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Volume 29. Januar 1927

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1927 (Public Domain)

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Kassenanzeige. Für die außerhalb der regelmäßigen Kassen- mehr im Gebrauch befindlichen Kassenbücher, Belege usw. 
stunden abgenommenen Gelder und Wertsachen können er- sind nach Jahrgängen geordnet für die lezten zwei Jahre im 
forderlichenfalls von der Deputation für das Gesundheits- Kassenzimmer unterzubringan. 
wesen (Bezirksamt) weitere Sicherungen schaffende Sonder- Bei Behinderung des Kassenverwalters müssen die Kassen- 
vorschriften, erassen M des Anweisungen für den bücher den leitenden Verwaltungsbeamten zugänglich sein. 
egedien auf diese nien hinzuweisen. 
Die Annahme von Kur- und Verpflegungsfkosten, Geld- 8 12. Vernüthtung von Zassenakien, Kassenbüchern 
zuwendungen usw. für Kranke ist dem Pflegepersonal unter- . 
jagt. Zahl dü t lb der K tund DJ. Für die Vernichtung von Kassenakten, Kassenbüchern und 
t gt. Zahlungen dürfen innerhalb der Kassenstunden grun D Ü . | 
t 6 säßlich nur an die Krankenhauskasse, nach Kassenschluß an Belegen sind die allgemeinen Bestimmungen des Magistrats 
'ag den diensttuenden Aufnahmebeamten unter Mitzeichnung maßgebend. 
rm eines zweiten Anstaltsbeamten gegen Zwischenquittung ge- | 8 13. 
[ir leistet werden. Diese Richtlinien treten am 1. April 1927 in Kraft. 
äd Der Kassenverwalter ift verpflichtet, alle Buchungen, Nn 
„70 Notierungen und sonstigen Arbeiten jeden Tag restlos zu er- 
ledigen. Zusatz des Magistrats: 
Die Drucklegung der in den Richtlinien erwähnten Muster 
8 9. Kassenabschlüsse. wird von der Deputation für das Gesundheitswesen veranlaßt. 
“ Laufende Absc<lüsse. Die Formutare weiden ah „Sextigsiellung ae ir „DUG. 
. > . ätig gehalten. onderabdru>e der Richtlinien können 
Der Kassenbestand ist täglich nach den Kassentagebüchern DAIrFa I 
festzustellen und in dem Tagesabschlußbuch zu vermerken Def. Der Deputation für das Gesundheitswesen abgelangt 
Hierzu ist nur die Aufrechnung der Spalte 4 erforderlich. . 
Monatlich einmal hat der leitende Verwaltungsbeamte die 
er Uebereinstimmung von Buch- und JIstbestand durc) Aufnahme 
von der Bestände festzustellen und im Kassenabschlußbuche zu 13] Angestelltenversicherungs- 
Ve vermerken. pflicht der - 
im Am Monatsschluß sind die Kassentagebücher und der 2... . 
zefe Sondernachweis der durchlaufenben Posten in allen Spalten Bolonkär-, Hitfs- und Kassenärzte. 
u abzuschließen und die Uebereinstimmung untereinander sowie -- Gesch.-Z. GB. Il. 4. Fernruf: Magistrat 641. -- 
es mit dem Aassenbestande festzustelion. Nach Rundvfg. 261, 1/25, ergänzt durch Rundvfg. 305, 
tun Die Kassentagebücher und das Verzeichnis der Wertsa<en 1/25, sind Volontärärzte und Assistenzärzte an den städt. 
nen sind von einem Rechnungsbeamten nach den rechnerisch fest- Krankenanstalten usw. von der Ängestelltenversicherung be- 
Ers» gestellten Belegen täglich zu prüfen und mit devworgeschriebenen freit. Durch Rundvfg. 126, VI1/26 ist die neue Bezeichnung 
escheinigung zu versehen. Zur Prüfung des Verzeichnisses „Hilfsärzte“ geschaffen worden. Die Versicherungsfreiheit 
Mil der Wertsathen sind die Aufnahmeakten (Aufnahmeblatt) her- erstreett sich nunmehr ' auf Assistenzärzte, Hilfsärzte und 
von anzuziehen. olontärärzte. 
Zur Der Rechnungsbeamte hat besonders zu prüsen, daß alle In Ergänzung der Rundvfg. 261 und 305, 1/25 weisen 
nur Einnahmeposten restlos, insbesondere auch die nach dem wir darauf hin, daß nach Ablauf einer Beschäftigungszeit 
