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Abriss der Geschichte der Königlichen Realschule. I. 1747-1814

Full text: Festschrift zum einhundertfünfzigjährigen Bestehen des Königlichen Realgymnasiums zu Berlin (Public Domain)

zewählt hatten, zum Besuch des Pädagogiums überhaupt genötigt werden sollten, In 
ler That wird aus den seit 1786 erschienenen, in Sachen der Kunstschule schr ungenauen 
Schulschriften teils mancher Versuch, die von früher noch bestehenden Zustände derselben immer 
mehr einzuschränken, ersichtlich, teils die Angehörigkeit vieler Schüler, deren Vorbildung hier 
hätte erfolgen müssen, zum Pädagogium deutlich. Wegen eben dieser Zöglinge wurde die 
Verbindung beider Anstaltszweige doch nicht völlig aufgehoben; es heifst in jenen Programmen: 
‚Mehrere Pädagogisten besuchten, je nachdem ihr künftiger Beruf es von ihnen fordert, veıschicdene 
Lehrstunden, die zunächst den Mitgliedern der Kunstschule erteilt werden: so nahmen verschiedene 
von ihnen am Unterricht in der praktischen Mathematik und Botanik teil, andre an dem Unterricht 
im kaufmännischen Rechnen, in der Handlungswissenschaft und der Buchführung, wieder andre 
‘hesuchten dort den mythologischen und den ökonomischen Unterricht, auch den des Plantagen- 
.nspektors in der Gartenkultur, Pädagogisten übten sich auf der Kunstschule auch in mechanischen 
l’ertigkeiten und Künsten, in der Kalligraphie und im Zeichnen, besonders im architecktonischen 
Reißfsen.“ 
A. J. Hecker hatte sich bis 1797 „Direktor der vereinten Anstalten der Königlichen 
Realschule“ genannt; als damals das Pädagogium zum Königlichen Fricdrich-Wilhehns-Gymnasium 
orhoben wurde, bezeichnet er sich als „Direktor des Gymnasiums und der damit verbundenen 
Realschule“, wobei unter letzterem Namen die Kunstschule und die zur Vorbildungsanstalt 
derselben gemachte Deutsche Schule verstanden wird. Auf welchen Zustand diese Realschule 
lamals reduziert worden war, ergiebt sich deutlich aus dem Programm für 1798. 
Religion. DSCH. 4 Kl. zu 6 Stdn. (wovon ein Teil auf die Naturgeschichte verwendet wird.) — 
KSCH. 1 KL zu 3 Stdn. Die christliche Lehre im Zusammenhang. 
DSCH. 3 Kl. zu 12, 12, 6 Stdn. Bis zum zusammenhängenden Lesen in Rochuws 
Kinderfreund oder in der Bibel; Rechtschreibung. — KSCH. 3 Kl zu 3 Stdn. Rede- 
teile und grammatische Übungen, Orthographie, Ausarbeitungen in Brieflorm und 
Erzählungen. 
Rechnen. DSCH. 3 Kl. zu 6 Stdn. Bis zur Regeldetri mit Brüchen. KSCH. 2 Kl. zu 6, 4 Stdn. 
Kaufmännisches Rechnen. 
Geometrie. KSCH. 2 Kl. zu 4 Stdn. Gemeine Geometrie und praktische Anwendung auf das 
gemeine Leben; Erklärung von Maschinen für die älteren Schüler. 
Schreiben. DSCH. 5 Kl. zu 4 Stdn. Bis zum deutschen und lateinischen Schönschreiben. 
Lateinisch. KSCH. 3 Kl. zu 3 Stdn. Bis zu den unregelmäßigen Verben, Übersetzen aus 
Heckers latein. Lescbuch. 
Französisch. DSCH. 3 Kl. zu 6 Stdn. Bis zu den unregelmäfsigen Verben, Übersetzen aus 
dem französischen Lesebuch von Hecker, -- KSCH. 1 Kl. zu 9 Stdn. Formenlehre 
and Syntax, kursorisches Übersetzen aus Heckers Lesebuch 2. Teil: Übersetzen ins 
Französische. 
Englisch. KSCIHL 1 Kl zu 2 Stdn. Nach Gedikes Sprachlehre. Für die älteren Schüler. 
Geschichte und Geographie. DSCH. 2 Kl. zu 4 Stdn. — KSCH. Kl. zu + Stdn. Europäische 
Staaten, vaterländische Geschichte. Hieran schließt sich einklassig und einstündig: 
Mythologie für den bildenden Künstler (Gestalten und Geschichten der alten Gott- 
neiten). 
Deutsch.
	        
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