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Volume 14. März 1925

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1925 (Public Domain)

E. Nebenerwerb der Hebammen. Sinding mit der Dienstblatiöeröffentlihung Tei I 057 
. 1 m von 1924 für die Stufe er un er A der Bekanntmachung 
(35 13 g "d Ziff 5, Gesehre über das He S-mmeumesen sowie des Finanzministers vom 1. 12. 1924 (Preuß. Besoldungs- 
blatt S. 363/364) vorgesehenen Sätze hinaus. 
Die Beurteilung, Anrechnung und Genehmigung des Der Nachweis: über die gemacht-n Aufwendungen ist 
Nebenerwerbs der Hebammen hat nach folgenden Gesichts» dur< die Vorioge von Fahrtausweisen, Quittungen und mit 
punkten zu erfolgen: ! Empfangsbescheinigungen versehenen Rechnungen zu führen. 
Jede Tätigkeit der Hebamme, die dazu dienen soll, ihr 14 Gewährung von Reisekosten und Tage- 
gesdliche Einnahmen oder andere wirtschaftliche Vorteile zu goldern für die einer Kreis- oder der Pro- 
verschaffen, und die nicht unter die Ausubung ihrer Berufs- yin zialhebammensteile als Mitglieder an- 
pflichten fällt, gilt als Nebenerwerbstöätigkeit und ist genehmi- gehörenden Hebammen und Mütter und für 
gungspflichtig. die einer Kreishebammenstelle als Mit- 
2. glieder angehörenden in der Geburtshilfe 
Die Genehwigung zur Ausübung eines Nebenerwerbs tätigen Aerzte. 
ist nur ausnahmsweise und nur in besonderen Einzelfällen, (8 30 Abs. 2 und 8 35 Abs. 2»des Gesees über das 
yämlich dann zu erteilen, wenn eine Hebamme aus zwingenden Hevammenwesen.) 
wirtschaftüchen oder Ahnichen Grunden eine jol<4e Erwerbs Die einer Kreis- oder der Provinzialhebammenstelle an- 
8 3 peyörenden Hebammen und Mitter un die einer Kreis- 
. . hebammenstelle angehörenden in der Geburtshilfe tätigen 
Gibt die Art der Nebenerwerbstätig*eit Veranlassung zu Uerzte erhalten als Ersatz für vare Auslagen und Egan 
Bedenken hinsich'lich der Beeinträchtigung der Berufstätigkeit Arbeitsve. dienst für jede Sitzung, an der sie auf Einladun 
der H bamme, so ist die Genehmigung grundsäßlie) zu ve» ... ... g- ; . 9 
teilnehmen, eine Entschädigung in der im 8 2 Ziffer 3 des 
jagen. Ortsges-ges vom 4./5. 2. 25 (Dienstbl. Teil 1 Nr. 80 von 1925) 
E t: n , für Bürgerdeputierte vorgesehenen Höhe, mit der Maßgabe, 
Dies trifft insbesondere zu bei jeder Beschäftigung, die „gß für die Provinzialhebammenstelle die Soße für die 
zum Einhalten bestimmter Tageszeiten und Arbeitsstunden Berwaitungsdeputationen des Magistrats und 'ür die Kreis» 
verpflichtet, jowie bei denjenigen Berufen, die die Tauglichkeit hehammenstelle die Säge für die Verwaltungsdeputationen 
der Hände der Hebamme vermindern, die Anlaß zu ein-r der Beziksämter An vendung finden. 
dauernden Ver hmußzung des Körpe's und des Haupthaares - ... == wen Spot ant009 amt 2 at a 
jowie zur Uebertragung von Krankheitskeimen bi«ten. Die Erstattung der Beiträge für eine Versicherung der 
Hebammen gegen Alter, dauernde Berufsuntähigket oder 
5. Invalidität gemäß 8 18 des Gesees uber das Hebammen- 
Infolgedessen ist von der Erteilung einer Genehmigung wesin wird noch geregelt werden. 
für jede Art Er d arbeiten wie Feldarbeit, Arbeit m Favriken, = = = === -<=--= == -- = - == => == 
in gewerblichen und Handelsvetrieben abzusehen. Aus<ge- Zweks erstmaliger Festsezung der Zahl der in Berlin 