schl Posteingangsbuch eingegangenen Beträge (s. 8 7B Ziff. 3) als Volontär-, Hilfs- und Assistenzarzt von insgefsam! 
und die Vorschüsse (Lohnanforderungen ujw.) der Stadt- 4 Jahren die Tätigkeit der Assistenzärzte versicherungs- 
haupttasse (Bezirkskasse) im Kassentagebuch nachgewiesen sind. pflichtig wird, weil die die Befreiung bedingende wissenschaft- 
u dieser Prüfung dienen liche Ausbildung nach Ablcuf von 4 Jahren als abgeschlossen 
An a) bei der Kur- usw. Kostenvereinnahmung die von dem anzusehen ist. 
ai Rechnungsbeamten zu vollziehenden Kassenanzeigen und Die Versicherungspflicht der Assistenzärzte ist unter Be- 
ve b) ein Einnahmekontrollbuch, in das alle nicht als er- achtung dieser Bestimmung "nachzuprüfen. 
Enn stattete Ausgaben zur Kasse fließenden Einnahmen 
also neben den wirklihen Einnahmen auch alle Ab- 
hebungen von der Stadthauptkasse (Bezirkskasse) und 
alle durchlaufenden Einnahmeposten, von dem an der [12] Herausgabe [26.13.27] 
Bearbeitung, der betreffenden Sintinimarvorschöfe usw. von Krankeng eschi <ten. 2 
unt eteiligten Beamten einzutragen sind. 
wies (Vergl. Dienstblatt VI/25 Nr. 163.) 
Au 2. Jahresabschluß. 59:3 Ges. 2. Fernruf: MEN 
bia 7 ; ; rxminderung des durch das reiben von 
Die Kassentagebücher jedes Rechnungsjahres sind so ab- Zur 8 ur . 
der uschließen, daß die Summe aller Einnahmen mit der aller Krankengeschichten verursachten Schreibwerks empfiehlt sich, 
3C en übereinstimmt. Hierzu müssen zuvor wie folgt 8 verfahren: Kranteih Küdiische A 
. Bei Verlegung von Kranken in ande1 ische An= 
1. die nigt abgewieten KurGlaufenden Gelder auf das agg ji Die anl gesten Hm BRrRlel in ber new 
A 9 nstalt mitzugeben. Für Heil- und Pflegeanstalten (Irren- 
v . alle zu erstattenden Ausgaben erstattet und verein- anstalten) und Hospitäler gilt dies auch bei Verlegung in 
So“ nahmt und alle abzuliefernden Einnahmen abgeliefert burgi ina En | 
bd verausgabt werden Brandenburgische Provinzialenstalten. 
ge: un . . ade „HShe 0 
gir Ausnahmsweise dürfen Einnahmen und Ausgaben zu 2 2. Werden Krankengeschi ien einer städtischen Anstalt 
ä : | von einer anderen städtischen [(t angefordert, weil der 
ie -- jedoch keine Kur- usw. Kosten -- auf das Kassenbuch des Sranke dort aufgenommen wurde, so find sie zum Verbleib 
Avr nächsten Rechnungsjahres einzeln übertragen werden, wenn zu übersenden. Dies gilt für urde: jo find Heil- und Pflege- 
ve sonst der Ubichluß des alten Jahres erheblich verzögert würde. anstalten sowie Hospitäler auch bei Anforderung durch Heil- 
“ und Pflegeanstalten (Irrenanstalien) sowie Hospitäler 
ge, 8 19. Kassenprüfungen. (Siechenanstalten) der Provinz Brandenburg. .-. | 
Ie Die Kassenprüfungen (Dienstbl. 1/24 Nr. 395) sind in den 3. Für jede zum Verbleib oder vorübergehend ab- 
Ww zentral verwalteten Anstalten durch die leitenden Verwaltungs- ebene Krankengeschichte ist ein Merkzettel zum Kranken- 
ge beamten und in den Bezirken nach Anordnung der Bezirks- geschichtsarchiv ZU ien, aus dem der Verbleib der 
ämter vorzunehmen (Muster 7). rankengeschichte ersichtlich ist. i 
de 4. Werden Krankengeschichten zu G e Wissen: 
ai 8 11. Aufbewahrung der Belege und Kassenbücher. schaftlichen Zureden an ädtisch zu Outachten be 0 
an - Die Belege und Kassenbücher des laufenden Rechnungs» vorübergehend herausgegebe iG ist bei der Uebersendung 
Ai jahres sind möglichst in den Geldschränfen, sonst aber in die Verpflichtung zur Rügabe binnen 2 Wochen auszu- 
A“ anderen verschließbaren Gelassen aufzubewahren. Die nicht sprechen. (Ziffer 3 gilt entsprechend.) ochen auszu-
	        
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