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I. Allgemeiner Theil

Full text: Die Verbesserung der Wasserverbindungen Berlins mit dem Meere / Contag, Max (Public Domain)

I. Allgemeiner Theil. 
Die Lage Berlins zum Meere und seine gegenwärtigen 
Wasser - Verkehrswege. 
Zwischen den Stromgebieten der Elbe und Oder belegen und 
mit diesen beiden Hauptstrafsen des Wasserverkehrs seit Jahr- 
iunderten durch ein weitverzweigtes Netz von natürlichen und 
zünstlichen Schiffahrtswegen verbunden, befindet sich Berlin in der 
bevorzugten Lage, die beiden deutschen Meere — Nordsee und 
Ostsee — bezw. die Seehäfen Hamburg und Stettin, auf dem 
Wasserwege erreichen zu können. Die Wasserstrafse von Berlin nach 
Hamburg folgt der Spree und Havel unter Benutzung des Sakrow- 
Paretzer Abkürzungskanals und erreicht mittelst der Elbe 1lam- 
burg. Wie aus dem „Führer auf den deutschen Schiffahrtsstrafsen, 
yearbeitet im Ministerium der öffentlichen Arbeiten“, und aus der 
„Karte der flöfsbaren und schiffbaren Wasserstraßsen des Deutschen 
Reiches, herausgegeben von Vietor Kurs“, zu entnehmen ist, be- 
‚rägt die Länge der jetzigen natürlichen Wasserverbindung Berlin— 
Hamburg 378 km gegenüber einer Luftlinienentfernung von 255 km 
und einer Eisenbahnentfernung von 286 km. Das Flufsgefälle der 
Havel ist unterhalb der Spreeeinmündung nur an zwei Stellen an- 
Jäfslich älterer Mühlenwerke aufgestaut. Die für die Schiffahrt 
ngebaute Kammerschleuse zu Brandenburg hat 70,8 m nutzbare 
Länge, 7,8 m Thorweite und 1.60 m Drempeltiefe, diejenige zu 
Rathenow 78.7 m Länge, 8,6 m Weite und 1,20 m Tiefe. Die ge- 
ringste Fahrtiefe hält sich auf der Havel bezw. im Sakrow-Paretzer 
Kanal zwischen 1,25 und 1,60 m bei niedrigsten Wasserständen. 
Zuläfsig ist eine Befahrung durch Schiffe von 65 m Länge und 
7.5 m Breite und von höchstens 400 t Tragfähigkeit; möglich ist 
letztere Belastung allerdings wohl nur bei höheren Wasserständen, 
In der Elbe zwischen der Havelmündung und Hamburg wechselt
	        
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