Path:
Erstes Buch. Das Mutterhaus II. Die Geschichte der Arbeit

Full text: Bethanien / Schulze, Gustav (Public Domain)

>, sur Regelung der Eigentumsfrage. 
urch die Allerhöchfte Mrdre vom 12. INMat 1851 war Bethanien — 
bis dahin wenigftens dem WNanmen nach Staatsanftalt — zu einer 
Freien milden Stiftung der Evangelifchen Kirche erflärt worden. 
Andeijen enthielt eben diefe Ordre, wie wir gefchen haben, cine 
Anzabl von Beftimmungen, welche den Fortbeftand des Haufes aufs neue Don 
den Staatsbebörden abhängig machten. Auf die Befeitigung derfelben richten ich 
die Bemühungen der Dertreter des Haufes, befonders des hochverdienten Dräfidenten 
Göäge, während der nächften Zeit bis zum HZahre 1855. 
aut der eingangs erwähnten Ordre follte der Kultusminijter als Dertreter 
des Stautes mit Kommiffarien des Hausminifteriums, des Evangelijchen Ober: 
Fircbenrats und des Kuratoriums als Dertretern Bethaniens, die Rechte und Pflichten 
beider Kontrahenten durch einen abzufdyließenden Vertrag endgiltig gegeneinander 
abgrenzen. Als Dertreter des Kultusmintfters fungierte der Geheime Regierungsrat 
Schnert, als Dertreter der anderen drei Beteiligten der Geheime Regierungsrat 
Nichuhr, der Geheime Regierungsrat Dr. von ANühler und der Präfident 
Dr. Göse. Der erftere arbeitete den Entwurf des Dertrages aus und brachte 
darin nicht nur die in der Kabinettsordre gegebenen Winfke zu einem Äußerft 
präsifen Ausdruck, was vielleicht unvermeidlich war, fondern un fleidete fic noch 
mit näheren Beftimmungen, die das Diakoniffienhaus weit ungünftiger ftellten 
als je zuvor. So war darin nicht bloß betont, daß der Fiskus Eigentümer, die 
Diafonifenanitalt nur WNießbraucherin des fiskalijchen Eigentums, nach Maßgabe 
der landrechtlichen Beftimmungen, fei; auch nicht bloß, daß leptere in Haupt 
schäude jederzeit eine Kranfenanitalt von 500 bis 350 Betten zu erhalten habe 
jondern die Stautsbehörde wahrte fich das Recht, der Diakonifenanftalt, mit 
Beobuchtung einer fechsmonatlichen Frift, ohne Angabe von Gründen zu Fündigen; 
das Recht, die Gebäude jederzeit auf ihren guten baulichen Zuftand repidieren zu 
laffon und erforderlichenfalls Yeparaturbauten anzuordnen, welche die Diakoniffen 
anftalt auszuführen hätte; ferner das Recht, die Bauten, die ohne Benchntiguntg
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.