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Volume 11. Februar 1922

Full text: Dienstblatt des Magistrats von Berlin (Public Domain) Issue1922 (Public Domain)

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b) Die Auszahlung der Bezüge an die Angestellten erfolgt während der Ardeitszeit am 
leßten Arbeitätage jeden Monats, beim Aussj<eiden am Entlassungstage. . 
Zedem Angestellten wird bei der Vergütungszahlung eine Aufrechnung ausgehändigt. 
Zun dieser müssen die Einzelbeträge für Vergütung, Beihilfen, Ueberstunden, Abzüge für 
Versicherungen, Steuern usw. bejonder3 aufgeführt werden. 
2. Bei Angestellten, welche Sachbezüge (Wohnung, Beköstigung, Dienstkleidung) erhalten, ver- 
ndern sich die Vergütungssäße um den Wert der Sachbezüge, der mit einem von den Bertrags- 
teien zu vereinbarenden Betrage angerechnet werden darf. Schußkleidung wird, soweit sie exr- 
derlich ist, unentgeltlich geliefert. . 
3. Die Beiträge zur Sozialversicherung werden vom Arbeitgeber und den Angestellten zu den 
eblichen Anteilen entrichtet. 
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1. Für Anzestellte, welche infolge von Invalidität oder Unfall in ihrer Erwerbsfähigkeit be- 
änkt sind, wird die Vergütung im Einzelfalle von der Betriebsleitung unter Mitwirkung der 
trieb3vertretung jeweils bejonders festgesezt. Die Vergütung muß einschlieplich der Rente mindestens 
Höhe der Vergütung eines Angestelilien der gleichen Angeitelltengruppe, innerhalb deren er jeweils 
<äjtigt wird, erreichen. | . . ! 
2. Die Emlohnung der Kriegsbeschädigten erfolgt nach den gesehlichen Bestimmungen. Bei 
tfall- und Kriegsbeschädigten ist unter Mitwirkung des Vertrauensmannes der Beschädigten für 
ne ihren Kräften und Fähigkeiten entsprech'nde Beschäitigung Sorge zu tragen. | 
8. Solchen Angestellten, vie als Vollarbeiter entiohnt werden und aus jrüherem Arbeit3- oder 
ienstverhältnisse Ruhegeld, Pension oder dergleichen beziehen, jind dieie Bezüge auf die Vergütung 
zurechnen. 
55. 
1. In Fällen vorübergehender Unterbrechung over Einschränkung! der Arbeit aus Gründen, 
| außerhalb der Perjon des Aagettellten lieg'n, erfolgt die W-iterzahlung der Vergütung auf die 
11er der tariilichen Kündigungs, rist. Die B2züge aus oer Ecw2rb3losensürjorge jind anzure.hnen. 
x Anzesteil.e muß eine ihn angebotene, jeinen zkräiten entsprechenoe andere Arveit, die ähm 
igerweije zugemuret werden kann, annehmen. , 
2. oin Fernbleiben von der Arbeit ist nur nach vorheciger Zustimmunz der Betrieb3verwaltung 
attet. Kana oiese bei einem unvochergejehenen Ereignisse, das dea Anze eilten perjöniich zwingend 
njpruch nimmt, nich? rechtzeitiz eitJeyolt werdea, 10 ist die Berriebzleitun, 1obald es möglich 
sojort über den Grund des Fernbleiben3 zu veritändizen. 
8,6. 
Abkehrgeld. 
„1, Bei Entlassungen wezen Arbeit8manzel3 erhalten diejenigen Angestellten ein Abkehrgeld, die 
bedingt auf Erwerb angewiesen sind. Legteres ist festz.1 tellen im Erwerständniss2 mit dem Betriebsrate. 
2a) Das Abkehcgeld beträgt eine volle No.iatöverzütung einschließtich der Beihilfen, jofern 
der Angestedte glaubhaft versichrt, daß er in dem auf den Auztritt folgenden Mo.iate 
eine audere gleichartige und gleichbezahlte Stellung nicht hat finden können, 
Zur Unterjtüzung der Verjicheenng ist ein Negativatteit des städtischen. Arbeits- 
nachweues beizubringen. 
Ist im Laufe des auf den Austritt folgenden Monats oder innerhalb dieses Zeitraumes 
zu „ungünstigeren Vergütungsbedingungen Arbeit üvernommen worden, jo wird das 
 Abkchrgeld anteilig gezahlt. 
*) Erfrankt der Angesteite im Laufe des auf den AuStritt folgenden Monats, so erhält er 
als Abkehrgeld nur denjenigen Betrag, den er beim Verbleiven im jtädtiichen Dienste 
nE erhalten haven würde. 5 | 
3. Das Abtehrgeld ist zahlbar am Schlüsse des auf den Austrittstag folgenden Monats 
88 7 und 8. 
Neberstunden. 
-4Bei außerordentlichem und“ dringendem Bedürfnisse ist jeder Angestellte verpflichtet, auch über 
Fe bean aus zu arbeiten. Jit Ueherzeitaröeit rapie jo Et M blichteit 
Wachen“ und ähnine hne 1 ngezogen werden. Dies gilt auch
	        
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