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Volume 26. Februar 1927

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1927 (Public Domain)

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lichen Rechte =- diejenige Mäßigung und vorsichtige Zu- 
rüFhaltung sich aufzuerlegen, die durch seine Steitung als 
„Diener der Gesamtheit“, durch das Ansehen seines Amtes 
bedingt ist und jede Mißdeutung seiner Handlungen, jeden 
begründeten Zweifel an der Zuverlässigkeit in der Aus- 
übung der ihm übertragenen Amtsgewalt ausschließt.“ 
Indem ich diese Grundsäße zur Kenntnis der Leiter 
und Lehrer der mir unterstellten öffentlichen Schulen bringe, 
möchte ich keinen Zweifel darüber wiie, daß ich nach diesen 
Grundsäßen künftig überall da unnachsichtlich vorgehen werde, 
wo der Beamte sich nicht gewissenhaft innerhalb der ihm 
gezogenen Grenzen hält. Gerade der Lehrer wird ii in 
jedem einzelnen Falle fragen müssen, ob und inwieweit feine 
außerdienstlichen Meinungsäußerungen, besonders öffentliche 
Aeußerungen auf politischem Gebiete, damit verträglich sind, 
daß es zu seinen Amtspflichten gehört, 
„die Jugend für die Mitarbeit am Volksstaate heran- 
zubilden, sie zur Mitverantwortung für das Wohl des 
Staates zu erziehen, Staatsgesinnung zu weden und zu 
pflegen“ 
(Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung 1922 
Seite 363), und daß diese Erziehungsarbeit nur geleistet 
werden kann, wenn die Schüler an dem aufrichtigen Willen 
des Lehrers zu zweifeln keinen begründeten nlaß haben. 
ge3.: Beer. 
An die Provinzial-Schulkollegien und Regierungen. 
74 Beginn des Schuljahres [2221] 
[24] am 1. April. 1 227 
-- Gesch.-Z. Schw. Il. A. 26/27. Fernruf: Magistrat 806. -- 
Abschrift! 
Provinzial-Schulfollegium. Bln.-Lichterfelde, 9. Febr. 1927. 
Abt. 11 B Nr. 587/27. 
; An die Bezirksschuldeputation 1--5, Berlin. 
Aus einem uns erstatteten Bericht einer Bezirks- 
schuldeputation geh ee daß bei dieser die Meinung 
besteht, das neue uljahr beginne mit dem 21. April. Wir 
sehen uns daher veranlaßt, in Erinnerung zu bringen, daß 
für die Volks- und Mittelschulen unseres mtsbereichs in 
allen Jahren, in denen der 1. April nicht in die Osterferien 
fällt, das alte Schmjahr mit dem 31. März schließt und das 
neue mit dem 1. il beginnt. 
gez.: Preßel. 
An die Leiter und Leiterinnen der Volks- und Mittelschulen 
Groß-Berlins.
	        
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