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Volume 30. November 1929

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1929 (Public Domain)

Dienstblatt Ausgegeben 
Teil II-VIII. Teil IV: 111--114. Teil VII: 184-136. 30. 11. 1929 
Teil I]: Arbeit und Gewerbe. =- Teil 11: Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke. => Teil 1V: Hochbau, 
Tiefbau, Baypolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät. =- Teil V: Siedlung, Wohnung, Verkehr. -- Teil VI: Ernährung 
Teil VII: Allgemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen. -- Teil VI]: Schule, Kunst, Bildung. 
Teil IV. 
[ ] [1911.28] Bauschein vom Baupolizeiamt des Bezirks unter Berück- 
111 Bauarbeiten bei Kälte. 19.11.29 sichtigung der Prüfungsvemerkungen des Rotizeipräsidenten 
- . . ; auszufertigen. em Bolizeipräsidenten ist eine rift 
Gesch.-Z. B. P. Zen. IV a. Fernruf: Magistrat 794--97 3,5 Bauscheins mitzuteilen, auc) wenn eine Prüfung der 
u. E 1 Berolina 5221. -- en . AR 
Maurer- und Betonarbeiten dürfen bei minus 3 Grad Bauvorlagen durch den Polzzeipräsidenten nicht erfolgt ift; 
- i mi rad ist ihm ei u vorzulegen. 
Celsius und darunter nicht ausgeführt werden. Nur In Vertretung“ 
Maurerarbeiten geringfügiger Natur im Innern von Ge- n Deriretung 
bäuden sind auch bei diesen Kältegraden zu gestatten. Wir gez. Scheidt. 
ersuchen, auf Durchführung dieser Bestimmungen streng zu 
achten. 
Der Oberbürgermeister Vorstehenden Erlaß teile ich zur Beachtung mit. 
Städtische Baupolizei. Der Oberbürgermeister 
An die Baupolizeiämter. Städtische Baupolizei. 
<-ommmnnn An die Baupolizeiämter. 
[112 ] Prüfung der Bauvorhaben [21.11.26] . 
x 2yeaier, piel- [113 1 Sommerlauben. 22.11.29 
theater, öffentliche Bersammlungsräume = == [2 1120] 
und Zirkusanlagen. -- Gesch.-Z. B. P. Zen. IVa. Fernruf: Magistrat 794--97 
-- Gesch.-Z. B. P. Zen. IVa. Fernruf: Magistrat 794-798. -- und E14 Berotina 5221... 
D : ui ; . 1929. Der Begriff „Sommerlaube“ ist in der Bauordnung 
ae Breu fische Manister Berlin: den 9. Rovemver 2% der Stadt Berlin vom 3. November 1925 nicht festgelegt. 
* * Sie kennt nach 8 1 lediglich offene Lauben, Garten- und 
HG 3609/29: Feldhäuschen Sommerlauben müssen dieser Gebäude 
Um die nicht gleichartige Behandlung, die die Bau- :4 + : 
anträge in Bezug auf. Theater, Lichtspieltheater, öffentliche gattung gleichgestellt werden. Handeit. es sik uu Bauten, 
Versammlungsräume und Zirkusgebäude durch die Bau- die nac) ihrer Grundrißgesteltung: Srpste ii. Benuhungs: 
polizei und den Polizeipräsidenten bisher erfahren haben, Bewohnen Seließen lassen, so können sie nur als Wohn. 
zu beseitigen und um die noch für das Prüfungsverfahren jauben oder Wohngebäude behandelt werden 
bestehenden Unklarheiten zu beheben, wird für das Ver- . | 
fahren, betreffend die Genehmigung der Theater usw. Ich ersuche hiernach zu verfahren. 
folgendes bestimmt: 8 irä find. ebens ; 8 Der Oberbürgermeister 
je genannten Bauanträge sind ebenso wie ae ... 3. 
übrigen Bauanträge beim Baupolizeiamt des Bezirks ein- . "Städtische Baupolizei; 
zureichen. An die Baupolizeiämter. 
4 Exemplar der sämtlichen Bauvorlagen ist sofort nach I 
Eingang -- tunlichst durch einen einfachen Bürovermerk -- 
dem PBolizeipräsidenten, Abteilung I1, durch die Hand der 
Zentrale der Baupolizei zu übersenden. [114 ] 14 ] Belastungsannahmen 26.11.29 
Der Polizeipräsident trifft nach Durchsicht der Vor- für Yalkone und Loggien. 
lagen eine Vorentscheidung darüber, ob er eine ' 
Nachprüfung der Bauvorlagen durch ihn selbst insbesondere =- Gesch.-Z. B. P. Zen. St. VII Fernruf: Magistrat 794--97 
auf Innehaltung der Vorschriften der weaterbauordnung und E 1 Berolina 5221. -- 
oder in verkfehrs- oder sicherheitspolizeilichem Interesse Ür . . 
evendig zope Ist Sg hei all gibt er hiervon der Die Belastung der Balkone und Loggien soll nach den 
Zentrale der Baupolizei und dem Baupolizeiamt des Be- amtlichen Hochbauvorschriften vom 24. Dezember 1919 mit 
zirkfs == tunlichst unter Benußung von Formularen -- 500 kg/m? in Rechnung gestellt werden. Von dieser Bestim- 
Kenntnis mung ist auf Grund ver Verfügung der Städtischen Bau- 
: . < .. plizei vom 2. September in einzelnen Fällen 
- I< habe en Rotizeiprüsidenten a pegelen won der Abstand genommen und eine Belastungsannahme von nur 
Racpr ü un ber Sauvorlnge von geringerer Bedeutung 200 kg/m? gestattet worden. Dabei haben sich Mißjtänd» 
us Jolche kommen in der Regel alle w eniger als und Gefahren herausgestellt. Einerseits sind die an sich schon 
400 Nn d00e Een he in Frage =- tunlichst schon jet empfindlichen Tragkonstruktionen der Balkone und Toggion 
mein abzusehen und. sie fämtlich den Baupolizei- leicht und wenig widerstandsfähig geworden, andererseits 
ämtern der Bezirke zur selbitändiaen Bearbeitung hat sich gezeigt, daß auch an Höfen und Nebenstraßen bei 
in icin. besonderen Gelegenheiten (3. B. Kinderspielseiten, usw.) 
zu überla' EN a - oder durch Belegen mit Heizstoffen für den Winter die Be- 
Die Baupolizeiämter der Bezirke haben unbeschadet lastungen den obengenannten geringeren Wert wesentlich 
der „Setentscheidung des Foltiseipräsidencen, ob ihm das überschritten haben. Aus diesen Gründen muß ich in Zu- 
betreffende Bauvorhaben zur ng vorzutegen ist, mit kunft unter Aufhebung der Verfügung vom 2. Sept. 1926 
der ordnungsmäßigen Prüfung der Bauvorhaben nach für Balkone und Loggien durchweg die Annahme 
allen Richtungen hin; mobesondere io ut En den Bot: von 500 kg/m? N ugklast verlangen. 
Bauanträge zu beginnen. Ordnet der Polizeipräsident eine Der Oberbürgermeister 
lagen vollständig geprüf „unter Beifügung aller Prüfungs- ische Baupolizei. 
kom Rrüfungspermer? versehenen - Zauporlagen ist der & 
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