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Einleitung I. Die Quellen

Full text: Die Bürgerbücher und die Bürgerprotokollbücher Berlins von 1701 - 1750 / Kaeber, Ernst (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

Die Quellen 
des Bb. vor; es muß hier März statt Februar heißen. Im übrigen 
aber stimmen die Dalen in der Regel überein, ebenso 1578 Doch er⸗ 
scheinen hier die Namen Ritzke bis Retz in anderer Reihenfolge und in 
Z von 4 Fällen unter anderen Daten; bei Ritzke eine Woche früher, bei 
Schultze und Retz 4 bezw.5 Tage später als in R. Der Unterschied wird 
doch wohl auf dem zwischen Geldzahlung und Eidesleistung beruhen. 
Die R. von 1578 und 1607 führen im Gegensatz zum Bb. keine 
Daten, seltener den Veruf, fast nie die Herkunft an Andererseits bringt 
die R. von 1607 Ratenzahlungen, deren Urheber nur dann im Bo. 
erscheinen, wenn später der Rest bezahlt wurden). In einigen Fällen, 
in denen in R. genannte Namen in Bb. nicht begegnen, legt bei R. 
offenbar nur eine Ratenzahlung vor, auch wenn das nicht ausdrücklich 
bemerkt wird'). Die Reihenfolge ist, wenn die ersten Ratenzahlungen 
unberücksichtigi bleiben, in R. und Bb. die leiche. Die Namensformen 
weichen oft ziemlich stark ab: Voltzke und ge Merten und Martinu— 
tus, Sabel und Zobel. Die R. von 1623 bringt nur zum geringeren 
Teile Daten, entweder die gleichen wie das Bb. oder gelegentlich um 
Loder einmal auch um 10 Tage frühere. Wenn umgekehrt hier Mich. 
Müller mit 4 Tlr. 4 sgr. unter dem 28. 5. im Bb. mit 4 Ihbr. 6 sgr. 
erst am 18. 6. erscheim, so hat er wohl jetzt erst die restlichen 2 sgr. 
erlegt. Weshalb die 10 Tlir. die Joh. Ribe zahlte, im Bb. am 2. 10., 
in R.erst am 4. 12. vermerkt werden, ist nicht ersichtlich. Aus allem 
ergibt sich, daß das Bb. gut geführt wurde und nur solche in den R— 
genannte Personen nicht aufnaͤhm, die das volle Bürgergeld nicht zahl⸗ 
ten und zweifellos auch nicht schwuren. 
Für Cölln sind die R. von 1574 und 1579 verglichen worden. 
Beide stimmen in den Namen und ihrer Reihenfolge mit dem Bb. genau 
überein, doch führen die R.im Gegensatz zum Bb. für jede Zahlung 
das Datum an uͤnd die Zahlungen in Schoͤck und Groschen, während 
das Bb. für 1574 dafür gelegentlich Thr. und für 1579 siets sgr. oder 
Thlr., also die moderneren Währungseinheiten gibt. Die Namens— 
formen weichen hin und wieder leicht von einander ab. Wie in Berlin 
ist also auch in Cölln das Bb. selbständig von den R. geführt worden 
und läßt keinen Verdacht auf Unvollständigkeit aufkommen 
Auch die R. nennen außer dem Namen noch Beruf und Herkunft, 
wurden aber im 18. Jahrh. nicht durch den Stadtschreiber, sondern n 
der Kämmerei geführt. Die Eintragungen erfolgten bei der Herstellung 
der Reinschrift der R. nach einer Vorlage, wohl der Kladde des Käm 
mereischreibers. Dabei hat der Abschreiber gelegentlich seine Vorlage 
nicht lesen können, z. B. als Herkunfisort des Fuhrmanns Sauer (10.4. 
i3) So erscheint Merten Danewitz, der 1607 nur 18 sgr. zahlte, im Bb. unter 
Bezugnahme auf diese Zahlung und die jetzt erfolgte Restzahlung und Ablegung der 
„Pflicht“ am 6. 3. 1611 vihnüch R. v. 163 Chr. Röhricht 5 Tir. auf Rechnung — 
Bb. 14. 12. 1627; Martin Freund 4 Tir. auf Rechnung von 9 Tir. 8Bb. 98. 1639. 
Restzahlung von 2 Tlr. (bedv. Gebhardt im Inder falsch unter 1623 aufgeführt) 
) Tobias Hufener 18 sgr., Gurgen Herrn J Tlr.
	        
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