Path:
Volume 23. März 1929

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1929 (Public Domain)

Dienstblatt Ausgegzeben 
Seit I-VI, Teil 1V: 24--25. Teil Vil: 32-34. Teil VU: 14-15. 23.3.1929 
Teil 11: Arbeit und Gewerbe. -- Teil I: Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke. -- Teil 1V: Hochbau, 
Tiefbau, Baupolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät. =- Teil V: Siedlung, Wohnung, Verkehr. -- Teil Vl: Ernährung 
Teil VII: Aligemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen. =-- Teil VI: Schule, Kunst, Bildung. 
Teil IV. 
[ 24 | &raftwagenverordnung. [16.35.28] '[ 25 ] Auflözung 
der städt. Hinterlegungsstelle 
-- Gesch.-Z. B. P. Zen. IVa. Fernruf: Magistrat 794--797 der Zentralverwaltung. . 
u. E14 Berolina 5221. -- (Vgl. Dienstblatt 1/29 Nr. 8.) 
(Bolizeiverordnung vom 4. Juni 1927.) | Gesdi.-Z. Fin. 1V,2. Fernruf: Mag. 718.:-- 
| | | s N Die Hinterlegungsstelle ist aufgelöst. Nachdem 
Es sind Zweifel aufgetreten, wie der in den Bestim- yunmehr auch die Bestellung von Sicherheiten in 
mungen des 8 4 der Polizeiverordnung vom 4. Juni 1927 Wertpapieren durc: Dienstblatt 1/29 Nr. 64 ge- 
betr. Kraftwagenräume vorkommende Ausdru> „hinreichend regelt ist, Sind Solche Sicherheiten, Ss0weil Ste bisher 
x“ aufzufassen ist. Dem Sinne der Verordnung der Städtischen Hinterlegungsstelle zuzuführen waren, 
getrenn EE 20655 . künftig nur voch bei den Gesdhäftsstellen der Berliner 
nach ist darunter „räumlich hinreichend getrennt“ zu ver- Stadtbank zu hinterlegen. Ebenso Sind Sicherheiten 
stehen. Bei Genehmigung von Kraftwagenanlagen auf in barem (elde mr oc, bei den Geöchäftsatällen 
ü i ; i der Berliner Stadtbank und der Sparkasse der Stadt 
Srundstütten ber in Frage 1000004 Net empficnt m Berlin pah Dienstblatt 1/1928 Nr. 176 zu bestellen. 
3 23 g g 3 Kite 6MStIES Mintertegungen 5Owie für 
ä ; die Aufbewahrung von Wertsadien ist bis au 
Der, Dverbürgermeister, weiteres die Stadthauptkasse zuständig, Sofern nicht 
Städtische Baupolizei. zur Erleichterung des Gesdhäftsverkehrs eine andere 
. EEE Stelle mit Zustimmung des Magistrats (Fin.) damit 
An die Baupolizeiämter. beauftragt wird. 
----- An die Dienststellen der Zentralverwaltung. 
Teil YE. 
u Am Tage der Aufnahme im Heim müssen die Kinder 
(732 ] für Be dingungen ng 21.3. 29 por der ersten Mahlzeit -- vi nur mit einen Hemd be: 
eidet =“ gewogen und vom Heimarzt unter ucht werden. 
erholungsbedürftiger Kinder in privaten Diese Maßnahmen sind nach Ablauf der Hälfte der Er- 
Erholungsheimen. hotungszeit und am Schluß zu wiederholen. Das jedes- 
k . . malige Untersuchungsergebnis, der vom Arzt bei der leiten 
= Gesch -Z. La. Ing. 11:8. Jernrüf: Magistrat 650/55, Untersuchung festgestellte Erholungserfolg und das Ge- 
nschluß 84. =- wicht des Kindes müssen in den von uns ausgefertigten 
Für die mit den Leitungen von privaten Heimen zu Anmeldebogen eingetragen und vom Arzt unterschriftlich 
treffenden Vereinbarungen über die Belegung der Heime beglaubigt werden. 
find im Einvernehmen mit den Herren Bezirksdezernenten Besonderes Augenmerk ist auf die Körperpflege ein» 
für Jugendwohlfahrt nachstehende Bedingungen nebst einem schließlich Zahnpflege der Kinder zu richten. Mindestens 
Anschreiben aufgestellt worden. die wir künftig zu benußen einmal wöchentlich müssen sie ein warmes Bad erhalten 
bitten. oder warm abgehrout weben, Bei der Veröhreichung 
Di ; : von Wannenbädern dürfen niemals inder zugleich in 
ie Behingungen treten jofort m Kraft. ; einer Wanne oder nacheinander in demselben Badewasser 
- Sonderabdrucke der Bedingungen können beim Landes- baden. Die Kinder sind anzuleiten, regelmäßig ihre Wäsche 
jugendamt abgelangt werden. zu wechseln. Jedes Kind muß wöchentlich ein reines Hand- 
tuch erhalten. Die Bettwäsche ist, falls die Kinder sich 
. Bedingungen . 6 Wochen im Heim aufhalten, nach Ablauf von 3 Wochen 
für die Unterbringung eivolungehedürftiger Berliner durch reine zu erseßen. 
Kinder in privaten Erholungsheimen. In den Schlafräumen müssen die Betten der Kinder 
Die Kinder müssen eine gute und ausreichende Verpfle- einzeln und so weit voneinander entfernt stehen, daß jedes 
gung erhalten. Nach Ablauf von 3 Wochen ist uns der Kind zu seinem Bett gut gelangen kann. Es ist zu ver- 
Speisezettel über die verabreichte Verpflegung einzureichen. meiden, daß nur 2 Kinder in einem Zimmer schlafen. Die 
Erkrankten Kindern muß die vom Arzt verordnete Diätkost Höhe der Belegung in den Schlafräumen richtet sich nach 
verabfolgt werden. heren Grüße. „wi jedes Kind sind Im Schlafraum möglichst 
Die pflegerische und erzieheri ; qm Bodenfläche und mindejtens 8 chm Lustraum vor- 
hat nur NE ich diese erfseherische Bekteuung, der Kinder zusehen. Weiter ist für gute Durchlüftung und Reinigung 
gebildetes Personal, wie Zweite ärtnerinnen Hoörtnerinnen der Schlafräume Sorge zu tragen. „Die agesfleidung der 
Lehrer, Lehrerinnen Graner keiten usw zu erfol en Kinder soll während der Nacht nicht im Schlafraum, sondern 
Bei der Betreuung der Kinder ist besonders auf ihr 6: muß in einem besonderen, luftigen Raum zur Ausdünstung 
und ihre Eigenart zu achten it besonder ZU in ist aufgehängt werden. Für Krankheitsfälle sind Isolierräume 
verboten. Zu Arbeiten dürfen die Kinder nicht heran- bereitzuhalten. . 
gezogen werden. Eine Briefkontrolle ist nicht gestattet. Re- „.. Eine Aussonderung von Bettnässern findet nicht stait. 
figs und politische Beeinflus der Kinder muß unter- Wir legen Wert darauf, daß die Betreuung dieser Kinder 
bleiben. Bei der Ankunft und der Abreise der Kinder sowie mit besonderer Sorgfalt im Zusammenwirken mit dem 
an Sonn- und staatlichen Feiertagen ist die schwarz-rot- Heimarzt erfolgt. 
goldene Reichsflagge am Heim aufzuzieben. eim- Im Falle der Erkrankung eines Kindes it uns sofort 
1gge gilt die Reichsflagge -- evtl. telephonisch -- Mitteilung zu machen. Ebenso 
33
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.