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Volume 15. Oktober 1943

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1943 (Public Domain)

Seite212] 
Nr. 196 
20, Dienstanfänger, die sich für ihren Dienst als endigung der Beschäftigung ein Zeugnis nach dem 
“ körperlich unbrauchbar erweisen oder deren Muster der Anlage 4 zu erteilen. Das Zeugnisheft 
Führung, Fleiß und. Leistungen nicht derart sind, ist dem Ausbildungsleiter jeweils zur Kenntnis- 
daß sie zur Übernahme in den Vorbereitungsdienst nahme vorzulegen. 
geeignet TSCHECHIEN, sind 7 u entlassen, S 37. Zu Beginn des: letzten Monats ‚der Lehrzeit er- 
Die Entlassung ist für den Schluß des stattet der Ausbildumgsleiter einen Befähigungs- 
laufenden Kalendermonats, spätestens am 15. aus- bericht über den Dienstanfänger nach dem Muster 
zusprechen. rd Anlage5. Dem Bericht ist das Zeugnisheft 
zufügen. 
Dauer der Lehrzeit CAZULRCH 
30. Die Lehrzeit dauert 2 Jahre, kann aber verkürzt Theoretische Ausbildung 
werden, wenn der Dienstanfänger das 18. Lebens- 5 : ; 
jahr überschreitet und zur Übernahme in das Be- SS ETMOHHEEr A Cibet PIC EnEn ac Tehrgnng 
amtenverhältnis geeignet erscheint‘). Das erste an der Verwaltungsschule der . Reichshauptstadt 
Vierteljahr der Lehrzeit gilt.als Probezeit. Näch Berlin teilzunehmen 
Ablauf der Probezeit ist, aktenkundig zu machen, ) 
ob die Leistungen des Dienstanfängers zufrieden- 5 x 
stellend sind. Zulassung zum Vorbereitungsdienst 
N U 39.‘ Die Anstellungsbehörde entscheidet auf Grund des 
Praktische Ausbildung Befähigungsberichtes, ob der Dienstanfänger zum 
31. Das Ziel der praktischen Ausbildung ist, die Vorbereitungsdienst zugelassen wird. 
Dienstanfänger zu tüchtigen Beamtenanwärtern 
zu erziehen. Dementsprechend dürfen sie nur mit Ernennung zum Stadtinspektor- 
solchen Arbeiten beschäftigt werden, bei deren Anwärter 
AR HEN sich die erforderlichen Kenntnisse ; s : x 
über das Wesen und die Aufgaben der Verwal- 10. Nach erfolgreich abgelegter Lehrzeit!) ist der 
tung, über die Einzelheiten des Dienstbetriebes Dienstanfänger unter Berufung in das Beamten- 
sowie über die zu beachtenden Gesetzesvor- verhältnis zum Stadtinspektor-Anwär- 
schriften und sonstigen Bestimmungen aneignen ter zu ernennen. Ihm ist ein Zeugnis nach dem 
können. Sie sollen nur zu einfacheren Expeditions- Muster der Anlage 6 auszuhändigen. 
arbeiten herangezogen werden. AH. Der Personalbogen, die Bewerbungsunterlagen, 
32. Die praktische” Ausbildung der Dienstanfänger die Annahmeniederschrift, die Verpflichtungs- 
wird nach dem in der Anlage 3 abgedruckten Aus- EEE ans En SU der 
bildungsplan durchgeführt. chulzeugnisse (vgl. Ziffer und ‚der Befähi- 
. 8 P n S ? . gungsbericht sind zu einem Ausbildungshelt zu- 
33 Jeder Dienststellenleiter ist — unbeschadet der zusammenzufassen (vgl. Ziffer 68). = 
Ayfoaben Ns Ausbildungsleiters — für die Sn 
praktische Ausbildung der Dienstanfänger ver- 
antwortlich. Er bestimmt den Ausbilder (vgl. Besuch der Berufsschule 
Ziffer 34)._Er hat sich fortlaufend über den Stand und der Verwaltungsschule 
