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Bürgerbücher und Bürgerkontrollbücher

Full text: Die Bürgerbücher und die Bürgerprotokollbücher Berlins von 1701 - 1750 / Kaeber, Ernst (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

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1742 
24. 7. Borchert, Joh. Chn. Schneider, Wernigerode, luth. ist arm, 4 Thr. 
Wandel, Joh. For. Schuhmacher, Bs. luth. V. ist ein 50jähriger B 
und ganz verarmt; 2 Tlr. 
Zug, For., Schuhmachergeselle, Woldenberg, R.M., luth. 6 Tlr. 
Berlin, Mich, Viectualienhändler, Heiligenbeil i. Pr. duth., hat im 
Hollsteinschen Reg. gedient, heiratet eine Bw., 3 Tlr. 
Steffen, Chn. Fdr., privilegierter Mehlhändler, Bs. luth. bei seiner 
Vernehmung am 15. 4. 37 bittet sein B. Bäcker)mstr. Jac. St, 
seinen Sohn für die Hälfte anzunehmen, weil er bekanntermaßen 
ein armer Mann sei, „der höchste Gott würde es E. Hochedlen 
Magistrat wieder belohnen“, 2 Tir. (15. 4. 37.) 
Beescke, Mich. Lud. Gold- und Silberdrahtzieher, Bs. luth. V. Gelb— 
gießer; ihm ist unter dem 29. 5. das Reskript vom 27. 3. wegen 
Gewinnung des B.rechts publiziert worden, er hat sich aber mht 
gemeldet und ist daher auf den 24. 7. zu Rathause beschieden worden, 
er arbeitet auf seine Profession für die Goldfabrik ij, seine sFrau) 
treibt die Destillateurnahrung; wenn alle Drahtzieher, Plätter und 
Spinner das B.recht gewinnen müßten, wolle er sich dem nicht ent— 
ziehen; Vfg. praest. praest. recipiendus; darunter: B. hat das 
B.geld am 13. 12. 483 bezahlt, nachdem durch Reskript verordnet 
worden ist, daß die Drahtzieher, die eigene Häuser haben und 
bürgerliche Rahrung treiben, das B.recht gewinnen sollen; s4a Tir.]?) 
25. 7. Wennick, Sam. Viehhändler, bei Frankfurt a. O., luth., hat am 
13. 3. 37 angefangen, mit Vieh zu handeln; der Stadtsekretär 
Weickgenannt bezeugt, daß W. sich zwar redlich, aber knapp und 
schlecht nähre; Schutzo, 2 Tlr. (13. 8. 37) 8) 
26. 7. Prahmann, Joh. Ph,. Lohestoßer in hiesiger Mühle, Bs. luth. 23 Jahre: 
V. ist Fischer; 4 Thr. 
28. 7. Heinemann, Mrt, Fischhändler, Kassel, ref, hat seine Profession als 
Zeugmacher einige Jahre getrieben, weil er aber dabei ganz zurück— 
gekommen ist, hat er den Fischhandel angefangen und hält auf dem 
Friedrichsstädt. Markt feil, ist arm, Schutzoö., ITlr. 
Keßler, Jac, Höker, Geltow bei Potsdam (Osth.), luth. ist arm, hat 
s Kinder, Schutzv. 1 Tlr. 
Voigt, And., Zimmergeselle, Magdeburg, luth. cit, ist mit einem Häus— 
chen angesessen, aber soviel darauf schuldig, daß er wenig oder nichts 
daran zu fordern hat, 4 Thr. (11. 7.) 
30. 7. Sonnin, Joh. Dav., Kaufmann, Gritzow i. Meckl. (wohl — Grüssow) 
luth. ist j. A. sein Handel besteht nur in Leinenwaren und importiert 
NDie kal. Gold- und Silbermanufaktur. 
) Der Betrag ist aus der Vfg. zum, Prot. zu erschließen; im Bb. ist zunächst vermertt: 
„restiert noch“ und dann a. R. nachgetragen: hat den 12. () Dez. 17483 bezahlt; die Höhe 
der Zahlung ist nicht angegeben. Aber die ganze Angelegenheit vgl. die Einleitung. 
) Am 25. 7. im Prot.buch noch: Rotherstein, Joh. Fdr. Gärtner, Quedlin— 
burg, luth. cit, hat erst kürzlich geheiratet, schent etwas Weißbier im Garten 
des Hofrats Buchhoitz, (Joh. G. B. Hof⸗- u. Kriminalrat; sein Garten lag vach 
Min. von Dr. Jahn in der Reuen Königstr.), ist sehr arm, Schutzo. für IClr, 
wie gebeten.
	        
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