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Volume 7. Mai 1927

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1927 (Public Domain)

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Auch die Auswahl für Erholungsfürsorge bzw. Kur- g) Besichtigungen 
fürsorge ist Sache des Schularztes. Sie ist gleichfalls in 
erster Linie durch entsprechende Auswertung der Ergebnisse 1. der Schulen: 
der Reihenuntersuchungen und der Untersuchungen in den . X 
Sprechstunden vorzubereiten (siehe die diesbezüglichen Richt- Schulbegehungen finden im allgemeinen halbjährlich statt- 
linien). Vor Beginn der Verschikungsperiode kann als Er- Ihr Zweck ist 
gänzung Schulbegehung mit Dur<musterung aller Schüler a) hygienische Ueberwachung der Schulgebäude und ihrer 
in Frage, kommen Zu diesem, Zeitpunft hot sich der Squl- Einrichtungen, 
arzt zwedmäßig über den Umfang der während des ganzen rüfung des all 
Jahres voraussichtlich notwendigen Verschikungen nach ihren H) Yrissung des allgemeinen Gesundheitszustandes der 
einzelnen Formen ein Bild zu machen. Bei der Auswahl 
sind nur solche Kinder für eine Verschikung in Kuranstalten 2.'der Kind . 
und Heilstätten vorzusehen, ii Den Richtlinien ür die Aus» . der Kinderhorte: 
wähl von Kindern zur Verschikung in Kuranstalten un ; . 
Heilstätten entsprechen. Im übrigen hat sich der Schularzt einn EE Prtbheitliche Reausshiisun der in seinem, Tätig“ 
über die besonderen, die Verschikungen (Kur- und Erholungs“ tragen werden. 
fürsorge) betreffenden Bestimmungen und über die zur Ber- . . 
fügung stehenden Anstalten sowie deren Heilanzeigen laufend Bei den stattfindenden Baubereisungen hat sich der Schul- 
orientiert zu halten. arzt nach Möglichkeit zu beteiligen. 
3. Leibesübungen. 
Der Schularzt hat den Leibesübungen (Leistungs- C. Grundsäße für die Ents<ädigung der 
prüfungen), Wanderungen usw. seine ständige Aufmerksamkeit zur Entlassung kommenden nebenamt- 
u widmen. Der Schularzt hat sich über die vorhandenen li<en Schulärzte 
Einrichtungen des Seiden und dit diesbezüglichen ZT3E. 
estimmungen laufend orientiert zu halten und geeignete 8 “7766. :-- 6 . 739. 
Finder zu überweisen, n. Nee Miwiekuns, des Sthal- Di Erf . wan an Te Rhg vite ieräl 
rztes beim immunterr jehe Rundschreiben des e zur Entlassung kommenden nevena en Aerzte 
Magistrats (Ges. 6) vom 31. März 1925. sind unter Berücksichtigung ihrer Eignung für die Berta 
M ermeidung von Gesundbeitsicädigungen durc Wind oda I Buagewbähiten. önnen ein Weber» 
unzwe&>mäßige Leibesübungen in Schülersportvereinen usw. . 
gangsgeld nach folgenden Grundsäßen annehmen oder sich 
muß der Schularzt sein Augenmerk zuwenden. Hierzu muß 36 ebenenfalls dem Ruhe eldbeschluß vom 15. 1. 1923 unter- 
er sich über die Fortschritte des Wissens über Sporteignung ellen der dann vollinhaltlich für sie und ihre Hinterblie- 
und Sportgefahren laufend unterrichten, um nach Möglichkeit ben en zur Anwendung kommt 
Schüler, die in einen Sportverein eintreten, vor dem Eintritt 3 " 
auf ihre Eignung zu untersuchen, soweit der Verein eine * Für die Entschädigung der zur Entlassung kom- 
solche Untersuchung nicht selbst sicherstellt. In Zweifelsfällen menden Aorzte gelten mit Wirkung vom 1. 10. 1925 ab 
sind die sportärztlichen Beratungsstellen zu beteiligen.*) folgende Bestimmungen: 
a) Nebenamtliche Schulärzte, die aus dem Beschäftigungs- 
e) Hygienische Belehrun verhältnis bei der Stadt ausscheiden, ohne daß auf 