der Ausbildung der Dienstanfänger zu unterrichten 42, Der Dienstanfänger ist berufsschulpflichtig und 
und sich zu vergewissern, ob die Ausbildung in verpflichtet, außer an der Berufsschule auch an 
der vorgeschriebenen Weise durchgeführt wird. einem vom Oberbürgermeister für erforderlich 
Der Dienststellenleiter hat ferner für eine mög- erachteten Zusatzunterricht teilzunehmen, Die 
lichst YIeIECIHNS Ausbildung 'des Dienstanfängers Verwaltung trägt das zu zahlende Schulgeld. 
innerhalb der Dienststelle Sorge zu tragen. Lehrmittel hat sich der Dienstanfänger auf seine 
34 Die praktische Ausbildung in den einzelnen Dienst- Kosten zu beschaffen. Die Zeit des Berufsschul- 
stellen ist nur erfahrenen und dafür. besonders unterrichts ist auf die allgemeine Arbeitszeit 
eeigneten Beamten zu übertragen. Diese Beamten anzurechnen. Die Schulzeugnisse sind dem Dienst- 
PAucbilder) müssen den Dienstanfängern in jeder VER vorzulegen, ‚Abschriften sind dem 
Beziehung ein Vorbild sein können und vor allem Ausbildungsheft (Ziffer 41) beizufügen”). 
die Gabe haben, junge Männer zu leiten... Die Aus- 
bilder haben sich des einzelnen Dienstanfängers Fürsorge für die Dienstanfänger 
besonders ‚anzunehmen, ihm die RechtS- und 453 Den Dienstanfä d Bei ihre 
Dienstvorschriften zu bezeichnen; die-er während **" Leh Cab ngern werden Vom SCgIN TEL 
des jeweiligen Ausbildungsabschnitts durchzu- © zei « ; . 
arbeiten hat, sich von seinen Fortschritten regel- a) bei einer Ausbildung am Wohnort der Eltern 
mäßig zu überzeugen, ihn mit Rat und Tat bei oder des Erziehungsberechtigten 55 RM 
seiner Arbeit zu unterstützen und auf seine monatlich. 
Lebensanschauung ‚und Lebenshaltung Einfluß zu b) bei einer Ausbildung außerhalb des Wohnortes 
gewinnen suchen. der Eltern oder des Erziehungsberechtigten 
x» Neben die praktische Ausbildung. tritt die. Er- . RM monatlich sa N 
ziehung. der Dienstanfänger in Arbeitsgemein- im voraus als Unterhaltsbeihilfe: gewährt. 
N EaRt Oh Die TEL Einzelheiten regeln die Die Beträge unterliegen nicht den Gehalts- 
urchführungsrichtlinien. kürzungsbestimmungen. 
Außerdem haben die Dienstanfänger zu Beginn Ausbildungsbeihilfen, die den beihilfeberech- 
der praktischen Ausbildung an einem „Kurz- tigten Personen im Rahmen des Familienlasten- 
En für Anfänger“ an der Verwaltüngsschule ausgleichs gemäß Erlaß des RFM vom 13. 3. 1942 
der Reichshauptstadt Berlin teilzunehmen. EEE en N a gewährt werden, sind auf die 
nterhaltsbeihilfen anzurechnen. 
Zeugnisheft 
u N d Befähi gungs bericht 1); Wegen der für die Dauer des Krieges getroffenen Regelung 
36. Jeder Dienststellenleiter, dem der Dienstanlänger “#- Umdruckverfügung HP 11 vom 21.12. 1942. 
zur Ausbildung überwiesen wird, hat nach Be- pensrde Hr die a AN Et Maf der Dessau en 
OÖ ecanira werden, da, er Besuc. er Berufsschule währen‘ 
des zweiten Lehrjahres, in dem: sie zum Zwecke der theoretischen 
Ausbild inem Dienstanfänger-Leh der Verwal 1 
Fr  OE He Denn Mateces getroffenen Regelung der „Reichshauptstadt Berlin.  eilzunchmen. haben, Se benzin
	        
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