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XXII. Die Kanalisation

Full text: Die öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin (Public Domain)

Die Kanalisation 
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lichst am tiefsten Punkte des Systems anzuordnen, da sämmtliche Lei- 
tungen mit natürlichem Gefälle an ihr münden; ferner ist für ihre Lare 
die Nähe eines öffentlichen Wasserlaufes entscheidend, um dem an dem 
Maschinenhause abzweigenden Hauptnothauslasskanal bei möglichst wenie 
Verlust an Gefälle eine möglichst grosse Leistungsfähigkeit zu gehen; 
einen dritten, nicht zu unterschätzenden Gesichtspunkt bringt die Kr- 
wägung, dass die Anlage der Pumpstation an der Peripherie des Systems 
die Länge der nach den Rieselfeldern führenden Druckrohrleitung und 
somit Maschinenkraft, Bau- und Betriebskosten spart. Schliesslich wäre 
noch zu erwähnen, dass auch der Umstand in Betracht kam, bereits in 
Besitze der Stadt befindliche Grundstücke zu benutzen. 
Nach diesen Rücksichten ist die Lagz der Pumpstationen für dir 
einzelnen Systeme, wie folgt, gewäh't 
Lage der Pumpstationen 
Radialsystem 
V 
7 
nach der Strasse 
Reichenhergerstr. 66 
Gitschinerstr. 7—11 
Schönebergerstr. 21 
Scharnhorststr. 9/10 
Holzmarktstr. 31/32 
Urbanstr. 177 
Geunthinerstr. 4 
Alt-Moabit 67—70, 
Seestr.. Ecke der Str. 10h 
Bellermannstr. 7 
unbestimmt 
nahe der Warschauerstr., Ecke 
der Strasse 46/47 
nach dem öffentlichen Wasserlauf 
am Landwehrkanal 
desgl. 
desgl. 
an der Panke 
an der Spree 
in der Nähe des Landwehrkanals 
desgl. 
an der Spree 
am Berlin-Spandauer Schiflahrts 
kanal 
an der Pauke. 
in der Nähe der Spree 
Sobald die Wahl eines Terrains für eine Pumpstation getroffen war, 
wurde mit der speziellen Aufstellung des zur Ausführung bestimmten 
Entwurfes für das betreffende Radialsystem- begonnen. Es kann hier 
füglich unterlassen werden, auf die einzelnen erforderlichen Vorarbeiten 
einzugehen ; im Wesentlichen bestanden dieselben für das generelle Projekt 
in: 1. Ermittelung der Wasserverhältnisse aller im Entwässerungsgehbiet 
gelegenen ollenen Wasserläufe: 2. aus einer geometrischen Aufnahme 
des Kntwässerungsgebietes in Situations- und Nivellementsplänen. Dann 
wurde zum "Theil auf Grund statistischen Materials eine Schätzung der- 
jenigen Wassermenge vorgenommen, die die zu entwässernde Fläche im 
Maximum für die Sekunde liefert. Ks sind dabei folgende Annahmen xe-
	        
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