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Volume 3. April 1926

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1926 (Public Domain)

[35] Maßnahmen zur Erhöhung BRE: Besucher ist ein Stü><en Seife unentgeltlich zu 
der Befriebssicherheit ; 
in den städtischen HallensCqwimmbädern. T Rettungoperäte 
= Gesch-Z. Ges. 18. Fernruf: Magistrat 242. -- Geräte zur Rettung Ertrinkender und Materialien zur 
1. Personal. ersten Hilfe sind in jeder Badeanstalt vorrätig zu halten.*) 
1 Arf des Berfonats, . . 8. Kontrolle der Chlorierung. 
2) Hauptamtliche Anstellung eines verantwortlichen Leiters / | 
in jeder Buksbadeanstatt, Bei der Auswahl sind fach- In jeder Anstalt, die mit Chlorierungsverfahren arbeitet, 
technisch geschulte Personen zu bevorzugen. ist täglich mindestens einmal am Vormittage und einmal am 
H) Die Anzahl des Personals ist so zu bemessen, daß auch Nachmittage das Wasser auf freies Chlor zu prüfen. Die 
bei stärtstem Andrange mindestens eine Person für Auf- Befunde sind in ein besonderes Kontrollbuch einzutragen. 
sichtszwe>e in der Schwimmhalle verfügbar bleibt. 
“ Die Aufsichtspersonen dürfen mit NRebenbeschäftigungen 9. Medizinische Bäder. 
“ Ei . : 
während des Lutsichtsbiensies nicht belastet werden. Das Wiisteilhopersonat darf von sich aus besondere medi- 
2. Ausbildung des Personals. zinische Bider 4 empfehlen. Im übrigen gesehen es jim 
4)'In jeder Schwimmhalle muß das gesamte technische Per- erforderlich, von Privatpersonen in jedem Falle eine ärzt- 
| jonal einschl. ? Anstaltsleiters im Schwimmen, liche Bäderverordnung zu verlangen. 
uchen, Rettungsschwimmen und in erster Hilfe bei Un- 
glüdsfällen ausgebildet sein. II. Allgemeines. 
") Vorhandenes Personal, welches diesen Anforderungen .. - 
nicht entspricht und nicht innerhalb 2 Monaten den Nach- nah „Zur Konirolle der Surehsührung der vorsiehenhen Moh: 
weis nachträglicher Ausbildung erbringt, ist abzulösen. Kamtuision nter Zuziehung von Vertreiern. der send te 
") Neues Personal it nur dann einzustellen, wenn es die gebildet 
angeführten Fähigkeiten nachweist. | . - |. 
". Die Kuchitdung und Prüfung des Perfonnlz.erfeigt dirh a Sen InEn MRD Bd Bam InT Es 
ie Bezirke. Cine Vermehrung von : eee 
Möglichkeit durch Austaufech innerhalb der Anstalten ver- Bors. der Bezirksämter vom 27. 1. 26 Nr. 2 d. Tagesordnung. 
mieden werden. Im übrigen bleiben die timmungen : :.2.5 
über das Beantragungs- und Bewilligungsverfahren für An die Bezirksämier. 
neues Personal unverändert bestehen. 
11. Technischer Betrieb. 
1. ReinigungundKlarheit des Wassers. egegeld für die in 
Für größte Sauberkeit der gesamten Baderäume, ins- "56 ] Pfleg Ie für e 24.3. 26 
besondere der Schwimmhallen und des Be>enwassers, ist der migen % 
Unstaltsleiter verantwortlich. ' befindlichen städtischen flegetinder. 
2. Unterwasserbeleuchtung. -- Gesch.-Z. Lajug. 1. 71. Fernruf: Magistrat 650. -- 
Die bisherigen Erfahrungen sind noch nicht ausreichend, Zur- Erzielung einer für alle Bezirke gleichartigen Aus- 
um eine allgemeine Empfehlung der Unterwasserbeleuchtung zahlung des Pflegegeldes tritt ab 1. April 1926 folgende 
zu gestatten. Weitere Versuche find erwünscht. Regelung in Kraft: 
S i ; Soweit es sich um volle Monate handelt, sind Monats- 
3, Trennung der Schmimmbe&tenteite sätze Tei Monat zu 30 Togen vr, soweit es fich im 
Eine feste Trennung von Schwimmer- und Nicht- Teile eines Monats (bei Inpflegegabe oder Ausscheiden eines 
sc<wimmerteil durch Gitter oder ähnliches empfiehlt sich nicht, Kindes aus der Pflege während des Monats) handelt, tage- 
dagegen ist für deutlich erkennbare Abgrenzung durch weise errechnete Beträge zu zahlen; im letzteren Fall unter 
Ketten, Seile oder Balken und weithin lesbare Beschriftung Aufrundung auf volle Markbeträge. ii“ 
Sorg: zu enen, Die Trennung R mögt fo vorzu Wir stellen anheim, .die Vertr leute und Pflege 
nehmen, noch etwa 1 m jenseits der Trennungslini stellen anheim, . 'auensleuie und Pflege: 
auch im Schwimmbecken Grund für Nichtschwimmer vor- kltern gelegentlich hiervon zu benachrichtigen. - 
handen ist. Landes-Wohlfahrts- und. Jugendamt Berlin, 
4. Einspringenvon beliebiger Stelle aus. Abt. Jugendwohlfahrt (Landesjugendamt), 
: Das feitsiche * Einspringen in ii Beifeit 5 nach „Mög: Städt. Pflegekinderwesen. 
ichfeit zu verhüten (Warnungstafeln in der e und FEGEN es 
jeffeit zu ombüten | F An sämtliche Bezirksämter. 
5. Beschränkte Benutzung der Schwimm- RIEREN 
be&en. 
Soweit es sich durchführen läßt, ist das klassenweise 
Schwimmen der Schulen zeitlich vom allgemeinen Betrieb *) Als erforderlich werden erachtet - 
33 Wenner 1. Instrumente: 1 Zungenzänge, 4 "Stieltupfer/ [1 (ih 
6. Körperreinigung vor Benußung des zum Sestbinden der Zunge; FE STNENN 
Schwimmbeens. 2. Medikamente: Baldriantropfen! Salmiakgeist/" Jöb- 
Gründliche Körperreinigung vor Benußung des „Änftur; Szene 
Schwimmbetens ist unbedingt erforderlich. Dort, wo auf 3. Verbandsstoffe: 4 Krämersc nen, 3 Schnellverbände 
Grund örtlicher Verhältnisse zurzeit ein Abstreifen der Bade- (große), 6 Schnellverbände (fleine), 2 Kambrik- 
kleidung nicht durchführbar ist, soll für zwe>mäßige Her- binden, 1 Sportpakung „Hansaplast“ der Fa. 
richtung der Räume gesorgt werden. Beiersdorf & Co.. 500 & graue We CZ 
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