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Die Pfarrer, Diakonen und Hülfsgeistlichen

Full text: Geschichte der Gründung und der ersten fünfzig Jahre der St. Matthäus-Kirche zu Berlin (Public Domain)

16. Februar 1829 vollzogenen Ordination am Sonntag Judica den 
5. April desselben Jahres in Schönfeld eingeführt. Im Jahre 1840 
wurde ihm die Superintendentur der Diözese Prenzlau II. und im 
folgenden Jahr das Pfarramt in Brüssow Königlichen Patronats über— 
tragen, welches letztere er am 1. April 1841 angetreten hat. Nach 
Berlin war er berufen und hatte angenommen, ohne daß über das 
Pfarrgehalt eine Vereinbarung getroffen war. Als er bei seiner An— 
kunft erfuhr, daß ihm vorerst nur 500 Thaler bewilligt werden könnten, 
so haben diese freilich nicht ausgereicht, um den Unterhalt der Familie 
und die Miethe der Wohnung zu decken. Doch haben sich Gehalt und 
sonstige Einnahmen bald gebessert. Als das inzwischen auf 4500 Mark an— 
gewachsene Pfarrgehalt im Jahre 1876 etatsmäßig auf 6000 Mark erhöht 
wurde, konnte en für seine Person auf diese Erhöhung verzichten und hat 
dies auch bi— scinem Ausscheiden aus dem Amte gethan. Alsbald 
nach seinee nuc als Pfarrer der St. Matthäuskirche wurde er 
auch zum Cuperinteudenten der Landdiözese Berlin-Cöln ernannt. 
1850 wurde er zum Mitgliede des Konsistoriums als Konsistorialrath, 
am 1. April 1853 auch zum Generalsuperintendenten der Neumark und 
Niederlausitz berufen. 
Ueber seine 38 jährige Thätigkeit in Berlin hat Büchsel selbst 
geredet in dem 1888 bei Wiegandt und Grieben in Berlin erschienenen 
14. Bande seiner weitbekannten „Erinnerungen aus dem Leben eines 
Landgeistlichen“. Dieser Band führt den Sondertitel „Erinnerungen 
aus meinem Berliner Amtsleben“. Derselbe ist leicht erklärlicher Weise 
nicht mehr in der Frische geschrieben, die den drei ersten Bänden eigen 
war, auch sind dem alt und müde gewordenen Manne die Erlebnisse 
seiner späteren Jahre, wie es oft geschieht, nicht mehr so gegenwärtig 
gewesen, wie die Erlebnisse des „Landgeistlichen“, als er diese in 
kräftigeren Jahren zu lebendiger Darstellung brachte. Aber doch ent— 
hält auch jener vierte Band eine Fülle von Erlebnissen und Betrach— 
tungen eines Mannes, der reiche Erfahrungen gesammelt hatte, dies 
Alles in seiner Eigenart. Unbeabsichtigt enthalten die vier Bände 
„Erinnerungen“ zugleich eine eigene Lebensgeschichte Büchsels. Auf 
die dadurch gegebene Grundlage gestützt ist in dem Christlichen Volks— 
kalender der Diaconissen-Anstalt zu Kaiserswerth a./Rh. ein 63 Druck— 
seiten umfassender Aufsatz unter der Ueberschrift 
Ein treuer Zeuge. Des alten Büchsel, weiland General— 
superintendent in Berlin, Leben und Wirken. 
Trotz der hervorragenden Bedeutung Büchsels muß darauf 
derzichtet werden, an dieser Stelle eine vollständige Lebensbeschreibung
	        
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