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Volume 11. April 1928

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1928 (Public Domain)

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f) Zusammenarbeit mit den.Spißenorgani- 4. Die Zentrale für private Fürsorge erledigt die not- 
sationen der Reichsversicherungsträger wendig werdenden Anträge jeher aus ER Mitteln 
sowie Wohlfahrtspflege. oder weist die Angelegenheit einer nach Lage des Falles 
Das Hauptgesundheitsamt ist zuständig für die generelle zu bestimmenden Fürsorgevereinigung zu. 
Heranziehung sonstiger auch privater an der Verschikung 5. Veber die Genehmigung des Antrages . teilt das 
beteiligter Organisationen, Personen und Einrichtungen*). Haupigesundheitsamt sofort das Fösige dem zuständigen 
. ezirksamt mit. Das Hauptgesundheitzamt leitet au U= 
Das Haupt 8 Zentrarfge tei ., treffendenfalls die Verschifung ein unter Eta Be- 
ven Ne nptgesundeitram richtet im Benehmen „mit eüfichtigung ver Magistratsverfügung vom 15. März 24. 
schikung in Frage kommenden Personen und Organisationen borjücsichtiges, daf bei Angehörigen des Mittelstandes bie 
eine Hentratkartei üer alle Verschikungen in Kuranstalten Ra sfenaggehörig: sind, Kosten durth die Mittelstandsfürsorge 
2 er ann übernommen werden, wenn die Kasse Kosten- 
[I]. Richtlinien für die Dur<führung der Mittel- **21"9 auf Anfrage abgelehnt hat. 
fandsfürforge fü öfe. B. Soweit die genannten Personen nicht in der städtischen 
f fürsorg far Tuberkulöse Fürsorge stehen und sich Hilfe suchend an die MEN 
find R Un iorgevedurstige Angehörige des Mittelstandes 1. Die der EIIIE HEER angeschlossenen 
Nn: I. SE : : ! 
| | Wohlfahrtseinrichtungen sind zur Vermeidung einer Zer- 
Personen, welche nach Maßgabe ihres Einkommens und splitterung der Tuberkulosebekämpfung bereit, grundsäßlich 
Vermögens zwar für ein Heilverfahren usw. aus städtischen keinerlei Fürsorgemaßnahmen für Personen zu treffen, die 
Mitteln (Kap. XVI, 1 Tit. XU, 1) nicht unterstüßt wer- nicht in -einer städtischen Fürsorgestelle in Fürsorge stehen. 
den können, bei denen aber unter Berücksichtigung des vor? 2. Sofern sich solche Personen an die genannten Ver- 
jegenden augenblitlichen Notstandes und der damit ver- einigungen wenden, werden diese zunächst Ueberweisung an 
ufGässe. fänd Der fopiglen, Stetig ohne Foster, vie städtische Fürsorgestelle zwe>s näherer Feststellung vor- 
: nehmen. 
lichen Fürsorgemaßnahmen nicht möglich ist. 3. Die städtischen Fürsorgestellen sollen Ueberweisung 
DH. durch 5 genannten Vereine, jose nene dem Vereine: 
Hinsichtlich der Betreuung dieser Personenkreise ist zwi- amen „, entralarbeitsgemeinj<ha t“ angegeben ist, oder 
schen nsih lie ver Betreuung dieser Re sone reise jan ohne weiteres die Zugehörigkeit des Vereins zur Zentral- 
gesundheitsamt folgendes Abkommen getroffen worden: arveiiagemeins han eri enehmen und Dein Bezein die 
A. Soweit die genannten Personen in den städtisG<en usw. . . - Da 
Tuberkulosefürsorgestellen gemäß Dienstblatt Teil Vil Nr. Alle Anträge auf Verschikung aus Mitteln der Mittel- 
82 vom 29. März 1924 zu 8 5 betreut werden: standsfürsorge jind an das Hauptgesundheitszamt zum Ge- 
: 1. Die Zärsorgesielien zeimen dur] das zuständige Be- schäft5zeichen Ges. 53 zu richten. 
zirksamt na inholung der Zustimmung des zu Unter- : .„. : . 
stüßenden die Anträge unter Beifügung der üblichen Unter- IV. Uebersicht über die zur Berfügung stehenden 
ogen (ordnungsmäßig ausgestellte Atteste usw.) an das Kuranstalten und Heilstätten für Kinder. 
auptgesundheitsamt ein. an.. 
