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Volume 29. Oktober 1927

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1927 (Public Domain)

- 186 = 
Teil VIE. 
Verzeidinis der mit der 37.10.27 
99 Berliner Ansdhaffungs- ans 
gesellschaft in einem Vertragsverhältnis 
Stehenden Lieferfirmen. 
-- Gesdn.-Z. Fin. IL 8. Fernruf: Magistrat 295. -- 
Das Verzeidhnis ist in Teil 1/27 unter Nr. 248 abgedruct. 
Sonderstüke des Verzeichnisses gibt die Berliner An- 
Shaffungsgesellschaft ab. 
Bekanntmachungen der staatlichen Schulauffichtsbehörden. 
[ 100 | Lesen von Einzel riften [141027] Erlaß vom 13. März 1926 -- VU IH D Nr. 1313 -- ausführt, 
100 s in allen apeisemrist 14 10.27 die bisherige Voraussebung, für die Befreiung von dem 
Prundsihulzwung am ihres enheiausianbes willen nicht 
-. Gesch.-Z. .8. . Magistrat 802. -- mehr gegeben. Aus pä agogisc<en Erwägungen aber habe 
esch.-3. Schw. 8 Fernruf: Magistra ich das weitere Bestehen einer Ausnahme im Sinne des 8 4 
Der Preußische Minister Berlin W. 8, den 2. Sept. 1927 des GrSchG. in jenem Erlaß deshalb als vorliegend erachtet, 
für Wissenschaft, Kunst und weil vei Rükehr der Kinder in die Grundschule ein drei- 
Volksbildung. facher Schulwechsel in einem Jahr erforderlich wäre. Diese 
VU. II. A. Ne. 2012. Rüdsichtnahme wird mit Recht auch für die aus gesundheit- 
. lichen Gründen nicht grundschulfähigen Kinder verlangt, die 
Nach dem Runderlaß vom 22. Mai 1926 -- V ILA 19--, nach dreijährigem geseßlich erlaubtem Privatunterricht schon 
|. Zentralblatt S. 257 Abs. 2, hatten die Regierungen über hei Feststellung einer angeblichen besonderen Leistungs- 
das Ergebnis der Versuche mit dem völligen Ersegen des fähigkeit versagen oder nach dem Willen der Erziehungs- 
Lesebuches durch Einzelschriften in angemessener Frist ZU berechtigten zu vorzeitigem Uebergang auf eine mittlere oder 
berichten. Im Erlaß vom 22. Februar 1926 -- U TI A 2753 höhere Schule nicht bestimmt sind. Auch für diese Kinder 
-- Weidmann'sche Taschenausgaben Heft 40 a S. 99 -- habe würde der Zwang zum Uebergang auf die Grundschule in 
ich darauf hingewiesen, daß die Auffassung nicht berechtigt diesem Jahr einen dreimaligen Schulwechsel innerhalb eines 
ist, Einzelschriften seien für die Unter-, Mittel- und untere Jahres zur Folge haben, der ihnen aus pädagogischen 
Oberstufe nicht notwendig oder nicht einmal wünschenswert Rücksichten nicht zuzumuten ist. Auf Grund des 8 4 GrS<G. 
und seien auß, für die legten Schuljahre nur bei besonders will ich daher im Interesse dieser verhältnismäßig geringen 
geförderten Klassen und unter günstigen Umständen Zahl von Kindern nichts dagegen einwenden, daß sie auch 
empfehlenswert. noch für das 4. Grundschuljahr dem Grundschulbesuch“ fern- 
Da das Ziel des Lesens die Erziehung zum Verständnis bleiben. Die Ausnahme ist für das 4. Grundschuljahr in 
ganzer Bücher und das Lesen von Einzelstüken im Lesebuch diesen besonderen Fällen durch die erwähnten pädagogischen 
hierfür nur ein dienendes Mittel ist, so ersuche ich unter Rücfsichten auch ohne neuen Ausweis über den Gesundheits- 
Hinweis auf meinen Erlaß vom 22. Februar 1926 nochmals, zustand der Kinder begründet. Für Kinder dagegen, die schon 
das Lesen von Einzelschriften neben dem Lesebuch in früher, etwa im dritten Grundschuljahr, grundschulfähig 
allen Schulen anzuregen und Versuche mit dem Lesen werden, besteht ein gleicher Anlaß, aus pädagogischen 
von Einzelschriftensta tt des Lesebuches zu fördern. Gründen Befreiung vom - Grundschulbesuch zu gewähren, 
Bis zum 1. Oktober 1928 erwarte ich Bericht äber den nicht. Grundschulfähige Kinder, die sänger als ein Schuljahr 
Umfang des Lesens von Einzelschriften n eb en dem Lesebuch die Grundschule besuchen könnten, dürfen der Grundschule 
und über die Versuche, auf der Oberstufe das Lesebuch durch nicht vorenthalten werden. 
Ganzschriften zu erseßen, sowie über Erfahrungen und I. Zur Behebung von Zweifeln weise ich aus diesem 
Erfolge beim Lesen der Ganzschriften überhaupt und beim Anlaß darauf hin, daß die Frage, ob ein Kind grundschul- 
Lesen von Einzelschriften statt des Lesebuches im be- fähig ist oder wegen seines Gesundheitszustandes auf Grund 
sonderen. des 8 4 des Grundschulgeseßzes die Erlaubnis zum Empfang 
A . Menzel von Privatunterricht erhalten kann, nicht nur bei Beginn 
Im Auftrage: gez. Menze“. der Schulpflicht, sondern auch fernerhin bei Beginn der 
weiteren Schulpflichtjahre nachzuprüfen ist. 
Die Beibringung eines. ärätlimen Zeugnisses ii aicht 
zwingend vorge rieben, wir er in den meisten Fällen 
[ 101 | Uebergang von Kindern [21.1027] erforderlich sein. Das Zeugnis eines Scularztes oder 
aus Privatschulen und beamteten Arztes wird nur dann zu verlangen sein, wenn 
Schulzirkeln zur mittleren und privatärztliche Zeugnisse nicht bereits Klarheit geschaffen 
höheren Schule. haben. | 
I. Nach Ziffer Il Saß 2 des Runderlasses vom 4. Fe- 
-- Gesch.-Z. Schw. 4. 210/27. Fernruf: Magistrat 811. =- bruar 1909 -- Zentralblatt S. 333 -- haben die Schulräte 
Provinzial-Schulfollegium. Bin.-Lichterfelde, 7. Okt. 1927. die „aussi der den Praten auS iese 
11 B Nr. 1688/27. Grloubnie aum Empfang B teivat terin eu Stelle der 
ini i I licht zum Beju' ru e gemäß ' 5 Grund- 
- Der Preuß. Minister Berlin, den 14. April 1927. schulgeseßes. In O wei elsfällen ist vor der Entscheidung an 
für Wissenschaft, Kunst und Zug ; 
Volksbildung. die Regierung Zu berichten. 
UIID Nr. 104 V I. Im Auftrage: 
1. Für Kinder, die aus dreijährigem gesetzlich erlaubtem . gez. Kaestner, . . 
Privatunterricht nach Erfüllung der gejetztichen Bedingungen An die Regierungen und das Provinzial-Schulkollegium, 
zur mittleren oder höheren Schule bergehen eiten, die Bln.-Lichterfelde. 
ufnahmeprüfung aber nicht bestanden haben, wie der - -.
	        
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