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11. Nach neun Monaten

Full text: Moderne Ketzergerichte / Vogtherr, Ewald (Public Domain)

uUs Beischläferin ihre Magd Hagar, von der ein Kind 
Namens Ismael geboren wird. 
d. 19, 1518. Lot giebt seine beiden jungfräulichen 
Töchter den Mäunern Sodoms jreiwillig preis. 
a. 19, 30-288. Vot's Töchter machen ihn betrunken, 
reiben Blutschande mit ihm und gebären die Stamm— 
Ȋter der Moabiter und Ammoniter. 
d. S. 2126. Beschreibung der Geburt von Isaaks 
ind Rebekkas Zwillingssöhnen Esau und Jakob. 
⁊. 29. Jatob's Heirath mit den beiden Töchtern seines 
Bruders VLaban, der Rahel und Lea. 
. 30. Die Lea und Rahel geben ihre Mägde Silpa 
uind Bitha dem Jatob als Beischläferinnen. 
Z. 38. Onans naturwidrige Handlung. Juda's Blut— 
schande mit seiner Schwiegertochter Thamar, Beschreibung 
einer Zwillingsgeburt u. s. w. 
K. 39. Joseph und Potiphar's Frau. 
q. 19. 8. Buch, K. 15, 18. 20, 21. Gesetze gegen 
Sodomiterei igeschlechtlichen Umgang mit Thierenu. s. w.) 
Verunreinigungen gegen Blutschande u. w. 
v. 22. Beweife der Jungfiräulichkeit eirder Frau, Un— 
ucht u. s. w. 
q. 25, 11. 121 Strafe * 
Frau. J 
. J. 28 und Ev. Me 
Jeremias, K. 81u. 4. Psalm 106.. 
l. Könige, K. 14. 10. 2. Könige,. 
u. s. w. u. s. w. 
Diese Schilderungen, die den Kindern mit der Bibel zugänglich 
werden, die ihre Phantasie mit unreinen Bildern erfüllen, und die sie 
zum Theil mit lüsternem Eifer dolportiren, scheinen also in Herrn 
Bertram's Augen von dem Charakter einer „heiligen Schrift“ un— 
zertrennlich zu sein! 
„Ja, ja“, höre ich hier einwenden, „das ist wohl eine böse 
Mitgift, aber das kann man doch hübsch verschweigen.“ — Jawohl. 
verschweigen, und in den alttestamentarischen Gestalten weiter 
„papierne Götzen“ anbeten, die das Gemüth des Kindes mit unsitt— 
licher Frühreife verderben! — Daß die freireligiöse Gemeinde jenen 
ihren Standpunkt nicht verschweigt, hat wohl auch den Stadt— 
schulrath so in Harnisch gebracht! — Auch ihm war jenes Flugblatt 
zu Händen gekommen, welches die Gemeinde fortdauernd zu vielen 
Tausenden verbreitet, und welches crtet: 
Durch A 
das Eine „Menischenbildung!“ Tiesterweg). 
„Kirche und Indenthuts . . — gesammte Koniessions- und 
Sektenwesen, mit ihrem orthodoxen Gote Wunderglauben 
stellen sich der Ausbreitung der auf Vernunst uns Wissenschaft be— 
ruhenden modernen Weltanschauung feindlich in den Weg! 
Da das gesammte Schulwesen koönfessionell ist, findet sich 
der schädliche kirchliche Einfluß besonders in der Schule, und hier 
vornehmlich in dem konfessionellen sogenannten Religions Unterricht. 
dessen Emzelheiten der praktischen Vernunft und dem jetzigen Stande
	        
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