2. Anträge können gestellt werden, sowohl auf Gewäh- A. Heilstätten für Tuberkulose-Kranke. 
rung von Zuschüssen zu Heil- und Behandlungsverfahren als Beeß-Sommerfeld: Waldhaus Charlottenburg. 
auch auf Bettenbeschaffung bezw. Gewährung von Dar- Belzig: Heilstätte | 
lehen. Die Gewährung von Zuschüssen erfolgt unter Be- Davos: Deutsche Heilstätte, Kriegerkurhaus. N 
achtung des Grundsates, daß der Pflegesatz der in Aussicht Görbersdorf-Friedland: Dr. Weidkers Lungenheilanstalten. 
genommenen Anstalt (einschließlich aller Nebenkosten) den SPeidegg i. Allgäu: Prinz-Regent-Luitpold-Kinderheilstätte. 
urhschnittspflegesah der Deutschen Lungenheilstätten im B. Solbäder. 
Betrage von 9 RM im allgemeinen nicht überschreitet. Bei- Cammin: Solbad Kinderheim. 
hilfen zu Kuren in teureren Anstalten (Heilstätten und Pri- Dürkheim: Pfälzische Kinderheilstätte. 
vatsanatorien) werden in der Regel nicht gewährt. Kissingen: Christliche Kinderheilanstalt E. V. 
3. Das Hauptgesundheitsamt erledigt die Anträge, soweit Kolberg: Siloah, Christl. Kurhospital. 
ihm Spendenmittel für die Mittelstandsfürsorge zurVerfügung Kolberg: Reine Waldheilstätte Sc<ülerbrink. 
stehen, direkt, andernfalls leitet das Hauptgesundheits5zamt Raffelberg: Kindersolbad Raffelberg. 
die Anträge an die Zentrale für private Fürjorge weiter. Barmont: Kinderfüransialt (Sonnenhaß One 
N ulza: Kinderheilaristalt des Deutschen Roten Kreuzes. 
*) Besonders ist hierbei zu beachten, daß alle Anträge C. Kuranstalten mit anderen Mineralquellen. 
der freien Wohlfahrt5spflege auf Verschikung in Kuranstal- Oeynhausen: Auguste-Viktoria-Kinderheim. 
ten und Heilstätten, bei denen nicht die vollen Kosten durc< Drb-Spessart: Kinderheilanstalt Dr. Karl Behm. 
die zu Verschifenden oder eine nichtstädtische Stelle getra“ Nauheim: Elisabeth-Stift. 
gen werden, dem zuständigen Bezirksgesundheitzamt zu- Kloster Lausnitz: Elisabeth-Stift. ; | 
gehen. In dem Anschreiben dE das Hauptgelundheitgamt Wildungen: Kinderheilanstalt d. Kreise d. Eider. 
emä 1e so usdru> gebracht werden, welchen . Moorbäder. 
rus für sie Borschikung die freie Wohlfahrtspflege Polzin: ohannitertrane en äder 
zu übernehmen bereit uad ene auterbringung, in EF. Seebäder 
eine besondere (3. B. rituelle) Anstalt gewünscht wird. Hin- ; Etui. dernen 
jihtlich der Zuschußgewährung durch die Landezversiche. Sapstund Fac Einderheiftäe Schöneber 
rungsanstalt ist zu beachten, EE Dienstblatt V11/1924 We | . »-Syit: „Villa Anna“ g- 
Nr. 82 die Landesversicherungsanstalt zuständig ii a die Zim or 22 Rinderdeilanstalt des deutschen Roten Kreuzes 
Kinder aus Familien, in denen ein fiternteit versi ert Ist jPin80wi3: Itt : itmatiiche kant ; 
Us Invaliden erung bezie egen . u 4 
nder Rente aus Der Inv die versicherung bezieht: VI24 Mittelschreiverhau: Lenzheim, Heilstätte Verein BA. Stegl. 
Nr. 82 Bezug genommen. Durch die Reichsversicherungs- Mittelschreiberhau: Katharinenheim. 
anstalt für Angestellte erfolgt <hußgewährung für Heil- Rottleberode: Dr. Arndts Kuranstalt. . . 
verfahren bei behandlungsbedürftigen Erkrankungen, also Schönwald i. Baden: Schwarzwaldheim „Ludwig Frank 
im allgemeinen bei kurbedürftigen Kindern auf besonderen G. Son klimatische Kurorte. 
Antrag. Im übrigen wird auf die pale Eun Sob vom Rauen: Wilhelminenhof Fürstenwalde. 
5 Wen „Wöhe Ze artei mit dem Borgsdorf: Verei Dr Spejialanssatlen. 5 
+*).65 Joit versieht werden. me ntralkartei ags : Verein Dr. H. Neumann us. 
3: 6 jo zn Betrieb zu nehmen. Nach über den Gießen: Sheilstätte. 
33 Mpril 1028 EU EEE Reilang eat wi. eit Löbau: upurheite, Anna-Gertrud-Stift.
	        
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