schlossen ist ferner jede Täiuigkeit als Wajich-, Aufwarte-, an Hebaumen zu erteitenden Niederlassungsgenehmigungen 
Reimmnemache- und Portierf au und als Krantenpflegerin. gemäß 8 1 des Ortsgejezes vetr. die Regelung des Heb- 
Im allgemeinen werden Einwendungen gegen Heini ammenweiens in Berlin (Dienstblatt Teil V11/24 Nr 152) 
arbeit, wie Nähen (Weiß ähen), Sti>ken, Schneidern, Puß- ersuchen wir um Einreichung von Vorschlägen mit ausführ- 
macherei und Sqcpreibarbeit nicht zu erheven sein. licher Begründung unter Berücsichtigung der Bestimmungen 
des Abjchnittes 6 der Durchführungsvestimmungen, wobei 
6. bei der Festsezung der Zahl der zu erteilenden Niederlassungs- 
Das Einkammen aus dem Nebenerwerb der Hebamme genehmigu: gen nur 'von den Hebammengeburten der 
ist vou au! das Mindesteinkommeu anzurechnen. 3 legten Kalenderjahre (Durchschniit) auszugehen ist, 
und um Angabe, wo die dortige Freiehebammensteie, ihren 
F. Prüfung des Nachweises der Einnahmen DSiß hat (Amt, Straße, Hausnummei) bis spätestens 
und Aus 8 ben au < de R Hebammen . ruf 10. 4. 1925. Falls eine Avgrenzung von Wohnbezirken 
(3 17 des Gesees über das Hebammenwesen in Verbindung vorgenöinnien wird, ist die Zahl der uuf jeden Wohnbezirk 
mit 8 4 des Oitsgesetzes vom 21. 3 24 enfallende:« Hebammen besonders aufzuführen. . 
gesetze : ) Die Geschäfisordnung für die Kreishebammenstellen der 
D'e gemöß 8 20 der Dienstanweisung für die im preuß. Stadt Beriin (ogl. 8 31 Abs. 4 des Preuß. Hevammenges.) 
Staatsgebiet tätig n Hebammen vom 23 3. 23 zu führenden wird in nächster Zeit veröffentlicht werden. Bis zu diejem 
Doppelvescheinigungen und Rechnungsbücher sind als Unter- Zeitpunkte izt vo:iaufig wie foigt zu verfahren: GEE EE 
lauen für die Prüfung des Anspruchs au' Gewährung eines Die Kreishevammenstelle ijt beschluyfähig, wenn außer 
Zuschusses bis zur Höhe des Mindesteinkommens heranzu- dem Vorsigenden minoestens die Hälfte der Mitglieder an- 
ziehen. Die Hebammen sind am 13. 1. jedes Kalend«-rjahres wesend 1ist. Die Beih üsse oder Entichtießungen werden mit 
aufzufordern, ihre Einkommensnachweise einzureichen und Stimmenmehrheit gejaßt. Bei Stummengleichheit entscheidet 
bie:auf auzug ben, 9» sie Ansprüche auf Zahlung eines Zu- die Stimme des Borsigenden. | 
schusses zum Mindesteintommen erheben. Veber jede Sitzung ist eine Niederschrift anzüertigen; 
die von dem Borsizenden und dem Prototrolljührer zu unter- 
G. Gewährung von Reisekosten und Tages- zeichnen iit. 
geidern an Hebammen, die an einer Nach- Irks ämter 1--20. 
prüfung oder einem Fortbildungstehrgang Mie t= RES 
teilnehmen. 
(8 19 des Gesees über das Hebammenwesen.) "rr 49 ] Tarifsäße für die fm 
Hebammen, die sich im Besitze einer Niederlassungs» = Beerdigungsfosten =-- -- 
genehmigung befinden, erhalten tür die Tei':nahme an einer verssforbener städiischec Pflegekinder; 
Nachprüfung und an einem Fortvildungslehrgang von dem Ge EE | „Pfiegetinec, 
für ihren Wohnort zuständigen Bezirk« amt Re sekosten und = Gesch.-Z. Jug. 1. 1. „Fernruf: Magistro 650/55, 
Togegelder nut in Höue der nachweivlis tatsachlich für diesen Zimmer 65. -- ET iv 
wer gema uiwendungen, nicht über die in der "Ansch unsere Rundverfüguiig “ 505154 
Dien..blattveröffentlihung Teil I Nr. 274 von 1923 in Ver» Seil Mmh air: uisere Rundpecsügung zu 2004
	        
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