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Volume 15. September 1928

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1928 (Public Domain)

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= [ 8 | stellen, der sich mit dem bereitzustellenden Beamten an Ort 
| 299 ; dB Abschätzung 7 Gold- 4.9.28 f und Stelle begibt, um die Abschäzung vorzunehmen. Leicht 
un erfteigerung transportable Gegenstände sind unmittelbar zur Abschäzung 
und Silbersachen und von Kunstwerken. porzulegen. Bei Pfändungen, in Wege es Berwailungs: 
I . ; 972. -- Z3wangsver ahrens kann die äßzung bei oder nad) der 
-- Gesch.-Z. HStV- IX a- 2. Fernruf: Magistrat 372. Pfändung erfolgen. Die Schäzung ist aktenkundig zu 
Zum Zwecke der unentgeltlichen Abschägung von Gold- machen. Nach Möglichkeit ist auch im einzelnen Falle der 
und Silberwaren und von Kunstwerken, die durch Pfän- Schuldner zu ersuchen, Angaben über den Wert derartiger 
dung oder auf andere Weise (Nachlaß) in den Besitz der Gegenstände zu machen und über besonders werterhöhende 
Stadt gelangt sind, haben wir mit zwei Firmen ein Ab- Tatsachen Auskunft zu geben. 
kommen getroffen, von dem wir im Bedarfsfalle Gebrauch Stellt sich bei der Abschäung heraus, daß es sich um 
zu machen bitten. Sonderregelungen und Sonderabkommen, (gegenstände handelt, für die der Kunstmarkt Interesse hat, 
die von einzelnen, Bezirksämtern getroffen sind, werden und die daher im allgemeinen Versteigerungslokal aus 
hierdurch nicht berührt. Mangel an Interessenten voraussichtlich einen geringeren 
Erlös erzielen würden, so ist der Gegenstand im Wege der 
a) Gold- und Silberwaren. freiwilligen Versteigerung uns ein unsiaunione" 
haus zu verwerten. oweit es sich um gepfändete Gegen- 
Nach 8 820 ZPO. bzw. 3 29 der Verordnung betr. das stände handelt, ist eine freiwillige Versteigerung gemäß 8 33 
Verwaltungszwangsverfahren dürfen Gold- und Silber- der Verordnung betr. das Verwaltungszwangsverfahren 
sachen, Edelsteine und sonstige Kostbarkeiten nicht unter zulässig, wenn der Schuldner es beantragt oder wenn be- 
ihrem Gold- oder Silberwerte zugeschlagen werden. Zu sondere Zwekmäßigkeitsgründe die Verwertung in anderer 
der hiernach vor der Versteigerung notwendigen Abschäzung Weise als durch öffentliche Versteigerung angebracht 
(vgl. auch Art. 58 Ausführungsanweisung zur Verordnung ericheinen lassen. Wir bitten, um der Firma eine Gegen- 
betr. das Verwaltungszwangsverfahren) hat sich die Firma leistung für die von ihr unentgeltlich übernommenen Ab- 
Gebr. Bernhard- B erlin W 35, Blume 5 hof 16, ichägunger zu bieten, ihr auch derartige Versteigerungen 
vereit erklärt. Die Abschäßung. wird unentgeltlich vor- 3u Übertragen. In Frage kommen weniger kleine Kunst- 
genommen. Die Firma bittet, ihr abzuschägende Gegen- gegenstände von geringerem Werte, als vielmehr Kunst- 
stände möglichst in den Vormittagsstunden vorzulegen. sammlungen und Werke von höherem Werte. Die Ver- 
Die Versteigerung von Gold- und Silberwaren hat in der steigerung wird selbständig von der Firma Lepke durch- 
Regel in dem allgemeinen Versteigerungslokal stattzufinden. geführt, der daher die Durchführung und Leitung der Ver- 
Die Abschäzung hat bereits vor der Einlieferung der steigerung, die notwendigen Bekanntmachungen usw. zu 
Gegenstände in die Pfandkammer Zu erfolgen. Wird bei iperlassen sind. Der Versteigerungsverhandlung soll jedoch 
der öffentlichen Versteigerung nicht der Gold- oder Silber- gin städtischer Beamter beiwohnen. Für ihre Ver- 
wert geboten, so sind sie aus freier Hand zu mindestens steigerungstätigkeit ist der Firma Lepke die im Kunsthandel 
diesem Werte zu verkaufen. übliche Entschädigung von 10% des Erlöses zu zahlen, 
deren Abzug sich der Schuldner infolge der durch ein Kunst- 
b) Kunstgegenstände und Kostbarkeiten. auttionshaus gewährleistelen Festmöglichsten Verwertung 
: mn . des Objekts gefallen lajjen muß. 
Die auch für Kunstgegenstände und Kostbarkeiten (Ge- a . : . 
mälde, An, nstgegen wertvolle Möbel, Porzellane, ... Schließlich bitten wir noch, einem Wunsche der 
Spitzen, Pelze, Kunttsammlungen usw.) notwendige Ab- Direktion des Märkischen Museums nachkommend, eon jeder 
schägung wird unentgeltlich von dem Kunstauktionshause Versteigerung von Kunstgegenständen =- gleichgültig, ob es 
Rudolf Lepke, Berlin W 35, Potsdamer fich um eine Zwangs- oder freiwillige Versteigerung 
Straße 122 a/b, vorgenommen. Zu diesem Zwede ist an handelt =- dem Märkischen Museum Nachricht zu geben, 
die Firma ein entsprechendes Ersuchen (schriftlich oder tele- damit dieses Gelegenheit hat, Gegenstände, die in seinen 
phonisch) zu richten. Die Firma hat sic bereit erklärt, Sammlungsbereich fallen, zu erwerben. 
daraufhin einen geeigneten Angestellten zur Verfügung zu 
Druck: „Berek“, Berliner Anschlag- und Reklame wesen G. m. b.H., Berlin SW 19, Grünstr. 17/20.
	        
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