sorgfalt ab, mit der die Beide Flaschen sind randvoll zu füllen, indem das zu 
Proben ausgewählt und entnommen werden; mit der prüfende Wasser langsam in die Probeflasche ein- 
Probeentnahme dürfen deshalb nur Personen betraut gegossen wird. Die Flaschen sind schräg zu halten, 
werden, die das nötige Verständnis dafür besitzen. damit das Wasser an der Wand langsam hinabfließt, 
Zu beachten ist, daß Boden- und Wasserschichten j£<inesfalls darf das Wasser dabei durch die Luft 
schon in kurzen Abständen, namentlich in Großstädten, fallen. Die Flaschen sind völlig anzufüllen, wobei 
völlig verschieden geartet sein können (Aufschüttun- darauf zu achten st, daß das Marmorpulver nicht aus- 
gen). Es kommt vor, daß z. B. auf der einen Straßen- gespült wird. Die Stopfen werden dann sofort auf- 
seite völlig harmlose Verhältnisse vorliegen, während gesetzt und die kleine Flasche solange umgeschüttelt, 
der Baugrund auf der anderen Seite höchst angriffs- bis das Marmorpulver im Wasser gleichmäßig verteilt 
fähig auf Mörtel und Beton oder Eisen ist. Es sind ist. Die große Flasche wird nicht geschüttelt. Nach dem 
daher je nach Umfang und Länge eines Bauwerks Aufsetzen dürfen die Stopfen nicht mehr gelüftet 
mehrere Boden- und Wasserproben zu entnehmen, bei werden. Hat das Wasser einen deutlich fauligen Ge- 
langausgedehnten Bauwerken (z. B. Kanälen) "min- Tuch (Schwefelwasserstoff), so ist, falls die Über- 
destens alle 50 m eine Wasserprobe und alle 100 m eine sendung der Proben zwecks Untersuchung nicht am 
Bodenprobe. Ist mit einer Absenkung des Grund- gleichen Tage erfolgen kann, eine dritte Flasche, 
Wassers zu rechnen, so besteht die Möglichkeit, daß 4° cadmiumacetatkristalle enthält, mit dem Wasser 
das vorher völlig harmlose Grundwasser nach der Ab- in gleicher Weise anzufüllen, wie das bei der mit Mar- 
senkung höchst aggressiv sein kann. In diesem Falle mor beschickten Flasche beschrieben worden ist. Das 
f nur die  indliche Untersuchung des Bodens Cadmiumacetat bindet den ursprünglich vorhandenen 
unterhalb des Grundwassers Aufklärung verschaffen. SCD were WAGSCTSLON: schützt also vor Verlusten durch 
_ Die zur Aufnahme der Proben notwendigen Flaschen CIE MSehNEEn: 
können vom technischen Untersuchungsamt zur Ver- „Das Wasser ist stets mit sauberen Gefäßen zu 
fügung gestellt werden. schöpfen, bei Brunnenwasser oder bei mit Pumpe ge- 
_ Jede gefüllte Flasche ist so genau wie mög- fördertem Grundwasser ist vorher 20 Minuten lang 
lich zu bezeichnen; auf diese Bezeichnung wird im abzupumpen. 
Untersuchungsbericht Bezug genommen. 
Teil VIL 
| 177 ] eit Abschluß Für Konfitüren mit den Firmen: 
weiterer Lieferungsverträge — Konservenfabrik Weitemeyer & Co., A.-G., Fabrik- 
durch die BAG. für das Rechnungsjahr 1930. niederlage NW 87, Kais erin-Augusta-Allee 14/24, 
(Fortsetzung von Dienstblatt VIL/80 Nr. 155.) J. Kosterlitz, 081 Biunuctraße 33 
? 
— Gesch.-Z. Fin. II, 8. Fernruf: Magistrat 2212. — Fernruf: E 4 Alexander 3112-—14; 
Die Berliner Anschaffungs-Gesellschaft m. O0. Zimmermann & Co., SO 36, Schlesische Straße 2, 
für das Rechnungsjahr 1930 weiter folgende Li ent Fernruf: F1 Moritzplatz 7043, F 8 Oberbaum 7043. 
= and . Für Himbeersirup, Kirschsirup mit den Firmen: 
weitem Dr DJ. Bester © Zu Blumenstraße 33, 
Konservenfabrik itemeyer 20. G., Fabrik- ernruf: exander 3112—14; 
miederlage  Nw 87, Kaiserin-Augusta-Allee 14/24. O0. Zimmermann & Co., SO 36, Schlesische Straße 2, 
® Fernruf: F 1 Moritzplatz 7043, F 8 Oberbaum 7043. 
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