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XVII. Private Krankenhäuser

Full text: Die öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin (Public Domain)

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Private Krankenhäuser 
Vorsitz des Generals der Infanterie von Grolmann. Dirigirender Arzt 
ist Sanitätsrath Dr. Schütte. Die Pflege wird von einer Schwesterschaft 
von 12 Schwestern geleitet, die unter einer Oberin, z. Z. Fräulein 
A. von Lancizolle, stehen, der auch die Rendantur der Anstalt über- 
geben ist. Die Schwestern besorgen die Pflege der Kinder, die Büreau- 
geschäfte, die Küche und die Wäsche, wobei ihnen eine Anzahl von 
Probeschwestern zur Seite steht. Ein Pförtner und ein Bote haben im 
seitengebäude Wohnung. 
Als Filiale der Anstalt wurde, ganz aus freiwilligen Gaben, ein 
Scchospiz für 30 rekonvaleszente Kinder zu Deep bei Kolberg erbaut: 
»s soll im Sommer 1890 eröffnet werden. 
Die Unterhaltungskosten im Jahre 1889/90 betrugen 43774 M, 
so dass die Kosten für ein Kind bei den 26 154 Pflegetagen sich auf 
1,67 M für den Tag belaufen. Vom 1. April 1889 bis zum 31. März 1890 
wurden 256 Kinder verpflegt. Belegt waren durchschnittlich täglich 
{1—72 Betten. 
In das Elisabethkinderhospital werden Kinder von 1'/, bis zu 12 Jahren 
aufgenommen, die nicht an Masern, Scharlach, Keuchhusten, Diphtherie, 
Kpilepsie leiden oder blödsinnig sind. Das Pflegegeld ist auf nur IM 
(äglich festgesetzt, wird aber auch noch häufig mit Rücksicht auf die 
Armuth der Eltern ermässigt. 
(Nach Mittheilungen des Sanitätsraths Dr. Schütte.) 
Das St. Hedwigkrankenhaus 
(N. Grosse Hamburger Strasse 5/6, 8 und 10/11) 
König Friedrich Wilhelm IV. genehmigte durch Erlass vom 11. März 
1844, dass mit dem Hospital der katholischen Gemeinde, dem bis dahin 
unter der Aufsicht des Kirchenkollegiums zu St. Hedwig ein Lehrer und 
ein Hausvater vorstanden, eine unter die Leitung barmherziger Schwestern 
zu stellende Krankenanstalt in Verbindung gesetzt, für diesen Zweck ein 
Grundstück erworben und auf demselben ein (jebäude für das Hospital 
und die Krankenanstalt errichtet werde. 
Am 3. Dezember 1846 wurde der erste Kranke in dem gemietheten 
!ause Kaiserstrasse 28 aufgenommen. Der Ertrag einer durch ganz 
Deutschland veranstalteten Kollekte von rund 50 000 Thalern bildete 
nebst einem 40 000 Thaler betragenden Gnadengeschenk König Friedrich 
Wilhelms IV, das Grundkapital zum späteren Bau des Anstaltsgebäudes.
	        
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