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I. Der Boden Berlins und seiner Umgegend

Full text: Die öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin (Public Domain)

Der Boden Berlins und seiner Umgegend 
heim, sodann Glienicke, Buschkrug, Rixdorf, von wo an die Rollberge, 
die bekannte Hasenhaide und der Kreuzberg den durch die Bauten der 
letzten zwanzig Jahre von Berlin jetzt auch erreichten Vorsprung des 
Südrandes bilden. Die weitere Fortsetzung wird bezeichnet durch die 
Orte Neu-Schöneberg, Wilmersdorf, die abermals vorspringende Spandauer 
Spitze (Spandauer Bock), den Pichelswerder, Pichelsdorf, Staaken, Dall- 
xow, Rohrbeck, Ceestow, Bredow und Nauen, 
Diese breite, ihren Grenzen nach sochben bezeichnete Thalniederung 
arhebt. sich in ihrer grössten Fläche nur wenig (bis 4 m) über den 
Wasserspiegel der sie in irägem Laufe jetzt durchziehenden Spree 
und der sie im Westen des Kartenblättchens quer durechsetzenden 
Havel, der beiderseits nur zwischen 103 und 97 Fuss Mecreshöhe 
schwankt. Ja, die die Wasserläufe meist direkt begleitenden Wiesen- 
flächen sind sogar aufwärts wie abwärts Berlins fast in jedem Frühjahre 
wicder weite Wasserflächen, Dagegen steigen die das Thal begrenzenden 
Hochflächen des Barnim im Norden und des Teltow im Süden schr 
schnell zu einer durchschnittlich im Barnim etwa 160 Fuss, im Teltow 
etwa 150 Fuss betragenden Meereshöhe, zeigen aber (5. d. Karte) gegen 
den nördlichen Kartenrand auch Höhen bis zu 230 Fuss und erreichen 
im Havelberg, im SW der Karte, sogar 309 IFuss Meereshöhe. 
Wie das beigegebene Kärtchen und spezieller die obengenannte geo- 
gnostische Uebersichtskarte der Umgegend von Berlin, sowie endlich eine 
im Masstab von 1: 15000 gleichfalls von der Königlichen geologischen 
Landesanstalt herausgegebene »geolagische Karte der Stadt Berlin»* 
lehrt, gehen auch die geognostischen Bodenverhältnisse mit diesen Oher- 
flächenverhälinissen Hand in Hand. Daher konnte auch einfach die 
Hochfläche des Teltow im Süden, des Barnim im Norden als diluviale 
Hochfläche bezeichnet werden. Dem jüngsten Diluvium, dem Diluvium 
der Abschmelzperiode oder, wenn man will, dem Alt-Alluvium, gehören 
sodann einerseits die alten Schmelzwasserrinnen in der Hochfläche, 
andererseits die Thalsande der »alien Thalsohle des Hauptthales« an, 
während schliesslich die enischiedenen Alluvialbildungen (bezw. das 
Jung-A Tuvinm) in breiten und schmalen Rinnen und Wiesenschlängen 
Dieser geologische Stadtplan (in Kommission der Schroppschen Hofland- 
kartenhandlung) dient zugleich als das neneste und beste Orientirungsmittel für den 
Fremden wie für den Einheimischen, da er nicht nur sämmtliche Strassennamen, 
sondern auch alle bemerkenswerthen Gehäude angiebt und zugleich die änssersten 
Vorstädte mit umfaset.
	        
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