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Elektrische Strassenbahnen in Oesterreich-Ungarn, Bosnien und Rumänien

Full text: Werke in Berlin, Charlottenburg, Wien, St. Petersburg (Public Domain)

„st cine Wasserreinigungsanlage für cine Leistung von 4,5 cbm in der 
Stunde aufgestellt, Das Speisewasser der Kessel wird durch den 
\bdampf zweier Werthingten-Pumpen vorgewärmt, welche ihrerseits 
abwechselnd zum Pumpen des Rohwassers aus dem Brunnen und des 
Speisewassers verwendet werden können. Im Kellergeschoss, unterhalb 
der Kessel, ist ein geräumiger Aschenkanal angeordnet, aus welchem 
die Asche mittelst Kippkarren ins Freie befördert wird. Der Schornstein 
ist 30 m hoch und hat einen oberen lichten Durchmesser von 1.7 m. 
Zur Erzeugung der erforderlichen elektrischen Kraft dienen zwei 
Dynamemaschinen, welche unmittelbar mit je einer Dampfmaschine 
von 250 PS efteetiver Leistung gekuppelt sind. Die Dampfmaschinen 
nd Verbundmaschinen liegender Bauart mit Condensation, die 
Dynames Innenpolmaschinen mit besonderem Commutator, welche bei 
560 Volt Klemmenspannung 330.000 Watt dauernd leisten. Die ganze 
Breite des Maschinenraumes wird von einem Laufkrahn überspannt. 
Die Beleuchtung des Bahnhofes erfolgt durch Glühlampen. 
Der Wagenschuppen ist mit vier Gleisen versehen, welche durch 
Weichen mit dem Einfahrtsgleise in Verbindung stehen. Er ist 3%6 m 
lang und 16 m breit, hat‘ Revisionsgruben und fasst 20 Wagen. An 
den Wagenschuppen schliessen sich einige Diensträume und die Werk- 
stätte mit Schmiede an. Die Werkzeugmaschinen in der Werkstätte 
werden durch einen Elektrometor angetrieben. 
Am EKingange zum Bahnhefe befindet sich das Pförtnerhaus und 
une Brückenwage, 
Die Strassenbahn, welche fast durchweg zweigleisig Ist, beginnt 
um hoch gelegenen Bahnhofe der K. K, Staatsbahn, benutzt einen 
Acuen Strassendurchbruch, um die Leona Sapichy zu erreichen, und 
tährt an der Technischen Hochschule vorüber durch die Kopernikus- 
gässe, die Sykstuskapasse zur Karl-ILudwigstrasse, dem schönsten 
Dheile von Lemberg. Von hier zweigt eine Linie nach dem am Süd- 
ende der Stadt auf einer Anhöhe gelegenen Ausstellunesnlatz im 
Kilinskypark ab, während die Hauptlinie die Altstadt von Lemberg 
Jdurchquert, am Rathhause vorüber die enge Ruskagasse und dann am 
Statthaltereigebäude vorbei und in der Lyczakower-Strasse den gleich- 
namigen Stadtbezirk bis zur Stadtgrenze durchfährt. Kurz vor 
ihrem Endpunkte zweigt eine eingleisige Linie nach dem grossen 
Friedhofe ab. 
Die Südlinie endigt jetzt in der Nähe der Sophienschule am 
Bahnhof und Kraftwerk 
Haupteingange des Stryerparkes; sie war im Jahre 1894 vorübergehend 
ım 690 m bis zum Eingange der Landesausstellung verlängert worden. 
Zur Zeit sind 22 Motorwagen vorhanden, welche mit je einem 
auf beide Laufachsen wirkenden Motor von %5 P. S. Maximalleistung 
ausgerüstet sind. 
Auf den Plattformen sind flache Schaltapparate und die Brems- 
hebel angebracht. Als F ahrgeschwindigkeit in den städtischen 
Strassen ist eine solche von 12—14 km in der Stunde festryesetzt.
	        
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