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Volume 13. Januar 1925

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1925 (Public Domain)

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gistrat (G.B.) ausnahmsweise zum Ausgleich die- b) Aus8bildungs8zeit auf einer wissen- 
ser Härten das B.D.A. unter Abweichung von den schaftlichen Ho<s<ule: 
erwähnten Bestimmungen festsezen. Nachzahlungen Den Anwärtern für eine Stelle der Besoldung3- 
sollen jedoch in der Regel nicht über den Beginn gruppen 9 und 10 wird die in den Aüsbildung3- 
des Vierteljahres erfolgen, in dem der Ausgleich an und Prüfungsvorschriften vorgesehene Heit 
zuständiger Stelle angeregt worden ist. a) der praktischen Beschäftigung, soweit sie nicht 
Als eine Härte, die eines solchen außerordentlichen in den Hochschulferien abgeleistet ist, 
Ausgleichs bedarf, ist beispiel8weise ni <t anzusehen: b) des Hochschulstudiums 
a) wenn eine Stelle nicht mit rüwirkender Kraft FETEN 
verliehen worden ist, obwohl es an sich zulässig ce) der nachfolgenden Vorbereitungszeit, 
gewesen wäre, d) der notwendigen PrüfungsSzeit, 
" wenn ein dienstjüngerer Beamter =- auch bei soweit die Gesamtsumme der unter a 
derselben Behörde =- ein höheres Grundgehalt bis d genannten Zeiten 4 Jahre über- 
bezieht, steigt, auf das D.D.A. angerechnet. 
wenn in einer früher bekleideten Stelle oder Ob und welche Zeit hiernach als Prüfungszeit 
in einer verlassenen Dienstlaufbahn eine gün- bei den einzelnen Verwaltungen anzurechnen ist, 
stigere Beförderung oder sonstige Vorteile hätten richtet sich nach den staatlichen Bestimmungen. 
erreicht werden können. Nicht anrechnungsfähig ist 
a) die Beit, die der Beamte länger äal3 vor- 
III. DDA. geschrieben auf der Hochschule zugebracht hat, 
| Begriff: Der Tag, auf den das D.D.A. eines b) die Zeit, die der Beamte dadurch verloren 
nichtplanmäßigen Beamten (Diätars8) festgeseht wird, hat, daß er die eine oder die andere Prüfung 
bezeichnet den Zeätpunkt, welcher der Berechnung der beim ersten Versuch nicht beständen hat. 
dem Beamten in seiner Diätargruppe zukommenden Wenn für Laufbahnen, die zwar eine ab- 
Dienstaltersstufe zugrunde gelegt wird. Von diesem geschlossene Hochschulbildung voraussekßen, für die 
| Zeitpunkte an sind die Zeitabschnitte für das Ver- aber keine bestimmten Borieisten für die auf 
“ bleiben än den Dienstaltersstufen zu rechnen das Hochschulstudium folgende Vorbereitungszeit be- 
pf (Biff. 137,1 P.B.V.). stehen, so jebt der Magistrat (G.B.) die anzurech- 
3 Beginn: Das D.D.A. beginnt mit dem Tage des nenden Zeiten nach Maßgabe der staatlichen Be- 
vt Ablaufs der Ausbildungszeit, bei Militäranwärtern stimmungen fest (Ziff. 159 VB.V.). 
zz mit dem Tage des Ablaufs der Probedienstleistung Militär- und Marinedienstzeit der 
G 8,1 BO) = | Zivilanwärter: 
. „Wenn ein nichtplanmäßiger Beamter den Dienst Den Zivilanwärtern wird die in Erfüllung der 
v bei einer Behörde mit dem Beginn eines Monats geseßlichen Dienstpflicht abgeleistete Millitär- und 
01 antreten sollte, ihn aber, weil der Erste des Monats Marinedienstzeit bis zur Dauer eines Jahres auf 
ein Sonntag oder ein allgemeiner Feiertag war, erst das D.D.A. angerechnet soweit fie nach dem tat- 
wr am darauffolgenden Werktage angetreten hat, so ist sächlichen Beginn der "Diätarzeit abgeleistet ist. 
der Beginn des D.D.A. so festzusezen, als wenn Ist sie vorher abgeleistet so erfolgt die Anrech- 
pp? der Dienst am ersten Tage des Monats angetreten nung insoweit, als durch die Dienstleistung der 
. wäre (Ziff. 140,2 P.B.V.). Beginn des D.D.A. nachweislich verzögert worden 
" Anrechnungs8fähige Zeiten: ist (Ziff. 150 P.B.B.). Vergl. auch 1,4 und 1, 3e. 
a) Vorbemerkung: d) Berliner städtische Beschäftigungs3- 
Vergl. 1,4 und 1[,3b und Arbeiterzeit: .. 
Die Bestimmungen unter Il, 3a gelten entsprechend Die Bestimmungen unter Il, 3 g gelten ent- 
mit der asg, bai di Anm, städtischer sprechend. 
vder außerstädtischer Privatbeschäftigungs8zeiten un- 
mittelbar auf das für die Anstel tungs gruppe Wen bes Dipl naneninäre vergl: 
Fingangsgruppe) festzusezende D.D.A. zu erfolgen nn it 5 7: : M 
hat (also nicht in der der Tätigkeit entsprechenden Schienen IRE E IOU SDS DN 
Gruppe). zurechnen. | | 
Den in Gruppe 10 und aufwärts erstmalig zur 2) Außerstädtische Privatbesc<äftigungs- 
Anstellung kommenden technischen Beamten und zeit: | | 
Festangestellten, die nur die Diplomprüfung ab- Die Bestimmungen unter U, 3 h gelten ent- 
gelegt haben (sogenannten Diplömingenieu- sprechend. 
ren), werden die ersten 4 Jahre nach der Diplom- Vergl. auch T,4 und Ü,3b. 
prüfung nicht auf das B.D.A. und nicht unmittel- Wegen der Diplomingenieure vergl. Ill, 32. 
bar auf das D.D.A., sondern nur auf Grund der : . . 2 aagarn = H 
Ziff. 159 P.B.V. angerechnet (vergl. den nachfol- 9 Kriegsdienstzeit?“ . N - 
genden Abschnitt b). Diese 4 Jahre rechnen als Allen Diätaren wir Zie Heit „des „Mriegeviensieh 
nacfolgende Vorbereitungszeit und Prüfungszeit unbeschränkt auf das D.D.A. angerechnet, soweit 
für die Staat8prüfung. Die übrige Zeit außerhalb sie nach dem tatjächlichen Beginn der Anwärter- 
des Beamten- oder Festangestelltenverhältnisses dienstzeit abgeleistet ist. "Bei vorheri ger Ableistung 
wird wie die Regierungs8baumeisterzeit auf das Diä- erfolgt die Anrechnung infoweit, als durch den 
tardienstälter angerechnet. Frieg3dienst der Beginn des D.D.A. nachtweislich
	        
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