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XIII. Die städtischen Krankenhäuser

Full text: Die öffentliche Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin (Public Domain)

Die städtischen Krankenhäuser 
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sitzender, Stadtrath Dr. Strassmann und die Stadtverordneten Bern- 
hardt, Geh. Medizinalrath Professor Dr. Virchow und Stadtverordneten- 
Vorsteher Dr. Stryck sind. Auf Grund des Beschlusses der Kommunal- 
behörden vom 14.26. Februar 1874 ist die Leitung des städtischen all- 
gemeinen Krankenhauses im Friedrichshain in der Weise geregelt, dass 
die ökonomische und finanzielle Verwaltung selbständig einem Verwaltungs- 
direktor und die ärztliche Leitung zweien, dem Verwaltungsdirektor und 
einander koordinirten ärztlichen Direktoren (einem für die innere und 
einem für die äussere Abtheilung) übertragen ist. Die Vertretung der 
Anstalt nach aussen hat der Verwaltungsdirektor, jedoch nur insoweit, 
als es sich um die Ausführung administrativer Massregeln und nicht um 
medizinisch -wissenschaftliche Gegenstände handelt. Das Amt des Ver- 
waltungsdirektors bekleidet seit Eröffnung der Anstalt Herr Herfordt; 
die Abtheilung für innere Kranke leitet Professor Dr. Fürbringer; die 
Leitung der Abtheilung für äussere Krankheiten hat der Geheime Sani- 
tätsrath Professor Dr. Hahn. Den ärztlichen Direktoren stehen 11 Assis- 
tenten zur Seite. 
Ausser den genannten sind noch an Beamten vorhanden: ein Prediger, 
ein Oekonomieinspektor, 19 Büreauassistenten und Hilfsarbeiter, 3 Haus- 
väter und 2 Büreaudiener; an Dienst- und Arbeitspersonal: ein Maschinen- 
meister, ein Maschinist, 10 Heizer, ein Desinfekteur, 2 Tageportiers, ein 
Nachtportier, 2 Nachtaufseher, 19 Hausdiener, ein Haustischler, eine 
Oberköchin, eine Oberwäscherin und 30 Wasch- und Küchenmädchen; an 
Wartepersonal: 82 Wärter und Wärterinnen, und zwar: 3 Oberwärter, 
20 Wärter, 12 Oberschwestern, 36 Schwestern und 11 Hilfswärterinnen, 
sowie ferner 2 Apotheker, 2 Operationsschwestern, ein Operationsdiener, 
? Leichendiener. ein Badewärter und eine Badewärterin, 
[n das Krankenhaus werden aufgenommen: 
I. Personen, die von den Armenkommissionen auf Grund von den 
Armenärzten ausgestellter Atteste überwiesen werden; 2. Personen, die 
sofort die Verpflegungskosten für einen Monat mit 52,50 M vorschuss- 
weise einzahlen oder einer Krankenkasse als Mitglied angehören, was sie 
durch ein Attest des Vorstandes nachzuweisen haben; 3. Personen, deren 
Zustand eine Zurückweisung ohne Gefahr für ihr Leben nicht gestattet. 
In Bezug auf 1 und 2 ist jedoch zu bemerken, dass auch diese 
Personen von der Aufnahme zurückgewiesen werden können, wenn der 
leiourirende Anstaltsarzt ihre Behandlung in einem Krankenhause nicht
	        
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