Path:
XXVII. Die städtischen Markthallen

Full text: Die öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin (Public Domain)

Die städtischen Markthallen 
417 
folgt natürlich durchaus nicht gleichmässig. Man muss vielmehr annch- 
men, dass durchschnittlich nur an 200 Tagen jährlich die grösste 
Waarenmenge zur Aufluhr gelangt. Danach würde die Stadtbahn im 
Stande sein, jährlich 1200000 hbezw. 1800000 Ztr. Lebensmittel in 
die Markthalle zu schaffen. Nach den statistischen Erhebungen sind im 
Jahre 1878, ahgeschen vom Schlachtvich, rund 1300000 Ztr. Lehens- 
mittel auf der Kisenhahn mehr cin- als ausgeführt, d.h. zur Verzehrung 
velangt, eine Summe, die entsprechend dem Anwachsen der Beyölkerung 
inzwischen auf ungefähr 1° Millionen Ztr. gestiegen sein mag. Tlierzu 
tritt noch mindestens 1’, , Millionen Zir. Weisch, das indessen his jetzt 
die Eisenbahn noch nicht benutzt, sondern zu Wagen nach der Siadt 
befördert wird. Ks ergiebt sich hieraus, dass die Stadtbahn im Stande 
ist, wenn auch nicht die gesammte, doch einen erheblichen Theil der 
Lebensmittelzufuhr zu bewältigen. 
Die 6 Fahrstühle des Perrons haben Platiformen von 6 qm Fläche 
und eine Tragfähigkeit von 30 Ztrn. beim Herablassen und von 20 Zirn. 
beim Heben, Kin Hub einschliessli.!; d:: Beladens und Kntladens 
nimmt gegen 5 Minuten in Anspruck. Sie sind daher im Stande, einen 
Zug mit 3000 Ztrn. in 1'!/, oder 2, mit 6000 Ztrn. in 3 Stunden zu 
entladen, während mindestens 4 Stunden zur Verfügung stehen; die Zeit 
zenügt also, auch wenn die Tragfähigkeit der Aufzüge nicht vollständig 
ausgenutzt werden kann, Es kommt hinzu, dass cs genügt, wenn nur 
die Waaren aus den Wagen heraus- und auf die Perrons geschafft sind, 
während das Hinablassen derselben später erfolgen kann. 
Der westlich von der Durchfahrt gelegene Theil der Markthalle 
enthält 3 durch zwei Geschosse reichende freie Hallen von 57,53 m 
Länge, 20,19 m Breite und 18,50 m mittlerer Höhe. Sie sind von ein- 
ander getrennt und umzogen von Gängen mit Galerien darüher, die sich 
an den über der Durchfahrt belegenen Ladeperron anschliessen und durch 
drei bequeme Haupttreppen (in jeder Halle cine) zugänglich sind. Ausser- 
dem sind in den Eeken Wendeltreppen zum Verkehr der Beamten und 
der Arbeiter und Aufzüge angelegt, um auch an diesen Punkten in he- 
juemer Weise Waaren auf- und abhewegen zu können. 
Der unter den Viadukten — östlich von der Durchfahrt —- belegene 
Theil der Halle, in dem sich die Aufzüge helinden, enthält in der Mitte 
eine für die Markibesucher bestimmie Restauration, an der Ecke zunächst 
der Kaiser-Wilhelmstrasse das Büreau der Marktpolizei, an der Ecke der 
Panoramastrasse die Güterexpedition, und ist im Uebrigen für den Groöss-
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.