Path:
V. Abschnitt. Die Neugestaltung des Gymnasiums durch Fournier und die Fortführung seines Werks durch Kramer

Full text: Festschrift zur Feier des 200jährigen Bestehens des Königlichen Französischen Gymnasiums / Grünwald, Eugen (Public Domain)

$ 13. Das Consilium wohnt den öffentlichen Prüfungen bei, wird dazu 
vom Direktor besonders eingeladen und teilt demselben sein Urteil darüber mit. 
S 14. Zur Verteilung der jährlichen etatsmässigen Prämien. werden die 
Suhjecte vom Direktor dem Consilio mittelst eines motivierten Berichts oder eines 
mündlichen Vortrages in der Sitzung vorgeschlagen . . . Desgleichen bewilligt 
las Consilium auf den motivierten Vorschlag des Direktors alljährlich das 
Oelrichssche Stipendium und die Monodschen Preise. 
8 15. Zur Besetzung der Stelle des Direktors und der Lehrerstellen, 
so wie der Stelle des Rendanten und Pedellen hringt das Consilium dem Königl. 
Prov. - Schulkollegium unter Darlegung eines vollständigen Nachweises ihrer 
Befähigung geeignete Subjecte in Vorschlag. 
Die Bestallungen werden den Angestellten von ihm ausgehändigt, auch 
letztere von ihm vereidigt. 
$ 16. Bei Verwaltung des Vermögens und der Einkünfte und Ausgaben 
des Gymnasiums muss der von den Königlichen Ministerien approbierte Etat zu 
Grunde gelegt werden. Das Consilium assignirt alle unbestimmten, nicht auf 
Contracten oder feststehenden Verpflichtungen beruhenden Zahlungen innerhalb 
jer durch den Etat festgesetzten Beträge, ist jedoch nicht befugt, extraordinäre 
Ausgaben zu leisten, Ersparungen zu Mehrausgaben bei anderen Etats-Titeln zu 
verwenden, die einzelnen Etats-Titel bei der Ausgabe zu überschreiten, und muss 
über die Verrechnung der Mehr-Einnahme. Mehr-Ausgabe und Etats-Ausfälle die 
Genehmigung einholen. 
8 17. Ferner bedarf es dieser Genehmigung: 
a) bei der Aufnahme und Einziehung von Kapitalien, sowie bei dem Ausleihen 
von Kapitalien. 
b) bei etwaiger Erwerbung von Grundstücken; 
c) bei Führung von Prozessen als Kläger und Verklagte; 
1) beim Abschluss von Vergleichen über streitige Gerechtsame und Befugnisse 
oder zur Erledigung zweifelhafter Verpflichtungen. 
3) zur Annahme von Schenkungen und Vermächtnissen; 
7 wegen Bewilligung von Erlassen, Ermässigungen von Schulgeld, sofern 
dergleichen Bewilligungen über die durch den Etat festgesetzten Grenzen 
hinausgehen sollen; oder wegen Niederschlagung von Schulgeld: 
wegen Bewilligung von Pensionen, Unterstützungen, Gratifikationen und 
Remunerationen an Lehrer und Beamte, und 
4) zum Abschluss von Kontrakten, welchen Gegenstand sie auch betreffen 
mögen. 
5 18. Was die Ausführung von Bauten und die Instanderhaltung, Ergänzung 
und Erneuerung der Utensilien und des Lehrapparats anbelangt, so ordnet das 
Consilium unter Zuziehung des Königlichen Bau-Inspektors, insoweit es dabei 
»iner technischen Revision bedarf, alle Reparaturen und Instandsetzungen his 
zum Kostenbetrage von 20 Thlr. an, die Ausgabe darf jedoch nicht eher geleistet 
werden, bis die Rechnung von dem Bau-Beamten festgesetzt und bescheinigt ist. 
Bei grösseren Reparaturen und Anschaffungen ist zur Genehmigung zu 
berichten und muss bei Gegenständen über 50 Thlr. ein vom Bau-Beamten ge- 
y)
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.