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Volume 8. April 1944

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1944 (Public Domain)

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NE 
Nr. 50—53 
werden. Bei der Prüfung, ob ein Bagatellantrag vor- höchste Pflicht jedes verantwortungsbewußten Deut- 
liegt, ist jedoch zu beachten, daß bei Aufhebung des schen, zumal in einer Zeit, in der’ unsere Soldaten 
Dienstverhältnisses sich nicht nur die Dienstwohnungs- neben vielen anderen Werten kultureller und gei- 
vergütung in einen Mietzins ändert, sondern sich stiger Art auch vor allem sie gegen eigß® Welt von 
Ele auch der Heizkostenbeitrag recht wesentlich Feinden mit den Waffen verteidigen. 
erhöht. 
Anträge auf Bagatellbeträge sind den Antragstel- Dr. Goebbels” 
lern unter Hinweis auf diese Verfügung kurzerhand 
zurückzugeben. 
In Vertrchung 152] HV II Sch 29.3. 1944 
Hättasch Ka 
& n . Fernruf: Stadtverw. 3056 
Mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt. 
An die Beigeordneten der Hauptverwaltung 
die Bezirksbürgermeister 
die Dienststellen der Hauptverwaltung und 
| 151 | HV II Sch 3.4.1944 die städtischen Eigenbetriebe. 
Fernruf: Stadtverw 3056 
AUSG DEI ar Hanktberwalt Klare und verständliche Fassung amtlicher 
n 16 geordneten der auptverwaltun 
die  Perrbsburgermelster P Se Bekanntmachungen 
die Dienststellen der Hauptverwaltung * Ich gebe nachstehend den Runderlaß des Reichs- 
die städtischen Eigenbetriebe und ministers des Innern vom.10. 3. 1944 — I 6221/45 - 3247 
die städt. und überw. städt. Gesellschaften (MBLV S. 272) mit der Bitte um Beachtung bekannt. 
Reinerhaltung der deutschen Sprache Im Auftrage 
von Abkürzungen Dr. Mäüäller-Wieland 
Ich gebe nachstehend den -Erlaß des Reichs- 
ministers für VORN SAPE UN a vom TI 
19. 1. d. J.. der durch den Runderlaß des Reichs- . 
ministers Ne Innern vom 16. 3. 1944 — I 203/44 — „(1) Jede amtliche Bekanntmachung muß einfach 
4405 A —— (MBliV S. 295) veröffentlicht worden Ast, und klar, aus sich selbst heraus verständlich, knapp 
mit der Bitte um Beachtung bekannt. und in vorbildlichem Deutsch abgefaßt sein. Dar- 
stellung und Sprache müssen so sein, daß der Volks- 
Im Auftrage genosse den Inhalt der Bekanntmachung ohne wei- 
- n teres versteht.. Bloße Hinweise auf Gesetze und Ver- 
Dr. Müller- Wieland ordnungen genügen nicht. AÄnderungsbestimmungen 
sind in der.Regel durch kurze Wiedergabe der ge- 
änderten Vorschrift für jeden ohne Nachschlagen 
n Sn N . verständlich zu machen. Weitschweifigkeit und Un- 
. „Der Aeichsminister für Berlin, den 19. 1. 1944 x]larheit müssen aber unbedingt vermieden werden. 
Volksaufklärung und Propaganda . (2) Ist eine Bekanntmachung gut gefaßt, so för- 
B 1410/19. 1. 44/651 - 1. 6. dert das schon an sich den Willen, sie zu befolgen. 
m an 4 S n Eine schlechte Fassung gefährdet nicht nur den 
Im Verlauf des Krieges hat die Unsitte, die deut- Erfolg, sie trägt auch dazu bei, die öffentliche Ver- 
sche Sprache mit Abkürzungen und Stummelworten waltung dem Volke zu entfremden 
zu durchsetzen, ständig zugenommen. Wenn dem N . . . nn 
nicht energisch entgegengewirkt wird, laufen wir (3) Ich bitte die Leiter der Behörden, der Beach- 
Gefahr, daß weite Kreise unseres Volkes sich auf tung dieser Grundsätze ihre ‘besondere Aufmerksam- 
bestimmten Gebieten oder in gewissen Fragen über- keit zu widmen und die ihnen unterstellten Behörden 
haupt nicht mehr unterhalten können, weil unsere !m Einzelfall nötigenfalls entsprechend anzuweisen. 
Muttersprache unter dem unheilvollen Einfluß von „ 
Worterfindern und Sprachdilettanten in eine Un- In Vertretung 
menge von Fach- und Spezialdialekten zerfallen ist, Dr. Stuckart“ 
die keinen Anspruch mehr auf Allgemeinverständlich- 
keit erheben können. 
Dieser Gefahr gegenüber ist es unsere nationale 
Pflicht, uns mit alien Kıalten für die Reinerhaltung ‘ 1/53 A HGA 12 [27.3 1944] 
unseres. kostbarsten kulturellen Gutes, unserer Mut- w- . 
tersprache, einzusetzen. Ich ordne daher für alle . 
Dienststellen. die mir unterstehen, folgendes an: Berufsabzeichen der Schwesternschaft 
nen zu edlen le Dereis bestrhonds “ der Reichshauptstadt Berlin 
ürzungen, die noch nicht in die Umgangssprache K . % « x 
übergegangen sind, zu verwenden wird  iemmit unter- a AA ES? Verfügung siehe DBl VI/1944 
sagt. Jeder hat danach zu streben, neue Namen Seite-42 Nr. 75 
und Bezeichnungen ebenso sinngemäß wie knapp zu HK Vert 
wählen, so daß sie stets unverkürzt gebraucht, wer- n Vertretung 
den können. Die Pflege unserer Muttersprache ist die Dr..Sütterlin 
Druck: BBA (Verwaltungsdrutckerei der Reichshauptstadt Berlin), C 2, Holzmarktstr. 1
	        
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