ys g- sie die Bestimmungen nachstehender Ziffer b) Anwen- 
Die Verbreitung geeigneten Wissens über Krankheiten dung finden, erhalten ein einmaliges Ueber- 
und Krankheitsvechitung ve Lehrern, Eiterit und Seien gangsgeld nah folgenden Sätzen: 
gehört zu den bejonders wichtigen Aufgaben des ularztes. | 
Es ist seine Pflicht, insbesondere auch durch Uebernahme ent- Ze einer Beschäftigung als nebenamtlicher Schul- 
sprechender Vorträge, dafür Sorge zu tragen, daß die im ars 
Rahmen der Schule stattfindenden gemeinsamen Veranstal- von 1- 4Jahren den 1 fachen Betrag 1 
tungen (Lehrerkonferenzen, Elternabende usw.) diesem Zweeke 5-8 1 en oe “ des lezten 
nußbar gemacht werden. 2... 2 " "32 - | Monats- 
. . 143-1 4 
Die Durchführung der Aufklärungsvorträge über die Ge- „ „ „ „ „ bezuges. 
fahren der Senmiigisie and u Geschlechtskrankheiten gehört H Eien 4 Sn nk > 55 | [ab endet 
zu den Aufgaben des ularztes. er Ausscheidende das 55. Lebensjahr vollende 
und eine schul- bezw. fürsorgeärztliche Tätigkeit bei der 
. . Stadt von mindestens 15 Jahren iehe Tatigkeit jo soll 
f) Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. ihm bei vorliegender Bedürftigkeit auf Antrag statt 
Beim Auftreten übertragbarer Krankheiten in einer Schule des Uebergangsgeldes eine laufende widerru f- 
muß der Schularzt auf Ersuchen des Schulleiters jederzeit liche Unterstüßung im Sinne der Ziffer 5 der 
mit seinem Besuch in der Schule unverzüglich zur Verfügung Anlage 2 des Ruhegeldbeschlusses vom 15. Januar 1923 
stehen, KAlussen- ober Schulschließungen za er nam Sühlung: gewährt werden. = . 
nahme m em ezirts- ezw. uptgejun eitsam eim Im Übrigen finden die Bestimmüngen des vorstehend 
Schulleiter zu veranlassen (vergl. Erlaß des Min. für Volks- Dienstblatt alt . 
wohlfahrt vom 5. April 1923 -- ]. M. 111. 216 11 und Dienst- genannten, Gemeindeyeschlusses (Dienstbiait: 1/1923 'Mr:85) 
blatt V11/1926 Nr. 30). Dem Stadtarzt hat er in jedem 
Falle sofort Meldung zu machen. Ueber die Wiederzulassung | 
genejener inder vai zu erscheiden. au die Meidepfiicht Ausführungsanweisung. 
es ularztes bei ankungen von ulkindern an an- EEETEE: 
ste>ender Lungen- oder Kehlkopftuberkulose wird besonders | Die laufende it einheitlich auf 200% des 
hingewiesen. Diese Meldungen haben an das für die Woh- jeweiligen uhegeides zu 9 4 € . 92 der neu iofsächlichen 
nung des erfrankten Kindes zuständige Bezirksgesundheits- 6 en eldbeschl Vif er Sus 757) tgl ge . 
amt zu erfolgen. (Im übrigen siehe „Ueber die Durchfüh- u Ruheg ähi uß (Dienstblatt | 7.950 M. maß 
rung des Geseizes zur Bekämpfung der Tuberkulose in Berlin , „zuhegeidi ve Dnatsveir ie zugrunde zu 
Dienstbl. V11/1924 Nr. 82 vom 29. März 1924.) Dem Schul- leg Da ommen. egebenenfalls der örtliche Sonder- 
arzt können die Geschäfte eines Impfarztes übertragen werden. Ri ir Berlin un Sozialzulagen. ialzulc a 
eh Rü bie Grüfide/ "bie "zuver allgemeiner 
8) Siehe Richtlinien für die Durchführung des Sonder- Entlassung jetficht Sau bie Bri Die EN R een 
turnens für sc<hwächliche Schulkinder ( 1996 Rr. 5). bei der Prüfung der Bedürftigkeit entgegenkommend zu ver- 
9) Es ist erwünscht, daß der Schularzt die Berechtigung fahren. Zweifelsfälle sind dem Magistrat (Tarifvertragsamt) 
zur Führung der Bezeichnung „Sportarzt“ erwirbt. - zur Entscheidung vorzulegen. | " | H
	        
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