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VI. Die Vefassung der Gemeinde

Full text: Die ersten zweihundert Jahre der Gemeinde der Luisenstadtkirche zu Berlin (1694 - 1894) / Noël, Wilhelm (Public Domain)

aerwendet wurde. Der unter ihnen, welcher in dem Dierteljahre die 
Rechnung geführt hatte, erhielt dafür fünf Thaler. Beim Gottesdienfte 
des Dormittags, der bis 1702 fogenamnten „Bohen AMMefte“ singen fie 
mit dent Klingelbeutel umber. 
Auf Grund der Städteordnung von Hahre 1808, deren 8 179 be- 
itimmt: „Xede Kirche erhält einen Oberkirchen:Doriteher aus dem Aa: 
zijtrat und zwei Kirchenvorftcher aus der Gemeinde, welche die Erterna 
beforgen,“ feßte der IMagijtrat Kirdhenvorftände für die Kirchen feines 
Patronats ein und erließ für diefelben eine Inftruktion vom 21. De- 
jember 1521. Danad) führte ein Stadtrat den Dorfis, welchen: ein be: 
fonderer RKendant für die Kaffen- Angelegenheiten beigegeben wurde. 
Eine Anerkennung oder Beftätigung diefer Einrichtung durch die Kirch 
liche Behörde ift nic erfolgt. Dennoch beftand diefelbe bis zur Ein: 
Hihrung der Kirchengemeinde: und Synodal: Ordnung vom 10. Sep: 
lember 1873, welche als Organe der Gemeinde den Gemeinde: Kirchenrat 
and die Gemeinde: Dertretung einfeßte und den Dorfig in beiden dem 
erften, bez. älteften BGeiftlihen übertrug. Der Patron hat die Befugnis, 
an Gemeindeglicd, welches die zur WWählbarkeit erforderlichen Eigen: 
ichaften befigt, zum AÄlteften zu ernennen. 
Bereits int Yahre 1860 waren durch Allerhöchften Erlag vom 
27. februar 1860, neben den Kirchenvorftänden, Gemeinde: Kirchenräte 
angeführt worden, mit dem Berufe, die AHriftlichen Geneindethätigkeiten 
zu fördern und zu pflegen, und die Kirchengemeinde in ihren inneren 
und äußeren Angelegenheiten zu vertreten. Die Derwaltung des Kirchen: 
vermögens blieb jedoch den bisherigen Kirchenvorftehern, welche fowohl 
dem Kirchenvorftande als auch dem Gemeinde: Kirchenrate angehörten, 
and im Dorftande unter den Dorfis des Stadtrats, im Gemeinde: 
Kirchenrat unter dem Dorfig des erften, bez. Älteften Geiftlichen ihr 
Doppelanıt als Kircdhenvorftcher und Älteften führten. 21it der Ein: 
Mührung der Kirchengemeinde: und Synodal: Ordnung vom 10. Sep: 
lember 1873 fand diefe Einrichtung, welche in den vierzehn Xahren 
‚hres Beftehens nie zu rechtem £eben gekommen war, ihr Ende. 
Der gegenwärtige Genteinde: Kirchenrat beftcht aus eIf von der 
Benteinde gewählten Älteften und einent von Patron beftellten Patronats: 
Ältelten, fowie aus den drei BGeiftlichen der Genteinde, von welchen der
	        
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